Basisinformationen
Name: Enomiya jinja (Enomiya jinja)
Standort: Yoshida, Yoshida-cho, Akitakata, Präfektur Hiroshima
Verehrte Gottheit: Kaiser Jinmu (Kamuyamato Iwarebiko no Mikoto)
Anreise: Etwa 15 Minuten mit dem Auto vom Takata IC der Chugoku-Autobahn. Die jinja liegt am Fuße der Burgruine Koriyama, dem ehemaligen Sitz des Mori-Clans.
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Blieb Kaiser Jinmu ganze sieben Jahre lang? Die Bühne der Legenden, wie sie in den Kojiki und Nihon Shoki verzeichnet sind
Die Enomiya jinja in Akitakata, Präfektur Hiroshima, ist bekannt als ein Ort, der mit dem Jinmu Tosei (Kaiser Jinmus Eroberung des Ostens) verbunden ist, einer wichtigen Episode der japanischen Mythologie. Laut dem Kojiki und Nihon Shoki soll Kaiser Jinmu, der von Hyuga (heute Präfektur Miyazaki) aufbrach, auf seinem Weg nach Yamato (heute Präfektur Nara) in Enomiya (oder Takeri no Miya) in der Provinz Aki verweilt haben.
Erstaunlich ist die Dauer dieses Aufenthalts: ganze sieben Jahre.
Es ist ungewöhnlich, dass ein Herrscher auf einem Feldzug so lange an einem Ort verweilt, was die große Bedeutung dieses Ortes in der Antike unterstreicht. Eine Theorie besagt, dass er hier seine Truppen neu organisierte oder seine Beziehungen zu den lokalen Adligen vertiefte.
Meer oder Berge – Das Geheimnis um eine weitere Enomiya
Tatsächlich gibt es in der Präfektur Hiroshima eine weitere jinja, die sich Enomiya nennt: die Take jinja in Fuchu-cho, Aki-gun.
Die Take jinja in Fuchu-cho: Dies ist das „Enomiya des Meeres“, in der Nähe der damaligen Küstenlinie gelegen und leicht zugänglich für Kaiser Jinmu, der auf dem Seeweg reiste.
Die Enomiya jinja in Akitakata: Dies ist das „Enomiya der Berge“, tief in den Chugoku-Bergen am Ufer des Go-no-kawa gelegen.
Warum kam Kaiser Jinmu ins Landesinnere nach Akitakata? Hierin liegt ein faszinierendes Geheimnis.
Der Go-no-kawa, der durch Akitakata fließt, war seit alters her ein wichtiger Verkehrsweg, der nach San’in (Izumo) führte. Es gibt die Theorie, dass Kaiser Jinmu nicht nur die Seto-Inlandsee entlangsegelte, sondern auch diesen Fluss hinauffuhr, um mit den Izumo-Mächten zu verhandeln oder sie auszuspionieren. Wenn dem so ist, könnte sich hinter Japans Gründungsmythen ein uns unbekanntes „Ränkespiel zwischen Izumo und Hyuga“ verbergen.
Mori Motonari, der Sengoku-Herrscher, verehrte auch den „Schutzgott der Burg Koriyama“
Die Enomiya jinja befindet sich in unmittelbarer Nähe der Burg Koriyama, der Heimatbasis des Sengoku-Ära-Helden Mori Motonari.
Mori Motonari und sein Clan verehrten diese jinja als Schutzgottheit ihrer Burg sehr. Es gibt auch die Überlieferung, dass Motonari vor Schlachten um den Sieg betete, und so weht auf dem Gelände noch immer eine raue und doch fromme Atmosphäre der Sengoku-Ära.
Insbesondere ein Besuch dieser Enomiya jinja zusammen mit der Suga jinja, die der Mori-Clan als Ujigami (Familiengottheit) verehrte, dürfte eine wertvolle Erfahrung sein, um die Religiosität der Samurai jener Zeit zu spüren.
Welche Bedeutung verbirgt sich im schwer lesbaren Kanji „E“?
Es ist sehr selten, dass das Kanji „埃“ (E; bedeutet Staub oder Schmutz) im Namen einer jinja verwendet wird.
Es gibt mehrere Theorien dazu: Eine besagt, dass es sich um eine phonetische Ableitung von „江“ (E; bedeutet Bucht oder Fluss) handelt, eine andere, dass es vom Ortsnamen „E“ ( 可愛 ) stammt. Der E-no-kawa ( 可愛川 ), der durch Akitakata fließt, ist auch einer der möglichen Orte, an denen Susanoo-no-Mikoto laut dem Nihon Shoki die Yamata no Orochi (achtköpfige Riesenschlange) bezwang.
Ein Ort, an dem sich die Legende von Kaiser Jinmus östlicher Eroberung und der Mythos von Susanoo kreuzen. Die Enomiya jinja ist nicht nur eine alte jinja, sondern ein Ort wie eine Zeitkapsel, die Erinnerungen an die Zeit vor Japans Morgenrot birgt.
Machen Sie einen Ausflug zu dieser jinja, wo uralte Mysterien schlummern, und verbinden Sie ihn mit einem Spaziergang durch die Burgruine Koriyama. Wenn Sie über das ruhige Gelände gehen, spüren Sie vielleicht den Hauch von Kaiser Jinmu, der hier sieben Jahre verbrachte.
