Die Ursprünge des Atsuta Jingū, der heilige Ort, an dem das Kusanagi no Tsurugi zuerst verweilte – das Rätsel und der Reiz des Hikami Aneko Jinja.

Grundlegende Informationen:
Der Name des Schreins ist Hikami Aneko Jinja (ひかみあねこじんじゃ). Er befindet sich in 1 Hikamiyama, Otakacho, Midori-ku, Nagoya-shi, Aichi-ken. Der Hauptkami ist Miyazuhime-no-mikoto (みやずひめのみこと). Sein Schreinrang ist Shikinaisha (Meishin-dai) und er ist ein Sessha (Nebenschrein) des Atsuta Jingu. Die Anfahrt erfolgt entweder zu Fuß in etwa 20 Minuten vom Bahnhof Otaka (JR Tokaido-Linie) oder direkt von der Bushaltestelle „Hikami Aneko Jinja“ mit dem Stadtbus.

Das „Motomiya“ des Atsuta Jingu? Die große Legende um das heilige Schwert Kusanagi-no-Mitsurugi.
Wenn man an Nagoyas repräsentativen heiligen Ort denkt, kommt einem der Atsuta Jingu in den Sinn. Doch wussten Sie, dass der Ort, der als dessen „Ursprung“ bezeichnet werden kann, hier im Hikami Aneko Jinja liegt?
Der Hauptkami Miyazuhime-no-mikoto war die Gemahlin von Yamato Takeru-no-mikoto (やまとたけるのみこと), einem Helden der japanischen Mythologie. Auf seiner Rückreise von der Eroberung des Ostens verweilte Yamato Takeru an diesem Ort (Hikamiyama) und heiratete Miyazuhime-no-mikoto. Anschließend brach er auf, um den Kami des Berges Ibuki zu besiegen, hinterließ dabei aber das heilige Schwert „Kusanagi-no-Mitsurugi“ (くさなぎのみつるぎ) bei Miyazuhime-no-mikoto und starb später in Nobono (能褒野).
Die zurückgelassene Miyazuhime-no-mikoto bewahrte das heilige Schwert, ein Andenken an ihren geliebten Ehemann, sorgfältig an diesem Ort Hikami auf. Als sie alt wurde, wählte sie den heutigen Standort des Atsuta Jingu als „Ort, an dem dieses heilige Schwert für immer verehrt werden sollte“. Das bedeutet, dass der Hikami Aneko Jinja ein äußerst wichtiger Ort ist, der als „Motomiya“ (元宮, Originalschrein) bezeichnet werden kann, da dort das Kusanagi-no-Mitsurugi, einer der Drei Kaiserlichen Insignien, bereits vor der Gründung des Atsuta Jingu verankert war.

Von „Hikamiyama“ zu „Hikami“. Das Geheimnis im Ortsnamen.
Der Ort, an dem der Jinja steht, wurde ursprünglich „Hikamiyama“ (火上山) genannt. Eine Legende besagt, dass Yamato Takeru-no-mikoto, als er diesen Ort besuchte, ein strahlendes Feuer im Meer bei Nacht sah und den Ort „Berg, an dem Feuer aufsteigt“ nannte.
Doch heute wird der Kanji „氷上“ (Hikami) verwendet. Warum änderte sich „Feuer“ zu „Eis“?
Eine Theorie besagt, dass der Buchstabe „Eis“ verwendet wurde, um „Feuer“ abzuwehren, da man Brände verabscheute. Es birgt jedoch auch ein Geheimnis, das Geschichtsfans zum Nachdenken anregt: Könnte es sich um eine Umbenennung gehandelt haben, um den Wandel antiker Energien widerzuspiegeln oder das Gleichgewicht von Yin und Yang herzustellen?

Der Weg zum „Motomiya“, einem Geheimtipp unter den Kraftorten.
In der Nähe des Gipfels des „Hikamiyama“, etwas abseits des heutigen Schreingebäudes (Shaden), befindet sich das „Motomiya“ (Originalschrein), der Ort, an dem sich einst die Residenz von Miyazuhime-no-mikoto befunden haben soll.
Viele Besucher beschränken sich auf die Verehrung in der Haupthalle (Honden), doch dieses Motomiya ist der wahre heilige Ort, an dem Yamato Takeru-no-mikoto und Miyazuhime-no-mikoto zusammen gelebt haben sollen. In diesem von Bäumen umgebenen, ruhigen Raum ist noch immer der Hauch antiker Zeiten spürbar, und es herrscht eine feierliche Atmosphäre, die im Gegensatz zum geschäftigen Treiben des Atsuta Jingu steht. Ohne diesen Ort besucht zu haben, kann man den Hikami Aneko Jinja nicht wirklich beschreiben.

Das nur alle 60 Jahre stattfindende Geheimfest und die Geschichte hinter dem „Nezu-no-Matsuri“.
Im Hikami Aneko Jinja gibt es ein sehr seltenes Shinto-Ritual namens „Nezu-no-Matsuri“ (寝図の祭). Es soll auf die Begebenheit zurückgehen, dass Miyazuhime-no-mikoto schlaflos auf die Rückkehr von Yamato Takeru-no-mikoto wartete oder um dessen Tod trauerte.
Früher spielte der Jinja auch eine wichtige Rolle bei der Darbringung von Reis, der in den „Otaka Saiden“ (大高斎田, heilige Reisfelder von Otaka) geerntet wurde, an den Atsuta Jingu. Auch heute noch werden hier zahlreiche besondere Zeremonien abgehalten, die von den Shinshoku (Priestern) des Atsuta Jingu durchgeführt werden.

Tipp für den Besuch: Der verborgene „Kami der Weisheit“.
Miyazuhime-no-mikoto wird als kluge Frau verehrt, die das heilige Schwert beschützte und das Fundament des Atsuta Jingu legte. Daher wird sie vor Ort nicht nur als „Schutz-Kami der Frauen“ verehrt, sondern auch als Kami, der „Weisheit“ und „Entschlossenheit“ verleiht, um Schwierigkeiten zu überwinden.
Wenn Sie den Atsuta Jingu besuchen, machen Sie unbedingt auch einen Abstecher zum „Hikami Aneko Jinja“, dem Ort, an dem seine Geschichte begann. Sie werden ein besonderes Erlebnis haben und die Fortsetzung der Mythologie hautnah spüren.

Verwandte Links und Referenzen:
Keine Quellen verfügbar.

Von ando