Grundlegende Informationen
– Standort: Hamamachi 1-chome 2-37, Wakamatsu-ku, Kitakyushu-shi, Fukuoka-ken
– Verehrte Kami: Kotoshironushi-no-kami (Ebisu-sama), Ōkuninushi-no-kami (Daikoku-sama), Ōyamakui-no-kami
– Hauptfeste: Tōka Ebisu Taisai (9. bis 11. Januar), Reitaisai „Oebessan“ (2. bis 4. Dezember)
– Göttliche Segnungen: Geschäftlicher Erfolg, Sicherheit auf See, Familienglück, Steigerung des Geldglücks
Das 1800 Jahre alte Geheimnis: Die Legende des „leuchtenden heiligen Steins“, der aus dem Meeresgrund auftauchte
Die Gründung des Wakamatsu Ebisu Jinja ist von einer wahrhaft dramatischen Legende umwoben. Vor etwa 1800 Jahren, als Kaiser Chūai und Kaiserin Jingū auf dem Weg in das Land Tsukushi (das heutige Fukuoka-ken) waren, ereignete sich in der Dōkaiwan-Bucht ein mysteriöses Phänomen: Das Schiff der Kaiserin kam zum Stillstand.
Takeuchi no Sukune, der sie begleitete, ließ Fischer den Meeresgrund erkunden. Dort fanden sie Berichten zufolge einen göttlich leuchtenden „Juwelenstein“. Die Verehrung dieses heiligen Steins als Schutzpatron durch die Kami des Meeres gilt als Ursprung des Jinja. Erstaunlicherweise soll dieser heilige Stein noch heute als Go-Shintai (heiliges Objekt) tief im „Nai-Nai-Jin“, dem innersten Heiligtum der Haupthalle, ruhen.
Die geheime Geburtsstunde des Ortsnamens „Wakamatsu“
Tatsächlich gibt es eine Theorie, dass der Ortsname „Wakamatsu“ in Kitakyushu City selbst auf dieses Jinja zurückgeht. Eine romantische Episode besagt, dass Takeuchi no Sukune, als er den heiligen Stein verehrte, „junge Kiefern“ am Strand pflanzte. Eine andere romantische Episode besagt, dass Kaiserin Jingū die üppig grünen Kiefern dieses Ortes bewunderte und dichtete: „Mein Herz ist auch jung“ – woraus der Name „Wakamatsu“ entstand.
Besuchte auch Inō Tadataka? Das Geheimnis des „Kompasssteins“ auf dem Gelände
Geschichtsliebhaber sollten den „Kompassstein“ auf dem Gelände des Jinja nicht verpassen. Dies ist ein wertvolles Relikt, das angeblich von Inō Tadataka, einem Landvermesser aus der Edo-Zeit, während seiner Vermessung von Kyushu gestiftet wurde. Der etwa 1 Meter hohe Steinsäule ist mit den zwölf Tierkreiszeichen und Himmelsrichtungen versehen und soll einst an der Wasserlinie gestanden haben. Was mag der Vater der modernen Vermessung gedacht haben, als er diesen Ort besuchte und diesen Stein weihte? Wenn man über die damaligen Vermessungsrouten nachdenkt, kann man das Geheimnis der Geschichte nicht unberührt lassen.
Wallfahrt und atemberaubende Aussicht: Die rote „Wakato Ōhashi“-Brücke und Anime-Szenen
Das größte Merkmal des Wakamatsu Ebisu Jinja ist seine Lage. Direkt über dem Jinja verläuft die leuchtend rote Hängebrücke „Wakato Ōhashi“, ein Wahrzeichen von Kitakyushu.
Diese Wakato Ōhashi ist im Anime-Film „Suzume no Tojimari“ von Regisseur Shinkai Makoto als Hintergrund für Szenen dargestellt, in denen die Protagonistin Suzume durch Kyushu reist. Vom Jinja-Gelände aus kann man die massiven Brückenpfeiler und die Unterseite der roten Brücke aus nächster Nähe bestaunen und so eine einzigartige, fotogene Aussicht genießen, in der sich altehrwürdige Schreingebäude mit modernen, kolossalen Bauwerken verbinden.
Versteckte Highlights: Kinderliebe Komainu und Keramiklaternen
Ein Spaziergang durch die Anlage offenbart weitere interessante Entdeckungen.
– Komainu mit Nachwuchs: Diese Komainu sind ungewöhnlich dargestellt, mit kleinen Welpen zu ihren Füßen. Aufgrund ihrer liebenswerten Gesichtsausdrücke sind sie als „kinderliebe Komainu“ bekannt und gelten als ein verborgener Kraftort für eine sichere Geburt und Kindererziehung.
– Keramiklaternen: Seltene Keramiklaternen sind erhalten geblieben, die angeblich in der Meiji-Zeit gestiftet wurden. Diese luxuriösen Opfergaben zeugen vom damaligen Wohlstand Wakamatsus als Kohleverladehafen, wo sich großer Reichtum ansammelte.
Das Wakamatsu Ebisu Jinja ist nicht nur ein Ort für die Kami des geschäftlichen Erfolgs; es ist ein Ort voller mysteriösen Charmes, an dem sich antike Mythen, moderne Vermessungskunst und zeitgenössische Animation kreuzen. Erleben Sie unbedingt den Kontrast, den das Rot der Wakato Ōhashi und die Ruhe des Geländes miteinander verweben.
