Zum Ursprung der Momotaro-Legende! Die verborgene Mystik und das Geheimnis der riesigen Steinlaterne im Kibitsuhiko Jinja, auch bekannt als „Asahi no Miya“ (Palast der aufgehenden Sonne).

Das Kibitsuhiko Jinja befindet sich in Ichiomiya, Kita-ku, Okayama-shi, Präfektur Okayama. Es ist ein berühmter Schrein, der als Ichinomiya (erster Schrein) der ehemaligen Provinz Bizen bekannt ist und Ōkibitsuhiko-no-mikoto als Haupt kami verehrt, der als Vorbild für die allseits bekannte alte Geschichte „Momotaro“ gilt. Lokal ist er auch unter dem Namen „Asahi no Miya“ (Schrein der Morgenröte) bekannt, doch dahinter verbergen sich erstaunliche Geheimnisse und eine reiche Geschichte.

Grundlegende Informationen

Standort: Ichiomiya 1043, Kita-ku, Okayama-shi, Präfektur Okayama
Verehrter kami: Ōkibitsuhiko-no-mikoto
Hauptsegen: Schutz vor Unglück und Katastrophen, langes Leben, Fruchtbarkeit und sichere Geburt

Das Geheimnis des „Asahi no Miya“: Ein Wunder am Tag der Sommersonnenwende

Der Hauptgrund, warum das Kibitsuhiko Jinja „Asahi no Miya“ genannt wird, liegt in der Ausrichtung seiner Schreinhalle. Dieser Schrein wurde mit dem heiligen Berg „Kibi no Nakayama“ im Rücken, der sich dahinter erhebt, nach Osten ausgerichtet erbaut.

Besonders bemerkenswert ist der „Tag der Sommersonnenwende“. Am Morgen der Sommersonnenwende steigt die Sonne genau in der Mitte des vorderen Torii auf, und ihr Licht fällt direkt bis tief in die Schreinhalle. Dieser Sonnenpfad zeugt davon, dass dieser Ort seit der Antike eine heilige Stätte des Sonnenkults war, und jedes Jahr kommen zahlreiche Besucher, um dieses göttliche Schauspiel zu erleben.

Die Kehrseite der Momotaro-Legende: Der Todeskampf gegen Ura

Wenn man von den Legenden spricht, die mit dem Kibitsuhiko Jinja verbunden sind, ist es zweifellos die „Ura-Bezwingung“.

Der Legende nach kam in die alte Provinz Kibi ein Prinz aus Baekje namens Ura (oder ein Oni), der die Menschen plagte. Ōkibitsuhiko-no-mikoto, vom kaiserlichen Hof entsandt, besiegte Ura nach einem erbitterten Kampf.

Doch diese Geschichte hat eine „Kehrseite“. Es gibt die Theorie, dass Ura tatsächlich ein Wohltäter war, der Kibi fortschrittliche Eisenverhüttungstechniken brachte, und zum „Oni“ gemacht wurde, um die Eroberung der lokalen Macht (Kibi) durch den Yamato-Hof zu rechtfertigen. Steht man auf dem Schreingelände, kann man nicht anders, als die Tiefe der Geschichte zu spüren, die mehr ist als nur eine einfache Geschichte von Gut und Böse.

Die Imposanz der „Ando Doro“, Japans größter Laterne

Auf dem Schreingelände fällt besonders die „Ando Doro“ ins Auge, eine der größten Steinlaternen Japans mit einer Höhe von 11,5 Metern und einem Dachdurchmesser von 4,5 Metern.

Diese in der Meiji-Zeit errichtete Laterne ist so riesig, dass sie einen überwältigt. Tatsächlich wurden für diese Laterne aufgrund ihrer enormen Größe riesige Mengen an Steinen zur Fundamentverfestigung verwendet, und ihre massive Präsenz gilt als Symbol der „Unüberwindbarkeit“.

Bringt sie Glück? Das „Kamejima Jinja“ und der mysteriöse Stein

Das Kamejima Jinja, das auf dem heiligen Teich „Sachi no Ike“ (Teich des Glücks) auf dem Schreingelände schwimmt, birgt eine wundersame Legende. Hier befindet sich ein schildkrötenförmiger Stein, der angeblich das Wasser des Teiches beschützt. Es gibt auch das Gerücht, dass in der Nähe des Teiches gelegentlich „weiße Schlangen“ gesichtet werden, und es ist als mystischer Ort bekannt, an dem man Glück haben soll, wenn man ihnen begegnet.

Pilgerinformationen: Der Schauplatz des Anime ‚Tenchi Muyo!‘

Das Kibi-Gebiet, einschließlich des Kibitsuhiko Jinja, ist bei Fans als „heilige Stätte“ der beliebten Anime-Serie ‚Tenchi Muyo!‘ bekannt.

Es wird angenommen, dass es eines der Modelle für das „Masaki Jinja“ ist, dem Elternhaus der Hauptfigur Tenchi Masaki, und im Werk erscheinen überall Landschaften, die an Schreine und Tempel in der Präfektur Okayama erinnern. Insbesondere die friedliche Atmosphäre des Kibitsuhiko Jinja und die Stimmung des heiligen Berges Kibi no Nakayama sind tief mit der Welt der Serie verbunden, und viele Fans besuchen den Ort auch heute noch als „Pilgerreise“.

Besichtigungstipps

Wenn Sie das Kibitsuhiko Jinja besuchen, genießen Sie unbedingt auch die Unterschiede zum benachbarten „Kibitsu Jinja“ (Bitchu Ichinomiya). Das Kibitsuhiko Jinja ist das „Bizen Ichinomiya“ und strahlt eine anmutige und ruhige Atmosphäre aus. Die Momotaro-Glücksbringer und die niedlichen pfirsichförmigen Ema sind ebenfalls beliebt, und es ist ein empfehlenswerter Kraftort nicht nur für Geschichtsfans, sondern auch für Familien und Paare.

Verwandte Links und Referenzen

Keine Quellen verfügbar.

Von ando