Grundlegende Informationen
Der Mihonoseki Jinja befindet sich in Shimane-ken Matsue-shi Mihonoseki-cho Mihonoseki 608. Die hier verehrten Kami (Gottheiten) sind Mihotsuhime no Mikoto und Kotoshironushi no Kami, bekannt als Ebisu-sama. Zu den wichtigsten Segnungen, die hier gesucht werden, gehören geschäftlicher Erfolg, Sicherheit auf See, glückliche Partnerschaften (Enmusubi) und akademischer Erfolg. Eine Besonderheit des Schreins ist seine Rolle als Hauptschrein (Sohonmiya) von über 3.000 sogenannten Ebisu-sha in ganz Japan. Er ist zudem als Gegenstück zum berühmten Izumo Taisha bekannt.
Ist ein Besuch des Izumo Taisha allein ein „Katamaire“? Das Geheimnis des unbekannten „Ryomaire“
Shimane ist berühmt für den Izumo Taisha, aber wussten Sie, dass der alleinige Besuch dieses Schreins als „Katamaire“ (einseitiger Besuch) bezeichnet wird? Der im Izumo Taisha verehrte Kami Okuninushi no Kami (Daikoku-sama) gilt als der „Vater“, während der im Mihonoseki Jinja verehrte Kami Kotoshironushi no Kami (Ebisu-sama) der „Sohn“ ist.
Es wird seit alters her überliefert, dass die Segnungen erst vollständig wirken und eine tiefere Kraft für glückliche Partnerschaften verliehen wird, wenn man beide Kami dieses Vater-Sohn-Paares im Rahmen eines „Ebisu-Daikoku Ryomaire“ (doppelter Besuch von Ebisu und Daikoku) besucht. Wenn der Izumo Taisha der „Beschützer des Westens“ ist, so ist der Mihonoseki Jinja der „Beschützer des Ostens“. Es heißt, dass durch den Besuch dieser beiden Schreine das Gleichgewicht von Yin und Yang auf der Halbinsel Shimane hergestellt wird – eine ultimative Route für Glück und Wohlstand.
Hinter den Kulissen des „Kuni-yuzuri“: Der Kami, der im Meer verschwand, und die Legende von „Aofushigaki“
Im Mihonoseki Jinja wird eine wichtige Episode aus dem Höhepunkt der japanischen Mythologie, dem „Kuni-yuzuri“ (der Übergabe des Landes), bewahrt.
Als die himmlischen Boten Okuninushi no Kami drängten, das Land abzutreten, antwortete dieser: „Fragt meinen Sohn Kotoshironushi no Kami.“ Zu dieser Zeit fischte Kotoshironushi no Kami im Meer von Mihonoseki.
Nachdem er die Worte der Boten gehört hatte, stimmte Kotoshironushi no Kami bereitwillig der Übergabe des Landes zu. Es wird erzählt, dass er daraufhin sein Boot in einen „Aofushigaki“ (blauer Reisigzaun) verwandelte und sich darin verbarg. Das „Aofushigaki Shinji“, eine Zeremonie, die diese Legende nachstellt, wird noch heute jedes Jahr im April als mystisches Ritual gepflegt.
Ist Ebisu-sama ein „Kami der Musik“? Die 846 geweihten Musikinstrumente
Beim Betreten der Haiden (Gebetshalle) des Mihonoseki Jinja überrascht die einzigartige Bauweise ohne Wände oder Decke. Dies wurde so konzipiert, dass die Geräusche der Wellen und des Windes von der Umgebung bis in das Schreingelände widerhallen können.
Tatsächlich hat Ebisu-sama eine überraschende Seite: Er liebt „Narumono“ (Musikinstrumente). Aus diesem Grund wurden seit alters her viele Instrumente geweiht, deren Zahl 846 erreicht. Diese sind als wichtige materielle Volkskulturgüter des Landes ausgewiesen und umfassen auch seltene Stücke wie die „älteste Spieluhr Japans“.
Auch heute noch werden täglich zweimal, morgens und abends, Tänze und Instrumentalmusik von Miko (Schreinjungfrauen) dargebracht, deren Klänge die Herzen der Besucher reinigen.
Der Zauber, der nur an Regentagen erscheint: Die Geschichte hinter der „Aoishidatami-dori“
Vor dem Schreinportal erstreckt sich die „Aoishidatami-dori“ (Blaue Steinstraße), die noch stark den Charme der Edo-Zeit bewahrt. Dieser Ort war einst ein florierender Anlaufhafen für Kitamaebune (historische Handelsschiffe), aber diese Straße birgt ein besonderes Geheimnis.
Normalerweise sieht sie aus wie eine gewöhnliche Steinstraße, doch wenn sie vom Regen benetzt wird, verfärben sich die Steine zu einem tiefen „Blau“ und verwandeln die Szenerie in eine fantastische Landschaft, als würde man unter dem Meer gehen. Auch an sonnigen Tagen ist es schön, aber die Einheimischen sind sich einig: „Mihonoseki ist an Regentagen am schönsten.“
Wallfahrtsinformationen: Mihonoseki in Anime und Manga
Der Mihonoseki Jinja und seine Umgebung haben als Schauplätze vieler Anime und Manga große Aufmerksamkeit erregt.
Zum Beispiel wird in dem Reise-Anime „Zatsutabi -That’s Journey-“ der Mihonoseki Jinja prominent in der 13. Reise „Izumo/Mihonoseki ~Shisho to Katamaire~“ thematisiert, wobei die Bedeutung des „Ryomaire“ (doppelter Schreinbesuch) ebenfalls zur Sprache kommt. Dies ist ein unverzichtbarer Wallfahrtsort für Fans, und in nahegelegenen Raststätten werden manchmal Nachbildungen der Originalzeichnungen ausgestellt. Ein weiteres Beispiel ist „Noragami ARAGOTO“, wo der Mihonoseki Jinja, aufgrund seiner Verbindung zur Figur „Ebisu“, von Fans als heiliger Ort verehrt wird. Des Weiteren zeigt „Shinohayu the dawn of age“, ein Ableger der Mahjong-Manga-Serie „Saki -Saki- Achiga-hen Episode of Side-A“, die Stadtlandschaft von Mihonoseki detailliert als Heimatort der Protagonistin Shizuki Mu. Besucher können hier die Szenen genau wie im Manga erleben, einschließlich des Torii (Shinto-Tors) des Mihonoseki Jinja und der Aoishidatami-dori.
Der Mihonoseki Jinja ist nicht nur ein Ort der Kraft, sondern ein äußerst dichter heiliger Ort, an dem Mythologie, Musik und moderne Popkultur zusammentreffen. Wenn Sie Izumo besuchen, machen Sie unbedingt einen Abstecher und erleben Sie das „Ryomaire“.
Verwandte Links und Referenzen
