Ein riesiger Felsen, der in der Luft schwebt!? Die Geheimnisse und Legenden, die in der ‚Ishi no Hoden‘ der Oshiko Jinja verborgen sind, einem der drei großen Wunder Japans.

In Takasago in der Präfektur Hyogo gibt es einen „Mystery Spot“, der auch für die moderne Wissenschaft und Geschichtsforschung noch viele Rätsel birgt. Es ist der Ooshiko jinja, dessen goshintai (heiliges Objekt) der Ishi no Hōden (Ishi no Hōden) ist, der als eines der Drei Großen Wunder Japans zählt.

Dieses Mal stellen wir Ihnen detailliert die geheimnisvollen Legenden und Hintergrundgeschichten vor, die sich um diesen jinja ranken, sowie Pilgerinformationen, die für Fans ein absolutes Highlight sind.

Basisinformationen
Standort: 171 Ooshiko, Amidacho, Takasago City, Hyogo Präfektur
Verehrte kami: Ookuninushi no kami, Sukunabikona no kami
Goshintai: Ishi no Hōden (eine riesige Steinstruktur)

Das Mysterium des auf dem Wasser schwimmenden „Ukiishi“

Das größte Highlight des Ooshiko jinja ist die riesige Steinstruktur „Ishi no Hōden“, die sich hinter dem Hauptschrein befindet. Sie ist etwa 5,7 Meter hoch, 6,4 Meter breit, 7,2 Meter tief und ihr geschätztes Gewicht beträgt sage und schreibe 500 Tonnen.

Das mysteriöseste an diesem Megalith ist, dass er in einem aus dem Fels gehauenen Teich liegt und aussieht, als würde er „auf der Wasseroberfläche schweben“. Aus diesem Grund wird er seit der Antike „Ukiishi“ (Ukiishi) oder „schwimmender Stein“ genannt. Obwohl er tatsächlich an seiner zentralen Basis mit dem Fels verbunden ist, wurde der umliegende Bereich so tief ausgehöhlt, dass je nach Blickwinkel die Illusion entsteht, er würde tatsächlich in der Luft schweben.

Noch mysteriöser ist, dass das Wasser dieses Teiches der Überlieferung zufolge „nie austrocknet, egal wie lange eine Dürre anhält“.

Von kami „über Nacht“ erschaffen? Eine erstaunliche Legende

Es ist unbekannt, wann, von wem und zu welchem Zweck dieser Megalith geschaffen wurde. Einer im jinja überlieferten Legende zufolge versuchten die beiden kami, Ookuninushi no kami und Sukunabikona no kami, einen „Steinpalast“ zur Herrschaft über das Land zu errichten und sollen diesen innerhalb einer einzigen Nacht so weit ausgehauen haben.

Doch während der Arbeit kam es zu einer Rebellion lokaler kami, und während diese niedergeschlagen wurde, brach der Morgen an. Daher soll der Palast in seiner heutigen unvollendeten Form zurückgeblieben sein.

Historische Aufzeichnungen belegen, dass das „Harima no Kuni Fudoki“ aus der frühen Nara-Zeit bereits eine Beschreibung enthält, die besagt, dass „Mononobe no Moriya es zur Zeit von Prinz Shotoku baute“, was seine Existenz an diesem Ort vor über 1300 Jahren beweist.

Eine „Hintergrundgeschichte“, die auch Siebold in Erstaunen versetzte

In der Edo-Zeit besuchte auch der deutsche Arzt Philipp Franz von Siebold, der sich in Dejima, Nagasaki aufhielt, diesen Ort auf seinem Weg nach Edo. Er war von der ungewöhnlichen Erscheinung dieses Megalithen überwältigt und hinterließ detaillierte Skizzen. Auch aus der damaligen westlichen Perspektive schien dieser „Ishi no Hōden“ ein äußerst interessantes Objekt zu sein, entweder als Beweis für Japans fortgeschrittene Steinmetzkunst oder als Erbe einer unbekannten Zivilisation.

Heute ist die vorherrschende Theorie, dass es sich aufgrund seiner Form, die „einem umgekippten Haus“ ähnelt, um ein unvollendetes riesiges Steinsarkophag (Grab) handeln könnte. Es gibt jedoch nicht wenige Fans, die eine eher Science-Fiction-artige Theorie vertreten, wonach es sich um eine „antike High-Tech-Vorrichtung“ handelte.

Pilgerinformationen: Der Schauplatz des beliebten Mangas „Yotsuba&!“

Der Ooshiko jinja ist auch als heiliger Pilgerort für den beliebten Manga „Yotsuba&!“ bekannt.

Aufgrund der Episode „Yotsuba und Kanagawa“ in Band 10, Kapitel 67 des Mangas (obwohl der Ort im Werk nicht explizit genannt wird, sind die Landschaftsbeschreibungen verblüffend ähnlich) und der Tatsache, dass der Autor Kiyohiko Azuma aus der Präfektur Hyogo stammt, ist unter Fans bekannt, dass der „Ishi no Hōden“ eines der Modelle dafür war.

Das überwältigende Gefühl der Größe, wenn man vor diesem riesigen Felsen steht, lässt einen wirklich das Gefühl erleben, in die Welt des Mangas eingetaucht zu sein.

Höhepunkte des Besuchs

Ein Pfad führt um den Megalithen herum, sodass Sie ihn komplett umrunden können. Wenn Sie außerdem den Gipfel des Hōdenzan-Berges hinter dem jinja erklimmen, können Sie nicht nur den Megalithen von oben betrachten, sondern erwartet Sie auch ein spektakulärer Panoramablick über die Stadt Takasago und das Harimanada-Meer.

Warum lassen Sie sich nicht vom antiken Geheimnis „Wer hat es gebaut, und wofür?“ faszinieren und spüren dabei die Kraft eines der Drei Großen Wunder Japans hautnah?

Weiterführende Links und Literaturhinweise
1. https://articles.mapple.net/bk/8406/?pg=2
2. https://www.himeji-kanko.jp/fc/article.php?eid=00075
3. https://www.ndsu.ac.jp/blog/article/index.php?c=blog_view&pk=1681382300c52cec1fc25c61291df17104b946eec8
4. https://note.com/ryoufuudou1972/n/n67ce42173ce9
5. https://hyogo-ch.jp/video/5541/
6. https://www.takasago-tavb.com/sightseeing/temple/ooshiko_shrine/
7. https://ameblo.jp/hirottam/entry-12093159828.html
8. https://kobecco.hpg.co.jp/9050/
9. https://www.hyogo-tourism.jp/spot/612
10. https://www.megalithmury.com/2020/08/ishinohouden.html
11. https://note.com/yanma_travel/n/n1fcc7c58b8f8

Von ando