Shirokane, ein Stadtteil im Bezirk Minato, Tokio, ist bekannt als Viertel der eleganten „Shiroganese“. Inmitten seiner ruhigen Wohngebiete thront die Shirokane Hikawa Jinja, die auf eine über 1300-jährige Geschichte zurückblickt. Begleiten Sie uns heute auf eine Reise, um die unbekannten Mysterien und Legenden dieses alten jinja zu lüften, der Sie den Trubel der Großstadt vergessen lässt.
Grundlegende Informationen
Standort: 2-1-7 Shirokane, Minato-ku, Tokio
Enshrined kami: Susanoo-no-mikoto, Yamato Takeru no Mikoto, Kushinadahime-no-mikoto
Anreise: Etwa 5 Gehminuten vom Bahnhof Shirokane-Takanawa (Tokyo Metro Namboku Linie und Toei Mita Linie)
Die älteste Geschichte im Bezirk Minato und die Spuren von Yamato Takeru
Die Gründung der Shirokane Hikawa Jinja wird erstaunlicherweise auf die Hakuhō-Ära (672-686 n. Chr.) datiert und gilt damit als die älteste jinja im Bezirk Minato.
Dieser Ort ist mit Legenden um Yamato Takeru, den Helden der japanischen Mythologie, verbunden. Es heißt, dass die Geschichte der jinja begann, als Yamato Takeru während seines Ostfeldzugs auf diesem Hügel stand und die Hikawa Jinja von Omiya, der Ichinomiya (Haupt-jinja) der Provinz Musashi, aus der Ferne verehrte (yohai). Die Episode, dass er an diesem Ort um einen Sieg betete, zeugt noch heute vom hohen Status dieser jinja.
Das Geheimnis des Ortsnamens „Shirokane“: Die Legende vom Shirokane Chōja
Kennen Sie den Ursprung des Ortsnamens „Shirokane“? Er ist tatsächlich eng mit dieser jinja verbunden.
In der Muromachi-Zeit gab es eine Person namens Yanagishita Kazusanosuke, die dieses Gebiet kultivierte. Da er eine große Menge Silber (shirokane) besaß, wurde er „Shirokane Chōja“ (der reiche Mann von Shirokane) genannt, und es heißt, dass dieser Name zum Ortsnamen wurde. Die Shirokane Hikawa Jinja hat als Sōchinju (Schutz-jinja) des Dorfes Shirokane, das von diesem reichen Mann gegründet wurde, seit alters her den Reichtum und Wohlstand dieses Landes bewacht.
Das Edo-Geheimnis: Eine der „Sieben Hikawa Jinja von Edo“
Während der Edo-Zeit gab es sieben Hikawa Jinja, die als „Edo Nana Hikawa“ bekannt waren und vom Shogunat besonders verehrt wurden. Die Shirokane Hikawa Jinja zählt zu diesen.
Interessanterweise liegen drei dieser jinja im Bezirk Minato – die Akasaka Hikawa Jinja, die Azabu Hikawa Jinja und die Shirokane Hikawa Jinja – fast in einer geraden Linie auf der Karte. War dies ein bloßer Zufall, oder handelte es sich um eine bewusste „kekkai“ (spirituelle Schutzbarriere), die die Stadt Edo schützen sollte? Für Geschichtsliebhaber ist es ein unwiderstehliches Geheimnis, diese Linie mit einer alten Karte in der Hand nachzuverfolgen.
Ein ungewöhnlicher Ort auf dem Gelände: die Kenmu Jinja
Links neben dem Honden (Hauptgebäude) befindet sich eine Massha (Neben-jinja) namens Kenmu Jinja. Hier sind 203 treue Gefolgsleute des südlichen Kaiserhofs (Yoshino-Hof) wie Kaiser Go-Daigo und Kusunoki Masashige enshrined.
Es ist äußerst selten, dass so viele Militärkommandanten des südlichen Kaiserhofs mitten in Tokio enshrined sind. Es heißt, dies rühre von der Verbindung her, dass der Yanagishita-Klan, der Shirokane kultivierte, ein Kokushi (Provinzgouverneur) des südlichen Kaiserhofs war. Dies macht die Kenmu Jinja zu einem versteckten Ort, der die stürmischen Wellen der Geschichte spürbar macht.
Anime-Pilgerreise: Die Verbindung zu „Sailor Moon“
Wenn man von Hikawa Jinja im Bezirk Minato spricht, denkt man oft an die weltberühmte Anime-Serie „Sailor Moon“, deren Schauplätze als „heilige Stätten“ gelten.
Obwohl die Modelle für die fiktive „Hikawa Jinja“, das Elternhaus von Sailor Mars (Rei Hino) in der Serie, die Azabu Hikawa Jinja und die Akasaka Hikawa Jinja im selben Bezirk Minato sind, wird die Shirokane Hikawa Jinja als eine der „Hikawa-sama von Minato“ ebenfalls häufig in die Pilgerrouten der Fans aufgenommen.
Besonders bekannt ist die Shirokane Hikawa Jinja auch dafür, dass sich auf ihrem Gelände Katzen zeigen, die als „Platinum Cats“ bezeichnet werden. Dies verleiht der jinja einen mysteriösen Reiz, der auf gewisse Weise mit der Welt von Sailor Moon, in der Katzen eine wichtige Rolle spielen, verbunden ist.
Moderne Heilung: „Platinum Cats“ und Goshuin
In jüngster Zeit sind die Katzen, die auf dem Gelände leben, als „Platinum Cats“ beliebt geworden, und niedliche, von Katzen inspirierte Goshuin (Stempelabdrücke) und Goshuincho (Notizbücher für Stempelabdrücke) erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit.
Mitten in der Stadt gelegen, doch sobald man das Gelände der Shirokane Hikawa Jinja betritt, wird man von einer Stille umhüllt, als sei die Zeit stehen geblieben. Wie wäre es, wenn Sie die jinja erkunden, wo sich Geschichte und Geheimnisse kreuzen, während Sie über die Legende des Shirokane Chōja nachdenken?
Referenzen
