Das Asahiokayama jinja in Yokote City, Präfektur Akita, ist bekannt als ein Ort, der inmitten einer stillen Schneelandschaft von einer überwältigenden, feurigen Atmosphäre umhüllt ist, die das Ende des Winters ankündigt. Dieses Mal tauchen wir tief in den Charme und die geheimnisvollen Legenden dieses jinja ein, die Geschichtsfans und Festivalbegeisterte gleichermaßen in ihren Bann ziehen.
Basisinformationen
Adresse: 123 Uwanibeta, Osawa, Yokote City, Präfektur Akita
Verehrte Kami: Ame-no-Oshihomimi-no-Mikoto, Ukanomitama-no-Okami und insgesamt sieben Kami
Gründung: Daito 2 (807 n. Chr.)
Hauptfest: Asahiokayama jinja Bonden Honosai (17. Februar)
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1. Von Sakagami Tamuramaro bis Minamoto no Yoshitsune! Der Kami des Sieges, den Krieger liebten
Die Geschichte des Asahiokayama jinja ist sehr alt. Es wird überliefert, dass sie in der frühen Heian-Zeit begann, als der Seii Taishogun (Oberbefehlshaber zur Befriedung der Barbaren), Sakagami Tamuramaro, auf seinem Feldzug in den Osten eine Verehrung durchführte.
Später besuchten auch Persönlichkeiten wie Minamoto no Yoshiie (Hachiman Taro), bekannt aus dem Späteren Dreijährigen Krieg, Fujiwara no Hidehira vom Oshu Fujiwara-Clan und sogar Minamoto no Yoshitsune und Musashibo Benkei das jinja, um für den Sieg in Schlachten und die Erfüllung von Wünschen zu beten. Es ist wahrlich ein unvergleichlicher Kraftort für alle, die Erfolg in Herausforderungen und Glück suchen.
2. Die Stille von Kamakura, die Dynamik von Bonden
Wenn man an Yokotes Winter denkt, ist „Kamakura“ (Schneehütten) berühmt. Doch für die Einheimischen bildet das „Bonden Honosai“ des Asahiokayama jinja den großen Abschluss.
Während Kamakura ein stilles Ritual ist, das dem Wasserkami gewidmet ist, ist Bonden pure Dynamik. Männer tragen dabei prunkvolle „Bonden“, die über 5 Meter hoch und mehr als 30 Kilogramm schwer sind, und strömen unter den Rufen „Joyasa! Joyasa!“ zum jinja.
3. Der Zusammenstoß am Nio-mon! Das Geheimnis von „Oniyosan“
Der Höhepunkt und zugleich das größte Geheimnis dieses Festes ist der Kampf am Nio-mon (bekannt als „Oniyosan“) entlang des Zugangswegs.
Die Gruppen, die das Tor zuerst durchquert haben, drängen und stoßen heftig, um den nachfolgenden Gruppen den Eintritt zu verwehren. Warum wird die Opfergabe behindert? Weil man glaubt, dass die Kami umso mehr Freude empfinden und das Glück des Jahres gewähren, je heftiger man sich stößt und drängt. Die Schneewolken und die Hitze der Männer hüllen das Schreingelände in eine solche Wucht, dass die Sicht weiß wird.
4. 1000 Jahre alte Bäume! Die Legende der „Sieben Zedern“
Entlang des Zugangswegs standen einst riesige Sugi-Bäume (Japanische Zedern), die als „Die Sieben Sugi des Asahiokayama jinja“ bekannt waren. Ihr Alter wird auf etwa 1000 Jahre geschätzt, und es existiert die Legende, dass Sakagami Tamuramaro sie gepflanzt hat.
Derzeit sind aufgrund von Blitzschlägen und Alterung nur noch drei Bäume erhalten, doch ihre überwältigende Präsenz ist immer noch spürbar. Sie sind als Naturdenkmal der Stadt Yokote ausgewiesen, und man kann die Lebenskraft dieser heiligen Bäume, die eine lange Geschichte miterlebt haben, hautnah spüren.
5. Das Werk von Unkei!? Das Geheimnis der verborgenen Schreinschätze
Im Hauptgebäude des jinja sind zwei Kami-Statuen aufgestellt, die vermutlich in der Muromachi-Zeit geschaffen wurden. Einer Theorie zufolge wird überliefert, dass diese das Werk des genialen buddhistischen Bildhauers „Unkei“ sind und sie sind als Wichtiges Kulturgut der Präfektur Akita ausgewiesen.
Da viele Dokumente durch einen Brand verloren gingen, bleibt die Wahrheit im Dunkel der Geschichte verborgen. Doch von den Statuen, die in einem strengen Schneeland sorgfältig bewahrt wurden, geht eine unbeschreibliche heilige Aura aus.
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Das Asahiokayama jinja ist nicht nur ein altes jinja. Es ist ein energiegeladener Ort, an dem die Leidenschaft der Menschen, die den strengen Winter überdauern und sehnsüchtig auf den Frühling warten, in Form von „Bonden“ explodiert.
Das Honosai im Februar ist natürlich ein Muss. Aber auch ein Spaziergang auf dem Zugangsweg in der Saison des frischen Grüns, mit Blick auf die 1000 Jahre alten Sugi-Bäume, ist sehr zu empfehlen. Spüren Sie die Spuren der Krieger, die die Stürme der Geschichte überstanden haben, direkt vor Ort!
Weiterführende Links und Referenzen
[1] Asahiokayama jinja (http://akita-jinjacho.sakura.ne.jp/tatsujinetc/kennsaku/yokote/003asahiokayama.html)
[2] Yokote no Bonden, Teil 2 – „colocal Corocal“ Lokales lernen, leben, reisen (https://colocal.jp/topics/think-japan/local-action/20140401_31111.html)
