Wir enthüllen das Geheimnis der Ichinomiya der Provinz Iki! Legenden und Mysterien, die im Amate Nagao Jinja verborgen sind.

Basisinformationen

Name: Amanagao Jinja (oder Amenotanagao Jinja)
Standort: 730 Tanaka Fure, Gonoura-cho, Iki-shi, Nagasaki-ken
Verehrte Kami: Amenoshihomimi no Mikoto, Amenotajikarao no Mikoto, Ameno-Uzume no Mikoto
Rang des Schreins: Ichi-no-miya der Provinz Iki (Hauptschrein), Myojin-Taisha (hochrangiger Schrein)

Das „Mysterium der Zuordnung“ um den Ichi-no-miya der Provinz Iki

Der Amanagao Jinja wird im „Engishiki Jinmyocho“ aus der Heian-Zeit als „Myojin-Taisha“, der höchsten Kategorie, erwähnt und gilt als Ichi-no-miya (der angesehenste Shinto-Schrein in dieser Region) der Provinz Iki. Doch hinter der Frage, ob dieser Schrein „wirklich“ der Ichi-no-miya ist, verbirgt sich ein historisches Mysterium.

Während der mongolischen Invasionen (Genko) im Mittelalter wurden die Schreine auf Iki verwüstet, und der genaue Standort des Ichi-no-miya geriet in Vergessenheit. Im Jahr 1676, während der Edo-Zeit, besuchte der Kokugakusha (Gelehrte der japanischen Klassiker) Tachibana Mitsuyoshi, im Auftrag des Hirado-Han, die Region für eine Untersuchung. Er stützte sich auf den Klang des Ortsnamens „Tanagao“, den er von einer älteren Frau hörte, und entdeckte inmitten eines Bambushains das heutige Schreingelände. Jüngste Forschungen legen nahe, dass der Ko Jinja, der sich an einem anderen Ort befindet, der ursprüngliche Ichi-no-miya gewesen sein könnte. Unter Geschichtsfans ist er daher als ein „rätselhafter Ichi-no-miya“ bekannt, über den bis heute debattiert wird.

Der Ursprung des Namens „Amate Naga“ und die Legende der Kaiserin Jingu

Hinter dem faszinierenden Namen „Amate Naga“ verbirgt sich eine heldenhafte Legende, die mit Kaiserin Jingu verbunden ist.

Der Überlieferung nach, als Kaiserin Jingu zur Eroberung der drei Königreiche Koreas (Sankan Seibatsu) aufbrach, befestigten die Kami von Munakata eine rot-weiße Flagge an einer langen Fahnenstange namens „Mitenaga“ und schwangen diese, um die Feinde zu verwirren. Es wird gesagt, dass das Aufstellen dieser Fahnenstange an diesem Ort nach der Schlacht der Ursprung des Schreinnamens „Amanagao“ ist. Er bedeutet nicht einfach nur „Mann mit langen Händen“, sondern symbolisiert die heilige Fahnenstange, die zum Sieg führte.

Eine romantische Anekdote: Die jährliche „Tanabata-Legende“

In unmittelbarer Nähe des Amanagao Jinja befand sich einst der Amate Nagahime Jinja, ein Schrein, der eine Göttin verehrte.

In der lokalen Folklore existiert die romantische Geschichte, dass ein männlicher Kami und eine weibliche Kami, getrennt durch den Fluss, der zwischen den beiden Schreinen floss, sich einmal im Jahr in der Nacht des Tanabata zu einem Stelldichein trafen. Heute werden die Kami des Hime Jinja ebenfalls im Amanagao Jinja gemeinsam verehrt (gasshi). Da die beiden zuvor getrennten Gottheiten nun am selben Ort zusammenleben, wird der Schrein als Kraftort für wirksame Segnungen in Bezug auf „Enmusubi“ (Partnervermittlung/Beziehungsknüpfung) und „Fufu Enman“ (eheliche Harmonie) beachtet.

Kopfstehende Komainu und eine der ältesten Steinbuddha-Statuen Japans

Auf dem Schreingelände und in dessen Umgebung finden sich interessante Sehenswürdigkeiten, die nur aufmerksamen Besuchern auffallen.

Kopfstehende Komainu: Am ehemaligen Standort des Amate Nagahime Jinja, dessen Kami nun im Amanagao Jinja verehrt werden, befindet sich ein Komainu (Wächterlöwenhund) in einer ungewöhnlichen Haltung, der auf dem Hut einer Steinlaterne „kopfsteht“. Der Grund für diese Position ist unbekannt, aber sein humorvolles Erscheinungsbild macht ihn zu einem versteckten Fotomotiv.
Steinbuddha als wichtiges Kulturgut: Auf dem Schreingelände wurde eine „sitzende Steinfigur des Maitreya Buddha“ (Ishizo Miroku Nyorai Zazo) mit einer Inschrift aus dem Jahr Enkyu 2 (1070) der Heian-Zeit ausgegraben. Sie gilt als die drittälteste Steinbuddha-Statue Japans und ist heute im Nationalmuseum Nara hinterlegt. Sie ist ein wertvoller Beweis dafür, wie alt dieser Ort bereits als heilige Stätte ist.

Wissenswertes für Ihren Besuch

Die 137 steilen Steinstufen, die zum Hauptschrein führen, sind moosbewachsen und verströmen eine sehr mystische Atmosphäre. Der Gipfel des Berges Hachigata, den man nach dem Aufstieg erreicht, soll der Ort sein, an dem Kaiserin Jingu einst ihren Helm darbrachte und für den Sieg betete. Das von Stille umgebene Schreingelände ist von einer klaren, erhabenen Atmosphäre erfüllt, die Iki als „Insel der Kami“ wahrhaftig symbolisiert.

Von ando