Die Chō Jinja (Tsuki Jinja), in Urawa-ku, Saitama-shi, Präfektur Saitama, gelegen, ist bei den Einheimischen liebevoll als „Tsuki-no-miya-sama“ bekannt. Doch sobald man das Gelände betritt, wird man von einem Anblick überrascht, den man in anderen jinja kaum je zu Gesicht bekommt. Diesmal möchten wir Ihnen den tiefgreifenden Charme dieses Schreins näherbringen, von seiner Geschichte und seinen Mysterien bis hin zu seiner Rolle als „heiliger Ort“ in einem Anime.
Grundlegende Informationen zur Chō Jinja
Standort: 3-17-25 Kishicho, Urawa-ku, Saitama-shi, Saitama.
Verehrte Gottheiten (gosaijin): Amaterasu Ōmikami, Toyouke-hime-no-Mikoto, Susanoo-no-Mikoto.
Gründung: In der Ära des 10. Kaisers Sujin (Überlieferung).
Ein Schrein, der von „Hasen“ anstelle von Komainu bewacht wird
Das Erste, was Besucher der Chō Jinja überrascht, ist die Tatsache, dass sie am Eingang nicht von Komainu (Wächterhunden), sondern von „Hasen“ begrüßt werden. Überall auf dem Schreingelände sind Hasen zu finden: an der Wasserstelle zur Reinigung (chōzuya), am Brunnen im Teich und sogar als Schnitzereien am Hauptgebäude (shaden).
Warum Hasen? Das liegt daran, dass der Schreinname „Chō“ (調) die gleiche Lesung „tsuki“ hat wie das Wort für „Mond“ (月). Im Mittelalter, als sich der Schrein mit dem Tsukimachi Shinkō (dem Glauben an die Verehrung des Mondes) verband, wurden Hasen, die als Boten des Mondes gelten, zum Symbol des Schreins. Heute ist er als spiritueller Ort bekannt, der „Glück anzieht“ (tsuki o yobu), und die Zahl der Besucher, die sich Glück im Wettkampf oder finanziellen Erfolg wünschen, reißt nicht ab.
Rätsel und Legenden: Die „Sieben Wunder“ der Chō Jinja
Dieser jinja birgt die seit der Antike überlieferten „Sieben Wunder“. Wir möchten Ihnen die bekanntesten vorstellen.
1. Kein Torii:
Das größte Mysterium ist das Fehlen eines Torii am Eingang des Schreins. Dies hat einen historischen Grund: Einst befand sich dieser Schrein inmitten einer Lagerhausgruppe, in der die Tribute (chōmotsu/mitsugimono) gelagert wurden, die dem Ise Jingū dargebracht werden sollten. Es wird überliefert, dass ein Torii nicht errichtet wurde, weil es die großen Prozessionen und Karren, die die Tribute transportierten, behindert hätte.
2. Keine Kiefern:
Auf dem gesamten Schreingelände steht kein einziger Kiefernbaum. Einer Legende zufolge soll die ältere Gottheit Amaterasu Ōmikami, die auf die Rückkehr ihres jüngeren Bruders Susanoo-no-Mikoto wartete, gesagt haben: „Ich mag es nicht mehr zu warten (matsu, klingt wie „Kiefer“).“ Eine andere einzigartige Theorie besagt, dass die Gottheiten, die zur Hikawa Jinja in Ōmiya gereist waren, nicht zurückkehrten und man des Wartens überdrüssig wurde.
3. Die Fische im Mitarashi-ike (Reinigungsteich) werden einäugig:
Es gibt eine mysteriöse Legende, dass Fische, die in den Teich auf dem Schreingelände gesetzt werden, irgendwann ein Auge verlieren.
4. Keine Mücken:
Früher hieß es, dass es auf dem Gelände der Chō Jinja keine Mücken gäbe.
Es werden auch weitere Wunder wie „Vögel singen nicht“ und „kein Bambus wächst“ überliefert, die die alte Mystik bis heute bewahren.
Der Stolz von Urawa! Ein Gott des Sieges
Aufgrund des Namens „Chō (tsuki) = Glück (tsuki)“ ist der Schrein auch dafür bekannt, dass die J.League-Mannschaft „Urawa Reds“, die ihren Sitz in Urawa hat, jedes Jahr hierherkommt, um für den Sieg zu beten. Der Anblick der Spieler beim Beten ist ein charakteristisches Merkmal von Urawa und macht den Schrein zu einem heiligen Ort für Menschen, die bei wichtigen Wettkämpfen, Sportveranstaltungen oder Prüfungen „Glück anziehen“ möchten.
Anime-Pilgerreise: „Urawa no Usagi-chan“
Die Chō Jinja ist auch als heiliger Ort für den lokalen Anime „Urawa no Usagi-chan“, der in Urawa spielt, und dessen zweite Staffel „Musashino!“ bekannt.
Der Titel des Werks selbst leitet sich vom Schrein ab, und die Namen aller Charaktere, einschließlich der Hauptfigur „Usagi Takasago“, stammen von Ortsnamen in Urawa. Das Schreingelände und die Hasen-Steinstatuen sind im Anime detailgetreu dargestellt, was ihn zu einem unverzichtbaren Pilgerort für Fans macht.
Besuchertipps
Wenn Sie die Chō Jinja besuchen, schauen Sie sich unbedingt das „Hasen-Goshuin-chō“ (Stempelbuch) und die „Usagi Omamori“ (Hasen-Glücksbringer) an. Besonders die niedlichen Hasen-Glücksbringer sind bei Frauen und Prüfungskandidaten sehr beliebt.
Die ungewöhnliche Abwesenheit eines Torii und die Hasen, die überall auf dem Gelände wachend ihre Augen aufschlagen. Die Chō Jinja ist ein besonderer Ort voller „Glück“ (tsuki), an dem historische Bedeutung und mysteriöse Legenden koexistieren. Wenn Sie Urawa besuchen, spüren Sie unbedingt diese mystische Atmosphäre.
Verwandte Links / Referenzen
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