Amekugu (Amekugu jinja) befindet sich verborgen und doch kraftvoll am Hang des Tomari-Plateaus in Naha City, Okinawa Präfektur. Dieser jinja, der seit der Zeit des Ryukyu Königreichs als einer der „Ryukyu Hachisha“ (Acht Schreine Ryukyus) tiefe Verehrung von der königlichen Regierung erfahren hat, hüllt den Besucher beim Betreten in eine wundersame Stille, die den Lärm der Stadt vergessen lässt, und in eine geheimnisvolle Atmosphäre, in der alte Mythen lebendig werden.
Grundlegende Informationen zum Amekugu jinja
Das Amekugu jinja ist ein jinja in Tomari, Naha City. Seine Gründung wird der Chenghua-Ära (1465-1487) zugeschrieben, und es zählt als das fünfte der „Ryukyu Hachisha“, die zum Schutz des Ryukyu Königreichs eingerichtet wurden.
Als enshriniert werden die drei Kumano kami: Izanami-no-mikoto, Hayatamao-no-mikoto und Kotosawo-no-mikoto. Es hat auch eine starke Seite als „utaki“, eine einzigartige Glaubensform Okinawas, und ist lokal als „Ameku Gongen“ bekannt.
Legende: Die „geheimnisvolle Schönheit“ mit goldenem Licht und das Mysterium der Höhle
Um die Gründung des Amekugu jinja rankt sich eine sehr fantastische Legende.
Einst traf ein Mann namens Mekaru aus dieser Gegend im Ameku-Wald eine wunderschöne Frau. Sie erschien aus dem Nichts und verschwand in einer Höhle im Wald. Als Mekaru, neugierig geworden, in die Höhle blickte, soll diese von goldenem Licht erfüllt gewesen sein.
Als der hochrangige Mönch Sonkei von dieser Geschichte hörte und Gebete darbrachte, erhielt er aus der Höhle ein Orakel: „Ich bin Kumano Gongen. Errichte hier einen Schrein.“ Dies gilt als der Ursprung des Amekugu jinja. Die Höhle auf dem Schreingelände wird auch heute noch als heiliger Ort, an dem die kami herabstiegen, sorgfältig bewahrt, und ihre mystische Ausstrahlung überwältigt die Besucher.
Mysterium: Die eigenartige „dreigeschossige“ Architektur am Felsabhang
Was Besucher des Amekugu jinja überrascht, ist seine einzigartige Architektur. Da es an einem steilen Hang gebaut ist, wirkt es von oben wie ein eingeschossiges Gebäude, hat aber tatsächlich eine dreigeschossige Struktur, die in den Untergrund führt.
Obergeschoss: Hier befindet sich die Haiden (Gebetshalle), der Ort für allgemeine Gebete und Verehrung.
Mittel- und Untergeschoss: Treppen führen unter den Felsabhang, wo sich Schreine befinden, die Benzaiten und den Ryujin (Drachengott) verehren, sowie die Höhle (utaki), die Schauplatz der Legende ist.
Dieser Stil der Verehrung, bei dem man „in den Untergrund hinabsteigt“, erweckt das Gefühl, als würde man eine andere Welt betreten. Besonders der Bereich im untersten Stockwerk, der dem Ryujin gewidmet ist, strahlt eine kühle Atmosphäre aus und ist ein spiritueller Ort (Power Spot), an dem man die tief verwurzelte Naturverehrung Okinawas hautnah spüren kann.
Hintergrund: Ein „Schrein der Wiedergeburt“, der den Krieg überstand
Das Amekugu jinja erlitt die Tragödie, dass alle seine Gebäude im Zweiten Weltkrieg (Okinawa-Schlacht) niederbrannten. Nach dem Krieg stand es zeitweise unter der Verwaltung der US-Armee, und es gab eine Zeit, in der Besuche kaum möglich waren. Doch durch den starken Wunsch und den Einsatz der Anwohner wurde es wiederaufgebaut.
Die heutigen Schreingebäude bestehen zwar aus Beton, doch die Felsformationen und Höhlen, die als Fundament dienen, sind seit Hunderten, ja Tausenden von Jahren unverändert dort. Auch wenn sich die Form geändert hat, bewahrt dieser Ort die Erinnerung an das Land und kann als Symbol für den unbezwingbaren Geist der Menschen Okinawas angesehen werden.
Tipps für den Besuch: Führung durch den Ryujin und den Goshuin
Wenn Sie das Amekugu jinja besuchen, gehen Sie nicht nur zur Haiden, sondern steigen Sie unbedingt auch zu den Schreinen im unteren Stockwerk hinab, wo sich der Gongen-do und der Ryujin befinden. Besonders der Ryujin, als kami des Wassers und der Fruchtbarkeit, zieht in den letzten Jahren immer mehr Besucher an, die sich Glück im Geld und allgemeines Glück wünschen.
Beliebt ist auch die „Goshuin-Pilgerreise“, bei der man die Ryukyu Hachisha besucht. Der Goshuin des Amekugu jinja wird oft mit kräftigen Schriftzeichen und einem Design aus typisch okinawanischen roten Dachziegeln oder einem Drachen versehen und ist sicherlich eine wunderbare Erinnerung an Ihre Reise.
Mitten in Naha gelegen, beherbergt das Amekugu jinja in seiner Höhle unter dem Felsabhang die kami. Es ist ein einzigartiger heiliger Ort in Okinawa, wo sich das Mysterium der verschwundenen legendären Schönheit mit der reinen Energie des Ryujin überschneidet.
Weiterführende Links und Referenzen
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