Die Kaiseizan Daijingu (Kaiseiyama Oojinguu) jinja, gelegen in Koriyama City, Präfektur Fukushima, ist liebevoll als „O-Ise-sama des Tohoku“ bekannt und ist ein Heiligtum, das zum Hatsumode (Neujahrsbesuch) die meisten Besucher in der Präfektur anzieht. Doch hinter der tiefen Verehrung, die diese jinja genießt, verbergen sich die turbulente Zeit der Meiji-Restauration und der unbeugsame Geist der Menschen.
Grundlegende Informationen
Ort: 3-1-38 Kaisei, Koriyama City, Präfektur Fukushima
Verehrte Gottheiten (kami): Amaterasu Omikami, Toyouke Omikami, Kaiser Jinmu
Gründung: Meiji 9 (1876)
Göttlicher Segen: Nationaler Frieden und Sicherheit, geschäftlicher Erfolg, Abwehr von Unglück, Glück, und mehr.
Das „Wunder des Bunrei“, geboren aus einem Nationalprojekt der Meiji-Zeit
Das größte Merkmal der Kaiseizan Daijingu jinja ist, dass sie ein Bunrei (einen geteilten Geist einer kami, also einer Shinto-Gottheit) vom Ise Jingu beherbergt. Tatsächlich war die Entgegennahme eines Bunrei vom Ise Jingu zu jener Zeit äußerst ungewöhnlich.
Im frühen Meiji-Zeitalter war die Asaka-Wildnis (Asaka Genya), einschließlich Koriyama, ein karges Land mit wenig Wasser. Als geistige Stütze für die Pioniere, die sich dem nationalen Projekt „Asaka Kaitaku“ (Asaka-Landerschließungsprojekt) widmeten, um dieses Land zu kultivieren, wurde mit starker Unterstützung der Meiji-Regierung ein spezielles Bunrei vom Ise Jingu gewährt. Das bedeutet, diese jinja ist nicht nur ein Ort der Anbetung, sondern besitzt einen historischen Hintergrund: Sie wurde als „Leuchtfeuer der Hoffnung“ errichtet, das Japans Modernisierung symbolisiert.
Legenden und Episoden: Eine der ältesten Somei Yoshino Kirschbäume Japans
Zusammen mit dem Kaiseizan-Park, der sich neben der jinja erstreckt, ist dieser Ort auch als berühmter Kirschblütenort bekannt. Tatsächlich wurden die hier gepflanzten Somei Yoshino Kirschbäume von den Pionieren im Meiji-Jahr 11 (1878) gesetzt und gehören zu den „ältesten Somei Yoshino Kirschbäumen Japans“.
Damals pflanzten die Pioniere, die harte Arbeit leisteten, die Setzlinge in der Hoffnung, dass dieses Land eines Tages in voller Kirschblütenpracht stehen würde. Die wunderschönen Kirschbaumalleen, die wir heute sehen, sind eine Verkörperung der „Gebete für die Zukunft“ der Menschen aus jener Zeit.
Geheimnisse und Hintergrundgeschichten: Eine tiefe Verbindung zum Ise Jingu
Die Haupthalle (shaden) der Kaiseizan Daijingu jinja ist im gleichen architektonischen Stil des „Shinmei-zukuri“ wie das Ise Jingu gebaut. Darüber hinaus werden während des „Shikinen Sengu“ (zeremonieller Neubau) des Ise Jingu, das alle 20 Jahre stattfindet, manchmal alte Hölzer, die tatsächlich im Ise Jingu verwendet wurden, übernommen und für Reparaturen der Haupthalle oder den Bau von torii Toren eingesetzt.
Wenn Sie bei Ihrem Besuch ein torii Tor oder die Haupthalle berühren, könnte es sich um Holz handeln, das einst die kami im Ise Jingu geschützt hat. Es ist dieser tiefen Verbindung zu verdanken, dass Sie die Atmosphäre von Ise hautnah erleben können, selbst wenn Sie sich in Tohoku befinden.
Pilgerstätten-Information: Der Anime „Gakuen Babysitters“
Die Kaiseizan Daijingu jinja und ihre Umgebung (Kaiseizan Park) sind als eines der Modelle für den Schauplatz des beliebten Anime „Gakuen Babysitters“ bekannt. Im Werk gibt es Szenen, die an die Parklandschaft und die feierliche Atmosphäre der jinja erinnern, weshalb sie unter Fans liebevoll als „heiliger Ort“ (seichi) verehrt wird. Besonders zur Kirschblütenzeit kommen viele Fans, um eine wunderschöne Kulisse zu finden, die an eine Szene aus dem Anime erinnert.
Höhepunkte für Ihren Besuch
Auf dem Schreingelände (keidai) befinden sich auch die Kaiseizan Tenmangu jinja, die den Verdiensten des Asaka Kaitaku-Projekts gewidmet ist, sowie die Inari Jinja für geschäftlichen Erfolg. Nach dem Besuch des Hauptschreins (honden) sollten Sie unbedingt auch die umliegenden Hilfs- und Nebenschreine (setsumatsusha) erkunden. Sie werden dort sicherlich den Schweiß der Pioniere und die Kraft der kami spüren können, die sie unterstützten.
Die „O-Ise-sama des Tohoku“ hat die Entwicklung Koriyamas stets begleitet. Wenn Sie diese Geschichte kennen, wird jeder Schritt auf dem Weg zur Gebetshalle (haiden) noch bedeutsamer.
Verwandte Links und Referenzen
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