Die Nogi Jinja (Nogi-Schrein), die in Nogi-machi, der südlichsten Stadt der Präfektur Tochigi, liegt. Dieser alte Schrein, der auf eine rund 1600-jährige Geschichte zurückblickt, empfängt Besucher beim Betreten mit einer friedlichen Atmosphäre, die den Lärm der Stadt vergessen lässt. Dieses Mal präsentieren wir Ihnen unbekannte Geschichten und Mysterien der Nogi Jinja, die nicht nur von Einheimischen geliebt wird, sondern auch Pilger aus der Ferne anzieht, sowie Pilgerreise-Informationen für Anime-Fans, die man nicht verpassen sollte.
Basisinformationen zur Nogi Jinja
Standort: Nogi 2404, Nogi-machi, Shimotsuga-gun, Präfektur Tochigi
Verehrte Gottheit: Kotoshiro-nushi no Mikoto
Segen: Geschäftserfolg, Schutz vor Unglück, sichere Geburt, Kindererziehung, Verkehrssicherheit und mehr
Die Nogi Jinja soll ihren Ursprung in der Zeit von Kaiser Nintoku haben, als der Kuninomiyatsuko von Shimotsuke (regionale Verwalter) Kotoshiro-nushi no Mikoto (auch bekannt als Ebisu-sama) vom Berg Katsuragi in Nara hierher einlud. Es ist ein sehr ehrwürdiger Schrein, über den die Legende besagt, dass Sakanoe no Tamuramaro auf seinem Feldzug gegen die Emishi hier für den Sieg betete und die Schreingebäude wiederaufbaute.
Legenden und Mysterien: Der „Milch-Ginkgo“, der Mütterwünsche erfüllt
Die markanteste Erscheinung auf dem Gelände der Nogi Jinja ist ein riesiger Ginkgo-Baum, der stolze 1200 Jahre alt und etwa 30 Meter hoch ist. Um diesen Baum rankt sich eine wundersame Legende, die ihn als „Chichi no Icho“ (Milch-Ginkgo) bekannt gemacht hat.
Der Überlieferung nach betete einst eine Mutter, die unter Milchmangel litt, zu diesem Ginkgo, woraufhin ihre Milch zu fließen begann. Noch heute wird er als Schutzgotheit für eine sichere Geburt und die Kindererziehung verehrt. Vom Baumstamm hängen zahlreiche brustähnliche Auswüchse herab, die als „Kikon“ (Luftwurzeln) bezeichnet werden und deren Anblick ein wahres Symbol der Lebenskraft ist. Gläubige, die sich Kindersegen oder eine gesunde Entwicklung wünschen, berühren diese Kikon oder sprechen Gebete, und es gibt immer wieder neue Pilger, die dafür hierherkommen.
Botschafter des Glücks: Die Ankunft des Aobazuku (Uhu-Kauz)
Ein weiteres besonderes Merkmal der Nogi Jinja ist, dass jedes Jahr von Mai bis Juli der Zugvogel „Aobazuku“ (eine Art Kauz) seine Nester in den riesigen Bäumen auf dem Schreingelände baut.
Seit alters her gelten Eulen als Glücksvögel, da ihre japanische Bezeichnung „Fukurō“ an „fukurō“ (keine Schwierigkeiten) oder „fukurō“ (wohlhabendes Alter) erinnert. In der Nogi Jinja wird das Aufziehen und Ausfliegen der Aobazuku-Küken aufmerksam beobachtet, und in dieser Zeit wimmelt es von vielen Besuchern mit Kameras. Als Schrein, der Eulen beherbergt, sind bezaubernde Eulenmotive auch in den Juyohin (Glücksbringern und Goshuin-Siegeln) zu finden, was sie zu einem Geheimtipp macht.
Hinter den Kulissen des „Nogi no Himatsuri“ (Feuerfest von Nogi)
Das „Nogi no Himatsuri“ (Feuerfest von Nogi), das jährlich am 4. Dezember stattfindet, ist ein sehr seltenes Shinto-Ritual. Es soll die Rückkehr einer Götterstatue, die im Anwesen des Koga Kubo (Ashikaga-Klan) verehrt wurde, zur Nogi Jinja nachstellen.
Der Anblick, wie junge Männer unter dem kalten Himmel riesige Fackeln tragen und heftig aneinanderstoßen, ist beeindruckend, doch hinter diesem Fest steckt die tiefe Verehrung der Anwohner, die „die Kami warm willkommen heißen“ wollen. Es wird geglaubt, dass man, wenn man diesem Feuer ausgesetzt ist, ein Jahr lang frei von Krankheit und Unglück bleibt.
Heilige Pilgerstätte: Als Schauplatz des Anime „Yowamushi Pedal“
Für Anime-Fans ist die Nogi Jinja auch ein besonderer Ort. Im beliebten Fahrrad-Renn-Anime „Yowamushi Pedal“ taucht Nogi-machi als Strecke für das Inter-High-Rennen auf.
Besonders in der dritten Staffel des Anime, „Yowamushi Pedal NEW GENERATION“, liegt die Nogi Jinja entlang der Strecke des ersten Inter-High-Renntages, der in der Präfektur Tochigi angesiedelt ist, und wird von Fans als eine der „heiligen Stätten“ anerkannt. Die Umgebung der Jinja ist ein Ort, an dem man die Straßen nachempfinden kann, auf denen die Protagonisten, Sakamichi Onoda und seine Freunde, erbitterte Kämpfe lieferten, und viele Besucher kommen mit dem Rennrad.
Zum Abschluss Ihres Besuchs
Die Nogi Jinja ist ein wundersamer Ort, an dem historische Bedeutsamkeit und die Wärme der Natur, verkörpert durch Eulen und Ginkgo-Bäume, harmonisch koexistieren. Dieser Ort, der sowohl die Stärke als Kami des Wettbewerbs als auch die Sanftheit besitzt, die über Mütter und Kinder wacht, beruhigt und ordnet die Herzen seiner Besucher.
Wenn Sie Tochigi besuchen, sollten Sie unbedingt der Nogi Jinja einen Besuch abstatten und unter dem 1200 Jahre alten Ginkgo-Baum dem Ruf der Eulen lauschen.
Weiterführende Links / Referenzen
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