Entdecken Sie die Geheimnisse und Reize des Inage Sengen Jinja, eines alten Jinja am Meer mit Blick auf den Fuji.

Grundlegende Informationen

Name: Inage Sengen jinja (Inage Sengen Schrein)
Standort: 1-15-10 Inage, Inage-ku, Chiba-shi, Chiba-ken
Verehrte Kami: Konohanasakuyabime no Mikoto, Ninigi no Mikoto, Sarutahiko no Mikoto
Gründung: Daido 3 (808 n. Chr.)
Göttliche Segnungen: Sichere Geburt, Kindererziehung, Schutz vor Feuer, Abwehr von Unglück, Verkehrssicherheit

Geschichte und Ursprung: 1200 Jahre Geschichte, Gebete von Minamoto no Yoritomo

Der Inage Sengen jinja ist ein alter Schrein, der der Überlieferung nach im frühen Heian-Zeit im Jahr Daido 3 (808 n. Chr.) gegründet wurde, indem ein go-bunrei (ein geteilter Geist) vom Fujisan Hongu Sengen Taisha hierher übertragen wurde. Es gibt Aufzeichnungen, dass Minamoto no Yoritomo in der Kamakura-Zeit Boten entsandte, um für den dauerhaften Erfolg seiner militärischen Unternehmungen zu beten. Auch der einflussreiche Chiba-Klan, der Chiba regierte, schenkte dem Schrein über Generationen hinweg tiefe Verehrung.

Auf dem Schreingelände sind an vielen Stellen das „Kuyo-mon“ (Neun-Sterne-Wappen) zu sehen, das Wappen des Chiba-Klans, was die Geschichte der tiefen Verehrung dieses Ortes durch die Samurai seit alters her bezeugt.

Episoden, Legenden, Mysterien

1. Gab es einst ein torii im Meer?

Der heutige Inage Sengen jinja liegt auf einer Anhöhe entlang der Nationalstraße 14, doch einst reichte das Meer bis unmittelbar vor diese Straße. Vor der Landgewinnung in den 1950er Jahren stand das erste torii tatsächlich „im Meer“.

Man sagt, Pilger fuhren mit Booten durch das im Meer stehende torii, gingen dort an Land und bestiegen den sando (Zugangsweg zum Schrein). Das rote torii, das heute einsam auf der gegenüberliegenden Seite der Nationalstraße 14 steht, ist ein wertvolles Relikt, das darauf hinweist, dass dort einst das Meer war.

2. Das Schreingelände selbst ahmt den Berg Fuji nach

Als das Hauptgebäude des Schreins im Jahr 1187 wiederaufgebaut wurde, wurde das Gelände in Form des Berges Fuji aufgeschüttet, und die sando (Schreinzufahrtswege) wurden nach dem Vorbild der Fuji-Bergpfade in drei Richtungen angelegt.

Darüber hinaus ist das Hauptgebäude des Schreins so gebaut, dass es direkt dem „echten Berg Fuji“ über die Bucht von Tokio hinweg zugewandt ist. An schönen Tagen kann man den majestätischen Berg Fuji über einen Kiefernwald hinweg sehen, der noch Spuren der ehemaligen Küstenlinie trägt. Es war wahrlich einer der „heiligen Orte des Fuji-Kultes, der Edo am nächsten lag“.

3. Der „unerklärliche Brand“ von 1964

Obwohl dieser Schrein auf eine über 1200-jährige Geschichte zurückblickt, wurde das heutige Hauptgebäude erst im Jahr Showa 41 (1966) wiederaufgebaut. Tatsächlich wurde im September Showa 39 (1964) das wertvolle alte Hauptgebäude, das seit der Bunji-Ära (Kamakura-Zeit) existierte, durch einen Brand unbekannter Ursache vollständig zerstört.

Die Wahrheit hinter diesem Brand ist bis heute von Geheimnissen umhüllt. Doch dank des Eifers der ujiko (Gemeindemitglieder) und der Anwohner wurde der Schrein innerhalb von nur zwei Jahren wiederaufgebaut und erhielt seine heutige göttliche Erscheinung zurück.

Anime Pilgerstätte-Information: Als Kulisse für ‚Oregairu‘

Der Inage Sengen jinja ist bekannt als ein wichtiger seichi (Pilgerstätte) des beliebten Anime ‚Yahari Ore no Seishun Love Comedy wa Machigatteiru.‘ (kurz: ‚Oregairu‘).
Auftrittsszenen: In Episode 10 der zweiten Staffel (‚Zoku‘) und anderen Episoden diente der Schrein als Vorbild für die Szenen, in denen die Hauptcharaktere Hachiman Hikigaya, Yukino Yukinoshita, Yui Yuigahama und Komachi zum Hatsumode (dem ersten Schreinbesuch im neuen Jahr) kamen.
Besondere Orte: Im Anime sind der sando (Schreinzugangsweg) vom Bahnhof Keisei Inage zum Schrein, die rote Brücke auf dem Gelände und die haiden (Gebetshalle) sehr detailgetreu dargestellt. Besonders zur Zeit des Hatsumode besuchen viele Fans den Schrein, auf der Suche nach den gleichen Landschaften wie im Werk.

Feste und Höhepunkte

Das jährlich am 14. und 15. Juli stattfindende „Reitaisai“ (Sengen Matsuri, das Sengen-Fest) ist eines der größten und lebhaftesten Feste in der Stadt Chiba. Als Kami für sichere Geburt und Kindererziehung ist die „Chigo Gyoretsu“ (Kinderprozession), bei der Kinder im Alter von 1 bis 7 Jahren in traditionellen Gewändern den Schrein besuchen, ein herzerwärmender Anblick, der nur diesem Schrein eigen ist.

Darüber hinaus ist der „Kiefernwald von Inage“ auf dem Schreingelände als Naturdenkmal der Stadt Chiba ausgewiesen und bewahrt die Erinnerung an die einst malerische Küstenlinie. Dieser Schrein ist ein repräsentativer „Power Spot“ in Chiba, den jeder besuchen sollte, ob Geschichtsliebhaber, Anime-Fan oder einfach jemand, der Trost und Erholung sucht.

Von ando