Asakakunitsuko Jinja: Der alte Schrein, der die Seele Kōriyamas schützt – mit 1800 Jahren Geschichte, seiner Verbindung zu einer Morgen-TV-Serie und als Pilgerstätte für Anime-Fans.

Der Asaka Kuninomiyatsuko Jinja (あさかのくにのみやつこじんじゃ) befindet sich im Zentrum von Koriyama City in der Präfektur Fukushima. Obwohl er inmitten des Trubels einer von Hochhäusern gesäumten Stadt liegt, betritt man beim Überschreiten der Schwelle zum Schreingelände eine heilige Atmosphäre, in der die Zeit stillzustehen scheint. Dieses Mal tauchen wir ein in den Charme dieses jinja, der sich einer über 1800-jährigen Geschichte rühmt und zahlreiche Legenden sowie überraschende Hintergrundgeschichten birgt.

Grundlegende Informationen und 1800 Jahre Geschichte
Die Gründung des Asaka Kuninomiyatsuko Jinja reicht erstaunlicherweise bis ins Jahr 135 n. Chr. (5. Jahr der Regierungszeit von Kaiser Seimu) zurück. Es wird angenommen, dass alles damit begann, als Hito-ne-no-mikoto, der erste Asaka Kuninomiyatsuko (ein damaliger Regionalbeamter), zur Erschließung dieses Gebiets seinen Ahn kami, Ama-no-hiakari-no-mikoto, verehrte.

In der Heian-Zeit betete Sakanoue no Tamuramaro, der Seii Taishogun, während seiner Ostfeldzüge für einen Sieg und inkorporierte Hachiman Okami in den Schrein. Aus diesem Grund ist er vor Ort seit jeher liebevoll als ‚Hachiman-sama‘ bekannt.

Auch Vorbild einer TV-Drama-Heldin! Eine unbekannte ‚Hintergrundgeschichte‘
Dieser jinja birgt eine Episode, die nicht nur Geschichts-, sondern auch Drama-Fans überraschen wird.

Ando Masako, die Ehefrau von Momofuku Ando, dem Gründer von Nissin Foods, die als Vorbild für die Heldin des NHK-Serienfernsehdramas ‚Manpuku‘ diente. Tatsächlich stammt sie aus der Familie des 56. Guji (Oberpriester) dieses Asaka Kuninomiyatsuko Jinja, Ando Chikashige, ab. Es ist ein äußerst interessantes Schicksal, dass aus einer altehrwürdigen Priesterfamilie Koriyamas eine Frau hervorging, die eine Person unterstützte, die die Esskultur der Welt veränderte.

Geburtsort von Asaka Gonsai, einem intellektuellen Giganten der Bakumatsu-Zeit
Auf dem Schreingelände befindet sich ein Gedenkmuseum für Asaka Gonsai (あさかごんさい), einen großen Konfuzianer der Bakumatsu-Zeit. Gonsai wurde als dritter Sohn des Guji des jinja geboren und eröffnete später in Edo seine Privatschule ‚Sankei-juku‘.

Aus seiner Schule gingen viele der Aktivisten der Meiji-Restauration hervor, darunter Yataro Iwasaki, Shinsaku Takasugi und Shoin Yoshida. Gonsais ‚Sankei no Oshie‘ (Lehre der Drei Pläne), die besagt ‚Der Plan für den Tag liegt im Morgen, der Plan für das Jahr liegt im Frühling, der Plan für das Leben liegt in der Jugend‘, inspiriert noch heute viele Menschen. Für Studenten, die sich akademischen Erfolg wünschen, ist dies ein unverzichtbarer Kraftort.

Ein Muss für Anime-Fans! Informationen zur Pilgerreise zu den Schauplätzen
Der Asaka Kuninomiyatsuko Jinja wurde auch als Schauplatz in Anime-Werken dargestellt und ist unter Fans als ‚Heiliger Ort‘ bekannt.

Flip Flappers
Er diente als Vorbild für einen jinja, der in der Serie vorkommt, und die mystische Atmosphäre des Schreingeländes wurde detailgetreu nachgebildet.

Rolling☆Girls
Er erscheint in den Episoden 11 und 12, dem ‚Koriyama-Kapitel‘. Das Schreingelände und die lebhafte Herbstfeier, die später beschrieben wird, wurden dargestellt und bildeten eine wichtige Kulisse für das Werk.

Wenn Sie das Schreingelände erkunden und dabei an die Anime-Szenen denken, werden Sie eine andere Art von Charme erleben können.

Das ‚Asaka Kuninomiyatsuko Jinja Herbstfest‘, das Koriyamas Herbst schmückt
Das jährliche Herbstfest, das vom 27. bis 29. September stattfindet, ist eines der größten Feste in Koriyama.

Ein besonderes Highlight ist die ‚Mikoshi Kangyo‘ (Rückführung der tragbaren Schreine), die in den Nächten des 28. und 29. stattfindet. Der Anblick von drei alten Mikoshi (tragbaren Schreinen) und über 30 Festwagen (‚Dashi‘), die von den Stadtteilen bereitgestellt werden und die Hauptstraße vor dem Bahnhof füllen, ist schlichtweg überwältigend. Die Begeisterung dieses Festes kann man als die Energiequelle der Bürger von Koriyama bezeichnen.

Mysterium und Legende: Hachiman-sama, der Feuerschutz kami
Dieser jinja wird seit langer Zeit auch als kami des ‚Hibuse‘ (Brandschutz) verehrt. Es gibt auch die Legende, dass bei einem großen Brand, der einst die Stadt Koriyama heimsuchte, auf wundersame Weise nur die Umgebung dieses jinja unversehrt blieb. Noch heute beten viele Bürger täglich zu ihm als Schutz kami, der über die Sicherheit der Stadt wacht.

Fazit
Der Asaka Kuninomiyatsuko Jinja ist nicht nur ein alter Schrein. Es ist ein Ort, an dem sich eine vielschichtige Geschichte angesammelt hat, von alten Gründungsmythen über die Bildung in der Bakumatsu-Zeit, die Verbindung zu TV-Dramen bis hin zur modernen Anime-Kultur.

Da er auch vom Koriyama Bahnhof zu Fuß erreichbar ist, sollten Sie unbedingt die 1800-jährige Atmosphäre dieses ‚Städtischen Schreinwaldes‘ während einer Geschäftsreise oder zwischen Ihren Sightseeing-Aktivitäten erleben.

Anfahrt: Etwa 8 Gehminuten vom JR Koriyama Bahnhof

Verehrte kami: Ama-no-hiakari-no-mikoto, Waku-musubi-no-kami, Hito-ne-no-mikoto, Honden-wake-no-mikoto (Hachiman Okami), Uka-no-mitama-no-kami (Inari Okami)

Verwandte Links und Referenzen

Von ando