Ashibetsu Jinja: Das nördliche Heiligtum, das in der Stadt, wo die Sterne fallen, thront – ein Ort, wo das Erbe des Kohlebergbaus und der Geist Hakatas lebendig bleiben.

Grundlegende Informationen

Name: Ashibetsu jinja (蘆別神社)
Standort: Kita 3-jo Nishi 1-chome 6, Ashibetsu-shi, Hokkaido
Haupt-kami (Gottheit): Amaterasu Omikami (天照大御神)
Gründung: Meiji 29 (1896)
Zugang: ca. 5 Minuten zu Fuß vom JR Nemuro-Hauptlinie Bahnhof Ashibetsu

Symbol der Erschließung: Wächter über den Wohlstand der Kohleminen

Die Stadt Ashibetsu, die fast im Zentrum Hokkaidos liegt, war einst eine „Kohleminenstadt“, die Japans Energiewirtschaft unterstützte. Die Geschichte des Ashibetsu jinja ist untrennbar mit der Erschließung dieses Gebiets verbunden. Im Jahr Meiji 29 (1896) errichteten Siedler, die unter anderem aus der Präfektur Toyama kamen, einen kleinen Hokora (Schrein) als spirituellen Anker.

Ursprünglich feierten zwei Siedlergruppen, die „Asayama-Dantai“ und die „Daini-Sawaguchi-Dantai“, ihre Rituale an getrennten Orten. Doch im folgenden Jahr, Meiji 30 (1897), einigte man sich darauf, „als Gemeinschaft zusammenzuwachsen“ und errichtete das Schreingebäude (Shaden) am heutigen Standort. Diese „Zusammenführung“ erzählt von den starken Bindungen der Pioniere, die in einer rauen Natur Hand in Hand arbeiteten.

Japans einziger offiziell anerkannter Yamakasa! Der „Kenka Yamakasa“ tanzt im hohen Norden

Wenn man über den Ashibetsu jinja spricht, darf man das „Kenka Yamakasa“ (けんかやまかさ) nicht unerwähnt lassen, das Haupt-Event des jährlich im Juli stattfindenden „Ashibetsu Kenka Matsuri“.

Tatsächlich ist dies kein gewöhnliches Fest. Es ist ein traditionsreicher Yamakasa, der als einziger in Japan vom Förderverein des „Hakata Gion Yamakasa“ in Fukuoka offiziell als „Yamakasa des Nordens“ anerkannt wurde.

Der Anlass war, dass im Jahr Showa 60 (1985) Freiwillige, die vom Hakata Yamakasa tief beeindruckt waren, sich sagten: „Diese Begeisterung muss auch nach Ashibetsu kommen!“ Sie erhielten direkte Anweisungen aus Hakata und bewahren die authentische Tradition treu, vom Tragen des Happi (traditionelle Jacke) bis zur Art und Weise des Kaki-kata (Tragens des Yamakasa). Vor dem Fest besuchen die Kaki-te (Träger) den Ashibetsu jinja, und es findet ein Shinto-Ritual statt, bei dem sie dem Yamakasa Zweige der Japanischen Eibe (Ichii/Onko) darbringen, die sie vom Shinkan (Shinto-Priester) erhalten haben. Es ist ein beeindruckendes Spektakel, wenn die sonst so ruhige Stadt im Norden an diesem Tag in eine vergleichbare Begeisterung wie in Hakata gehüllt ist.

Geheimnisse und Hintergrundgeschichten des „Dorfes, in dem die Sterne fallen“

Die Stadt Ashibetsu hat sich zum „Dorf, in dem die Sterne fallen“ erklärt und ist für die Schönheit ihres Nachthimmels bekannt. Auch das Gelände des Ashibetsu jinja (Keidai) hüllt sich nachts in eine Stille, die kaum von Stadtlichtern erreicht wird, und es entsteht eine mystische Atmosphäre, als ob die Sterne das heilige Gelände (Shin’iki) bewachen würden.

Es gibt auch eine kleine „Insider-Geschichte“ bezüglich des Namens des Schreins. Obwohl in offiziellen Dokumenten und auf Karten oft „Ashibetsu jinja“ geschrieben steht, lautet der offizielle Schreintitel (Shago) „Ashibetsu jinja“ (蘆別神社). Das Kanji „蘆“ leitet sich von „Ashi“ (Schilf) ab, das einst in dieser Gegend wucherte, und es heißt, dass es den Wunsch ausdrückt, die ursprüngliche Landschaft vor der Erschließung nicht zu vergessen.

Ferner war das ursprüngliche Go-shintai (heiliges Objekt) bei der Gründung eine „Go-jiku“ (Schriftrolle) des Ise Jingu, aber im Jahr Meiji 45 (1912) wurde ein Go-bunrei (geteilter Geist) vom Ise Jingu erneut empfangen und offiziell verankert. Die Tatsache, dass der Schrein im hohen Norden liegt und dennoch den „Göttlichen Wind“ (Kamikaze) von Ise direkt geerbt hat, mag ein Grund für seine Beliebtheit als Power Spot sein.

Sehenswürdigkeiten auf dem Schreingelände: Inari jinja und Mizu jinja

Hinter der Gebetshalle (Haiden) befindet sich der „Ashibetsu Inari jinja“ mit seinen durchgehenden roten Torii. Als kami des Geschäftserfolgs erfreute er sich großer Verehrung bei den ehemaligen Kohleminenbesitzern und Kaufleuten. Auf dem Gelände befindet sich auch der „Ashibetsu Mizu jinja“, der an die Zeit der Erschließung erinnert, als Wasserressourcen kostbar waren.

Die Geschichte des Kohlebergbaus, die Traditionen Hakatas und ein Himmel voller Sterne. Der Ashibetsu jinja ist ein einzigartiger und energiegeladener Schrein in Hokkaido, wo viele wunderbare Verbindungen zusammenlaufen. Wenn Sie Ashibetsu besuchen, spüren Sie unbedingt seine tiefe Geschichte und den Geist des „Yamakasa des Nordens“.

Weiterführende Links und Referenzen
[1] 蘆別神社 – Wikipedia
[2] 北海道芦別市に鎮座する神秘の社、蘆別神社へようこそ! –
[3] 芦別神社|神社専門メディア 奥宮-OKUMIYA-
[4] 蘆別神社の魅力完全ガイド:歴史と見どころを大公開! | 北海道一周179市町村制覇への道~そして神社で神頼み
[5] 芦別駅周辺の御朱印・神社・お寺 人気ランキング2026 | Omairi(おまいり)
[6] 蘆別神社
[7] 芦別健夏山笠(あしべつけんかやまかさ)|博多祇園山笠用語辞典|山笠ナビ
[8] ”北の山笠” 北海道芦別市の『芦別健夏山笠』が”追い山”行事を斎行しました(前編)|山笠ニュース |山笠ナビ

Von ando