Das Tamaoya Jinja liegt am Fuße des Berges Shigi in Yao City, Präfektur Osaka. Es ist ein Geheimtipp unter den Kraftorten, wo die Romantik des Altertums und der Hauch der Mythologie noch immer tief verwurzelt sind. Dieses Mal werden wir die Faszination des Tamaoya Jinja genauer beleuchten, von der Legende um das Yasakani no Magatama, einem der Drei Heiligen Schätze, bis hin zu den mysteriösen Vogelstimmen, die auf dem Gelände erklingen.
Basisinformationen zum Tamaoya Jinja
Standort: 5-5-93 Kodachi, Yao-shi, Osaka-fu
Haupt-kami: Tamaoya no Mikoto
Status: Ni-no-miya von Kawachi no Kuni, Shikinaisha
Anfahrt: Ca. 20 Gehminuten vom Bahnhof Shigisanguchi an der Kintetsu Shigi Linie
Hintergrund der Mythologie: Der kami, der das Magatama, einen der Drei Heiligen Schätze, erschuf
Tamaoya no Mikoto, der Haupt-kami des Tamaoya Jinja, spielte eine sehr wichtige Rolle in der japanischen Mythologie. Als Amaterasu Omikami sich in der Himmelsberghöhle (Amanoiwato) versteckte, trafen die Yaoyorozu no kami (acht Millionen kami) verschiedene Vorbereitungen, um sie hervorzulocken. Es wird Tamaoya no Mikoto zugeschrieben, in dieser Zeit das Yasakani no Magatama erschaffen zu haben.
Dieses Magatama wurde später zu einem der Drei Heiligen Schätze, die von den aufeinanderfolgenden Kaisern weitergegeben wurden. Das bedeutet, dieser Ort kann als die Wurzeln des kami der Juwelen und Accessoires bezeichnet werden. Auch heute noch sind Juweliere, Goldschmiede und Kreative hier zu sehen, die den Schrein besuchen, um um die Verbesserung ihrer Fertigkeiten zu beten.
Das Mysterium des Naturdenkmals „Naganaki-dori (Kurokashiwa)“
Wenn Sie über das Gelände des Tamaoya Jinja gehen, hören Sie aus dem Nichts ein kräftiges „Kikeriki“ eines Huhnes. Dies sind die Rufe des auf dem Schreingelände gehaltenen Kurokashiwa-Huhns.
Tatsächlich ist dieses Huhn kein gewöhnliches Huhn. Es ist eine Art des Naganaki-dori (Langkräher), das als nationales Naturdenkmal ausgewiesen ist.
Warum werden im Jinja Hühner gehalten? Das hat seinen Ursprung in der Amanoiwato-Legende. Um Amaterasu Omikami, die sich in der Höhle versteckt hatte, hervorzulocken, heißt es, dass genau dieser Langkräher zum Krähen gebracht wurde, um die „Morgendämmerung“ in der Dunkelheit zu verkünden.
Das Kurokashiwa des Tamaoya Jinja zeichnet sich, wie der Name schon sagt, durch sein glänzendes schwarzes Gefieder und seine sehr langen Schwanzfedern aus. Ihr Krähen wird nicht nur als bloßes Morgensignal, sondern als „heiliger Klang“ gehegt und gepflegt, der die kami erweckt und das Licht in die Welt zurückbringt.
Die Legende hinter dem Ortsnamen „Kodachi“
Auch hinter dem Ortsnamen „Kodachi“, dem Standort des Jinja, verbirgt sich eine interessante Episode.
Der Legende nach heißt es, dass, als sich die Yaoyorozu no kami (acht Millionen kami) einst auf dem Weg zum Berg Shigi versammelten, sie sich hier kurz niederließen, um sich zurechtzumachen, oder dass der Ort den Namen „Kodachi“ erhielt, weil die kami hier herabstiegen (kami ga tatsu = kami stehen/landen).
Dieser Ort wird auch als der Ort angesehen, an dem der Stamm der „Tamatsukuri“ (Juwelenmacher) seit alters her lebte, und es gibt historische Belege, wie die Entdeckung antiker Magatama-Herstellungsstätten in der Nähe.
Sehenswürdigkeiten auf dem Gelände und die Landschaft von „Takayasu no Sato“
Da sich das Tamaoya Jinja auf einer Anhöhe befindet, kann man vom Gelände aus die Osaka-Ebene überblicken. Besonders bei Sonnenuntergang bietet der Anblick der untergehenden Sonne, die die Stadt in goldenes Licht taucht, eine herrliche Aussicht.
Neben der Haupthalle finden sich verstreut Steinmonumente in Form von Magatama und Gedenksteine, die die Leistungen von Tamaoya no Mikoto ehren. Die Zeit, die man in der von Stille umgebenen Waldlandschaft verbringt, den Ruf der Naganaki-dori lauscht und über die Leidenschaft der alten Handwerker nachdenkt, wird Sie den Alltagstrubel vergessen lassen.
Tipps für den Besuch
Das Tamaoya Jinja wird oft zusammen mit dem Hiraoka Jinja besucht, das ebenfalls ein Ichi-no-miya von Kawachi no Kuni ist. Da es auch Teil des Wanderwegs zum Berg Shigi ist, empfiehlt es sich, bequeme Schuhe zu tragen.
Das Tamaoya Jinja, wo die Welt der Mythologie und die Gegenwart sich kreuzen. Tauchen Sie ein in die Kraft des kami, der die Drei Heiligen Schätze erschuf, und in den Klang des Vogels, der die Morgendämmerung verkündet – ein Besuch lohnt sich!
Verwandte Links und Referenzen
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