Das verborgene Heiligtum im tiefsten Inneren der Hikawa Sansha: Das Geheimnis der Okuhikawa Jinja in Okutama und die Kraft ihrer riesigen Bäume.

Am westlichen Rand der Präfektur Tokio, in einem malerischen Tal, wo der Tama-gawa und der Nihara-gawa zusammenfließen, liegt das Oku-Hikawa Jinja (oku-hikawa-jinja). Obwohl es nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Okutama entfernt ist, empfängt einen, sobald man das Schreingelände betritt, eine friedliche Atmosphäre, die von der Außenwelt abgekoppelt zu sein scheint. Diesmal tauchen wir tief in die Mysterien und Legenden dieses alten Schreins ein, sowie in seinen unwiderstehlichen Aspekt als Pilgerstätte für Fans.

Grundlegende Informationen

Standort: Hikawa 178, Okutama-machi, Nishitama-gun, Präfektur Tokio
Verehrte Kami: Susanoo-no-Mikoto, Kushinadahime-no-Mikoto
Gründung: Während der Herrschaft des 12. Kaisers Keikō (Überlieferung)

Das Mysterium der drei Hikawa-Schreine: Eine gerade Linie als „Ley-Linie“

Wenn man über das Oku-Hikawa Jinja spricht, darf man die Beziehung zum Ōmiya Hikawa Jinja (Hauptschrein) in Saitama-shi, Präfektur Saitama, und zum Naka-Hikawa Jinja (Nakayama Jinja) nicht außer Acht lassen. Wussten Sie, dass diese drei Schreine, wenn man sie auf einer Karte verbindet, erstaunlich präzise in einer geraden Linie liegen?

Ōmiya Hikawa Jinja (Hauptschrein, männlicher Kami-Schrein)
Naka-Hikawa Jinja (Nakayama Jinja, zwischen dem Hikawa Nyotai Jinja gelegen)
Oku-Hikawa Jinja (Oku-sha, hinterer Schrein)

Diese Anordnung hat seit alters her als „drei Hikawa-Schreine“ eine gemeinsame Verehrung erfahren. Warum sie so exakt in einer Reihe liegen und mit welcher Absicht die Menschen der Antike die Schreine an diesen Orten errichteten, ist bis heute ein Rätsel, das zahlreiche Geschichtsfans und Mystery-Liebhaber fasziniert.

Der legendäre Riesenbaum „Sanbon Sugi“: Trägt er die Wünsche von Minamoto no Yoritomo in sich?

Auf dem Schreingelände dominiert die „Sanbon Sugi“ (Drei-Stamm-Zeder), die auch ein von der Präfektur Tokio ausgewiesenes Naturdenkmal ist. Diese Zeder, die sich vom Stamm in drei Äste teilt, erreicht eine Höhe von etwa 50 Metern und ist als einer der größten Bäume in der Präfektur bekannt.

Um diese Zeder ranken sich Legenden, die mit Minamoto no Yoritomo, dem Helden der Kamakura-Zeit, verbunden sind. Eine Theorie besagt, dass Yoritomo sie selbst pflanzte, um für den Frieden im Land zu beten. Eine andere Erzählung berichtet, dass er beim Besuch dieses Ortes von ihrer majestätischen Erscheinung beeindruckt war und sie tief verehrte. Die Art, wie die drei Stämme eng aneinander zum Himmel wachsen, gilt auch als Symbol für familiäre Bindung und Zusammenarbeit. Als Kraftort legen viele Besucher betend ihre Hände an den Stamm.

Die Spuren von Yamato Takeru

Es wird angenommen, dass der Held der japanischen Mythologie, Yamato Takeru (Yamato Takeru no Mikoto), tief in die Gründung des Oku-Hikawa Jinja involviert war. Als er auf seiner Ostexpedition die steilen Berge dieser Gegend überquerte, soll er Susanoo-no-Mikoto verehrt und für den Sieg und die Sicherheit seiner Reise gebetet haben, was den Anfang des Schreins markierte. Der Hintergrund, warum man sich bewusst dafür entschied, einen Schrein in der rauen Natur Okutamas zu errichten, könnte auch damit zusammenhängen, dass dieser Ort ein strategisch wichtiger Punkt für Militär und Verkehr war.

Anime-Pilgerreise: Der Eingang zum Berg Kumotori, Schauplatz von „Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba“

Das Okutama-Gebiet, in dem sich das Oku-Hikawa Jinja befindet, erregt auch als Pilgerstätte für den populären Anime „Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba“ Aufmerksamkeit, der ein soziales Phänomen ausgelöst hat.

Der Berg Kumotori (kumotori-yama), der als Heimatort des Protagonisten Tanjiro Kamado festgelegt ist, ist der höchste Berg der Präfektur Tokio und liegt in der Stadt Okutama. Das Oku-Hikawa Jinja ist auch so etwas wie der „Schutz-Kami des Bergpfadeingangs“, wo Wanderer, die zum Berg Kumotori aufbrechen, anhalten, um für ihre Sicherheit zu beten.

Die tief verschneite Berglandschaft, die in der ersten Episode des Anime dargestellt wird, und die Atmosphäre der rauen Natur, in der Tanjiro mit seiner Familie lebte, sind genau das, was die Berge Okutamas ausmacht. Viele Fans besuchen diesen Schrein als Ausgangspunkt, um auf den Spuren Tanjiros zu wandeln.

Besuchstipps: Der „Ki“-Konvergenzpunkt, wo zwei Flüsse zusammenfließen

Das Oku-Hikawa Jinja liegt direkt an der Stelle, wo der Tama-gawa und der Nihara-gawa zusammenfließen. Im Feng Shui gelten Flusszusammenflüsse als „Orte, an denen Ki (Lebensenergie) sich sammelt“ und sollen eine sehr starke Energie besitzen.

Die Lebenskraft der Sanbon Sugi, das Mysterium der geraden Linie der drei Hikawa-Schreine und die Legenden der Helden. Dieser Schrein, eingebettet in die reiche Natur Okutamas, ist der perfekte Ort, um den Alltagstrubel zu vergessen und Körper und Geist zu erfrischen. Wenn Sie Okutama besuchen, tauchen Sie unbedingt in die Stille dieses „hintersten Heiligtums“ ein.

Verwandte Links und Referenzen

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Von ando