Das Ichinomiya Asama Jinja (Schrein) befindet sich in der Stadt Fuefuki in der Präfektur Yamanashi. Im ganzen Land gibt es zahlreiche Asama Jinja, die den Berg Fuji als Objekt der Verehrung haben. Dieser Ort ist jedoch etwas Besonderes, da er in der ehemaligen Provinz Kai (dem heutigen Yamanashi) als „Ichinomiya“, also als ranghöchster Schrein, verehrt wurde. Dieses Mal tauchen wir tiefer in die geheimnisvollen Legenden, die sich um diesen alten Schrein ranken, sowie in seine Bedeutung als Pilgerstätte für einen beliebten Anime ein.
Grundlegende Informationen
Standort: 1684 Ichinomiya, Ichinomiyacho, Fuefuki City, Präfektur Yamanashi
Hauptkami (Verehrte Gottheit): Konohanasakuya-hime no Mikoto
Gründung: Jogan 7 (865 n. Chr.)
Segnungen: Sichere Geburt, Kindersegen, Brandschutz, erfolgreiche Ehen und weitere.
Ein jinja, das entstand, um den Zorn des Fuji zu besänftigen
Die Gründung dieses jinja ist eng mit dem großen Vulkanausbruch des Berges Fuji, dem sogenannten Jogan-Großausbruch, verbunden, der in der Heian-Zeit stattfand. Es heißt, dass damals auf kaiserlichen Befehl hin Konohanasakuya-hime no Mikoto, die Kami des Berges Fuji, verehrt wurde, um dessen Zorn zu besänftigen. Ursprünglich befand sich der jinja an einem anderen Ort, wurde aber später an seinen heutigen Standort verlegt. Es hat wahrhaftig eine Geschichte, die es als „Frontlinie zur Besänftigung des Zorns des Berges Fuji“ entstehen ließ.
Mysterium und Hintergrundgeschichte: Warum tragen Männer Frauenkleidung, um den tragbaren Schrein zu tragen?
Das berühmteste ungewöhnliche Fest im Ichinomiya Asama Jinja ist das jährliche Hauptfest „Daishinkosai“, im Volksmund „Omiyuki-san“ genannt, das jedes Jahr am 15. April stattfindet. Dieses Fest bietet einen eigenartigen Anblick, der sonst nirgends zu sehen ist.
Es ist der Anblick von Männern, die den mikoshi (tragbaren Schrein) tragen und dabei Frauen-Yukata anziehen, weißes Puder (oshiroi) auf ihr Gesicht auftragen und sich schminken.
Es gibt eine interessante Hintergrundgeschichte, warum sie so erscheinen. Die verehrte Kami Konohanasakuya-hime no Mikoto ist eine sehr schöne Göttin, und man glaubte, dass die Göttin sich schämen würde oder es respektlos wäre, wenn Männer den mikoshi in ihrem normalen Aussehen tragen würden. Daher heißt es, dass die Tradition begann, als die Träger sich als Frauen verkleideten, um die Göttin zu entspannen und ihr ein Gefühl der Sicherheit im mikoshi zu geben.
Darüber hinaus stammt der einzigartige Ruf „Sokodai, Sokodai“, der beim Tragen des mikoshi verwendet wird, angeblich daher, dass sich die Träger auf dem 50 km langen Hin- und Rückweg gegenseitig ermutigten, indem sie sagten: „Das Ziel ist (gleich) da!“
Das einzigartige Mysterium Yamanashis: Spuren des „Maruishi-Glaubens“
Überall auf dem Schreingelände sind „Maruishi-gami“ zu sehen, runde Steine, die verehrt werden. Dies ist ein Glaube, der einzigartig für die Präfektur Yamanashi (insbesondere die Region Kuninaka) ist, ein Brauch, runde Natursteine als Dōsojin (Weggötter) zu verehren. Auch auf dem Gelände des Ichinomiya Asama Jinja sind wunderschön runde Steine, fast wie Eier, geweiht, die eine mysteriöse Form des Glaubens vermitteln, dessen Ursprünge bis in die Jomon-Zeit zurückreichen sollen.
Informationen zur Pilgerreise: Auftritt im Anime ‚Yuru Camp△‘
Das Ichinomiya Asama Jinja ist auch als heiliger Ort für den beliebten Anime ‚Yuru Camp△‘ bekannt, der einen Camping-Boom ausgelöst hat.
In der ersten Folge der zweiten Staffel (SEASON2) des TV-Animes ist das Ichinomiya Asama Jinja genau der Schrein, den die Protagonistin Rin Shima für ihren Hatsumode (erster Schreinbesuch im neuen Jahr) besucht. In der Serie werden Szenen, in denen Rin den Schrein besucht, ein omikuji (Wahrsagezettel) zieht und die Atmosphäre des Geländes genießt, originalgetreu dargestellt.
Insbesondere das von ihr gezogene „kyo“ (Unglück) omikuji und die „Eto-Steinfiguren“ (Tierkreiszeichen-Steinfiguren) auf dem Gelände sind unter Fans bekannt geworden, und noch heute besuchen viele ‚Yuru Camp△‘-Fans den Schrein.
Der versteckte Kraftort „Stein der Vollendung“
Neben der Haupthalle (haiden) gibt es viele optisch ansprechende Elemente, wie den „Joju no Ishi“ (Stein der Vollendung), der angeblich wie ein Herz aussieht, und einen Ort, an dem man zu der Steinfigur seines eigenen Tierkreiszeichens beten kann. Im Frühling stehen die umliegenden Pfirsichblüten in voller Pracht, und der gesamte jinja ist von einem pinkfarbenen „Togenkyo“ (Pfirsichblütenparadies) umgeben – ein unvergesslicher Anblick.
Die Geschichte des Berges Fuji, das Fest mit den in Frauenkleidung gekleideten Männern und der Status als Anime-Pilgerstätte. Das Ichinomiya Asama Jinja ist ein geheimnisvoller Kraftort, der Yamanashi repräsentiert und umso faszinierender wird, je mehr man über ihn erfährt.
Weiterführende Links und Referenzen
Über Omiyuki-san | Stadtbibliothek Kai
Omiyuki-san (Ichinomiya Asama Jinja Hauptfest Daishinkosai) | NPO Japanisches Festival-Netzwerk
Kai Province Ichinomiya Asama Jinja: Der 15. April ist das jährliche Hauptfest „Daishinkosai (Omiyuki-san)“!
Omiyuki-san | Lass es uns versuchen Koshu Karuta | Wir möchten, dass Kinder, die die Zukunft tragen, auf spielerische Weise etwas über ihre Heimat Yamanashi lernen
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