Shiga-ken Ritto-shi. Hier befindet sich ein Jinja mit einem geheimnisvollen Namen, der als äußerst selten oder sogar „einzigartig“ in ganz Japan gilt. Sein Name ist Kin Jinja (Aussprache: Kusakamisha oder Kin Jinja).
Welche Geschichte und welche Geheimnisse verbergen sich wohl hinter diesem Jinja, das das Zeichen „Kin“ (菌) in seinem Namen trägt? Wir stellen Ihnen die unbekannten Episoden dieses Schreins vor, der die Aufmerksamkeit von Fans fermentierter Lebensmittel, Forschern und sogar Anime-Fans auf sich zieht.
Grundlegende Informationen zum Kin Jinja
Standort: Nakazawa 1-chome 11, Ritto-shi, Präfektur Shiga
Verehrter Kami: Uka no Mitama no Kami
Gründung: Legenden zufolge in der Ära von Kaiser Keiko oder Kaiser Tenji
Obwohl er vor Ort seit langem liebevoll „Kusakami-san“ genannt wird, ist er aufgrund seines ungewöhnlichen Namens inzwischen landesweit als „Kin Jinja“ bekannt.
Die Legende von den „Pilzen“, die über Nacht Menschen retteten
Dem Ursprung des Namens dieses Jinja liegt eine äußerst dramatische Legende zugrunde.
Es war in der Asuka-Zeit, während der Herrschaft von Kaiser Tenji. Eine beispiellose Hungersnot suchte das Land heim. Während die Menschen unter Hunger litten und viele ihr Leben verloren, soll in der Nähe des heutigen Schreingeländes über Nacht eine riesige Menge Pilze (Kin/菌) gewachsen sein.
Als die verzweifelten Dorfbewohner diese Pilze aßen, wurde ihr Hunger auf wundersame Weise gestillt, und viele Leben wurden gerettet. Die Menschen waren überzeugt, dass dies ein göttlicher Segen war, und um diese Wohltat nicht zu vergessen, errichteten sie einen Schrein, der „Kusa“ (菌, hier im Sinne von Pilzen) verehrte. Dies gilt als der Ursprung.
Das Mysterium und die Hintergrundgeschichte hinter dem Zeichen „Kin“ (菌)
Tatsächlich gibt es noch einen weiteren Aspekt, warum dieser Schrein das Zeichen „Kin“ (菌) verwendet.
Es gibt eine Theorie, dass diese Region einst mit dem Ortsnamen „Kusatsu“ (草津) in Verbindung stand und es sich ursprünglich um einen Schrein handelte, der „Kusa“ (草, Gras) verehrte. Da jedoch die bereits erwähnte Pilzlegende so stark war, scheint sich das Zeichen „Kin“ (菌) dafür durchgesetzt zu haben.
Darüber hinaus hat sich in der heutigen Zeit die Interpretation „Kin = Mikroorganismen“ verbreitet, was zu einer modernen Form der Verehrung geführt hat: Fachleute aus der Branche der fermentierten Lebensmittel wie Sojasauce, Miso, Sake und Natto sowie Forscher von Pharmaunternehmen besuchen den Schrein, um für den „Frieden und die Aktivität der Mikroorganismen“ zu beten.
Pilgerstätte: Die Verbindung zum Manga „Moyashimon“ über Mikroorganismen
Das Kin Jinja wird unter Fans des sehr beliebten Mangas und Animes „Moyashimon“, der sich mit Mikroorganismen befasst, heimlich als eine inoffizielle „Pilgerstätte“ weitergegeben.
Obwohl der Schrein selbst nicht direkt in der Serie vorkommt, stimmt das einzigartige Konzept der „Verehrung von Mikroorganismen“ perfekt mit der Weltanschauung des Protagonisten Sawaki Souemon Tadayasu überein, der Mikroorganismen sehen kann. Fans der Serie begannen, den Schrein zu besuchen, um „den Kami der Mikroorganismen zu grüßen“, und dies wurde auch in sozialen Medien diskutiert.
Tipps für den Besuch
Das Schreingelände ist sehr ruhig und liegt versteckt in einem Wohngebiet. Es ist kein auffälliger Touristenort, aber es atmet dort die japanische Spiritualität, die die Kraft des „unsichtbaren Lebens“ seit jeher respektiert hat.
Jedes Jahr im Mai findet das jährliche Fest statt, das von den Einheimischen sorgfältig gepflegt wird. Wenn Sie ein Liebhaber fermentierter Lebensmittel sind oder sich Gesundheit wünschen, warum besuchen Sie dann nicht diesen „Kami der Mikroorganismen“?
Es ist ein verborgener Juwel in Shiga, der uns an die selbstverständliche und doch wundersame Tatsache erinnert, dass winzige, unsichtbare Wesen unser Leben erhalten.
Verwandte Links und Referenzen
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