Grundlegende Informationen
Standort: Takaoka-shi, Kojō 1-1, Toyama-ken (innerhalb des Takaoka Kojō Park)
Verehrter Kami: Ninigi-no-Mikoto (früher „Futagami-no-Kami“)
Hauptsegen: Partnerfindung (Matchmaking), reiche Ernte, Geschäftserfolg, Wegbereitung/Neuanfang
Status: Echizen no Kuni Ichinomiya, Myōjin Taisha, Beppyō Jinja
Landesweit einzigartig? Das Mysterium einer Ichinomiya auf Burgruinen
Die Imizu Jinja ist eine landesweit äußerst seltene Ichinomiya (der ranghöchste Schrein einer Provinz), die sich auf den Ruinen einer Burg (dem Gelände des Hauptturms der Burg Takaoka) befindet. Doch war sie nicht von Anfang an an diesem Ort.
Ursprünglich war sie eine alte Jinja, die den Berg Futagami (Futagami-yama), der sich nordwestlich von Takaoka City erhebt, als ihren Shintaizan (heiliger Berg, der als Kami verehrt wird) betrachtete. Warum wurde sie dann in der Meiji-Zeit bewusst auf die Burgruinen verlegt?
Dies war auf die turbulenten historischen Strömungen der „Shinbutsu Bunri“ (Trennung von Shinto und Buddhismus) durch die Meiji-Regierung zurückzuführen. Damals hatte die Imizu Jinja auf dem Berg Futagami einen sehr starken buddhistischen Charakter. Der Wunsch der Regierung nach Reinigung und die Absicht, den Schrein durch die Verlegung in das Zentrum von Takaoka zu einem regionalen Symbol zu machen, kamen zusammen und führten 1875 (Meiji 8) zu ihrer Umsiedlung an den heutigen Standort.
Tatsächlich sind die Schreingebäude am ursprünglichen Standort auch als „Futagami Imizu Jinja“ erhalten geblieben. Diese Umsiedlung war ein Drama, das von historischen Umständen geprägt ist, so sehr, dass unter Kennern bis heute darüber diskutiert wird, welche die wahre Ichinomiya ist.
Eine erschreckende Hintergrundgeschichte: Die Legende des „Aku-ōji“, der Menschenopfer forderte
Verfolgt man die Geschichte der Imizu Jinja zurück, stößt man auf eine erschreckende Legende, die mit dem Berg Futagami verbunden ist.
Es heißt, ein „böser Kami“ habe einst auf dem Berg Futagami gehaust und die Menschen geplagt. Dieser böse Kami forderte, dass Töchter ab 15 Jahren an einem festen Tag jeden Monats als „Hitomigoku“ (Menschenopfer) dargebracht werden sollten, und drohte mit einer verheerenden Missernte der fünf Getreidesorten, falls dies verweigert würde.
Aus dieser Notlage rettete sie Gyōki, ein hochrangiger Mönch der Nara-Zeit. Es wird erzählt, dass, als Gyōki sich in den Bergen zurückzog und unablässig das Lotus-Sutra rezitierte, sich das Yōkai (übernatürliches Wesen) in Gestalt einer Riesenschlange zeigte. Gyōki soll diese Riesenschlange als „Aku-ōji“ (böser Prinz) versiegelt und besänftigt haben, indem er sie als Kami verehrte.
Heute soll das spezielle Shinto-Ritual namens „Tsukiyama Gyōji“, das in der Futagami Imizu Jinja abgehalten wird, seinen Ursprung darin haben, Reis anstelle von Menschenopfern darzubringen. So sind hinter der Pracht des Festes die Erinnerungen an frühere tragische Opfer eingeprägt.
Tiefe Verbindung mit dem Manyō-Dichter Ōtomo no Yakamochi
Apropos Takaoka: Dies ist der Ort, an dem Ōtomo no Yakamochi, bekannt als Verfasser der „Man’yōshū“ (der ältesten existierenden Sammlung japanischer Poesie), als Kokushi (Provinzgouverneur) tätig war. Yakamochi liebte den Berg Futagami innig, und es sind Gedichte erhalten, die er über die Imizu Jinja (Futagami-no-Kami) verfasste.
„Weiße Wolken verbergen den Berg Futagami, obwohl ich es bedauere…“
Das göttliche Antlitz des Berges, das er einst betrachtete, wird auch vom heutigen, verlegten Imizu Jinja als spirituelle Stütze weitergetragen.
Informationen für Pilgerstättenbesucher: Der Schauplatz des Anime „I Want to Eat Your Pancreas“
Der Takaoka Kojō Park, in dem die Imizu Jinja liegt, ist als wichtiger Schauplatz des Anime-Films „I Want to Eat Your Pancreas“ bekannt.
Insbesondere die an die Jinja angrenzende „Asahi-Brücke“ und die Spazierwege im Park dienten als Modelle für eindrucksvolle Szenen, in denen die Hauptfiguren „Boku“ (Ich) und Sakura Zeit miteinander verbrachten. Viele Fans besuchen diese Orte für eine sogenannte „Heilige Stätten-Pilgerreise“ (Seichi Junrei).
Im Frühling schmücken Kirschblüten in voller Pracht das Schreingelände und ermöglichen es Besuchern, eine fantastische Szenerie zu genießen, die direkt der Welt des Anime entstammt.
Besuchertipps
Das Götterwappen (Shinkamon) der Imizu Jinja ist „ein Spiegel mit Reisähren“. Dies geht auf den Mythos zurück, dass der verehrte Kami, Ninigi-no-Mikoto, bei seiner Herabkunft vom Himmel (Tenson Kōrin) Reisähren auf die Erde brachte.
Das von der reichen Natur des Takaoka Kojō Parks umgebene Schreingelände besitzt eine einzigartige Atmosphäre, die die einstige Spannung der Sengoku-Zeit (Zeit der streitenden Reiche) mit der Stille eines heiligen Ortes verbindet. Erleben Sie diese einzigartige Gelegenheit, einen Ichinomiya zu besuchen, während Sie die Steinmauern einer Burg betrachten.
Verwandte Links und Referenzen
[1] https://toide.blog.fc2.com/blog-entry-8.html
[2] http://www.komainu.org/toyama/takaokasi/futagamiimizu/futagamiimizu.html
[3] https://ja.wikipedia.org/wiki/%E5%B0%84%E6%B0%B4%E7%A5%9E%E7%A4%BE
[4] https://www.imizujinjya.or.jp/about
[5] https://kazmiwa.sakura.ne.jp/ichinomiya/051imizu-jinja/051-imizu.htm
[6] https://www.city.takaoka.toyama.jp/material/files/group/42/act4.pdf
