Grundlegende Informationen
Ort: 2-4-65 Takajōmachi, Kōchi-shi, Kōchi-ken
Enschreinte Kami: Fürst Yamauchi Kazutoyo, der erste Lehnsherr der Tosa-Domäne, seine Ehefrau (Chiyo) sowie die nachfolgenden Lehnsherren der Tosa-Domäne.
Anfahrt: Etwa 5 Gehminuten von der Straßenbahnhaltestelle „Kenchō-mae“ von Tosaden Kōtsū entfernt. Das jinja befindet sich am Ufer des Kagami-Flusses, ganz in der Nähe der Burg Kōchi.
Ein Ort, an dem die Legende der „unterstützenden Ehefrau“ weiterlebt
Ein unerlässlicher Teil, wenn man über das Yamanouchi Jinja spricht, ist die Episode um Chiyo (Kenshōin), die Ehefrau des ersten Lehnsherrn, Yamauchi Kazutoyo. Die Legende von „naijo no kō“ (der weisen Unterstützung einer Ehefrau), in der Chiyo in ihren armen Zeiten ihre Mitgift (zehn Ryō Gold) an Kazutoyo gab, damit dieser ein prächtiges Pferd kaufen konnte, das Oda Nobunagas Aufmerksamkeit erregte und Kazutoyo die Karriereleiter hinaufsteigen ließ, ist äußerst berühmt. Auf dem Schreingelände sind nicht nur Fürst Kazutoyo, sondern auch Chiyo gemeinsam geweiht, und Pilger, die sich Harmonie in der Ehe und Erfolg im Leben wünschen, kommen unaufhörlich.
„Ein Wal, wenn betrunken, das Meer, wenn trinkend“ – Das Vermächtnis von Yamauchi Yōdō, einem turbulenten Mann der Bakumatsu-Ära
Auf dem Gelände des jinja steht eine imposante Bronzestatue von Yamauchi Yōdō (Toyoshige), dem 15. Lehnsherrn, der zu den Vier Weisen Fürsten der Bakumatsu-Zeit gezählt wird. Fürst Yōdō, der sich selbst „Geikai Suikō“ (Trunkener Fürst des Walmeeres) nannte und Sake sowie Poesie liebte, unterbreitete von diesem Ort aus seinen Vorschlag für die Taisei Hōkan (die Rückgabe der politischen Macht an den Kaiser) an Tokugawa Yoshinobu und veränderte damit die japanische Geschichte maßgeblich. Was die Bronzestatue in der Hand hält, ist, überraschenderweise, ein Sake-Becher. Man kann eine sehr seltene und doch zugängliche Figur sehen, typisch für eine Person aus Tosa, die für ihre Liebe zum Alkohol bekannt ist.
Ein Muss für Ghibli-Fans! Der heilige Ort des Anime „Flüstern des Meeres“
Yamanouchi Jinja und seine Umgebung sind als wichtiger Schauplatz für den Studio Ghibli Anime „Flüstern des Meeres“ (Umi ga Kikoeru) bekannt. Der Pilgerweg des jinja, den die Protagonisten entlanggehen, und der Damm des angrenzenden Kagami-Flusses sind genau wie die stimmungsvollen Landschaften des Films. Auch heute noch besuchen viele Fans für ihre „seichi junrei“ (Anime-Pilgerreise) und tauchen in die damalige Atmosphäre des Anime ein. Außerdem erscheint im Film „Belle“ (Ryū to Sobakasu no Hime) von Regisseur Hosoda Mamoru der am jinja vorbeifließende Kagami-Fluss in beeindruckenden Szenen, was ihn zu einem Anziehungspunkt für alte und neue Anime-Fans macht.
Eine verborgene historische Tatsache: War es einst innerhalb der Burg Kōchi?
Tatsächlich befand sich der Vorgänger des Yamanouchi Jinja, das „Fujinami Jinja“, ursprünglich innerhalb der Burg Kōchi. Im Laufe der Meiji-Zeit, nach der Abschaffung der Lehensdomänen und der Einrichtung der Präfekturen, wurde es an seinen heutigen Standort (das ehemalige Gelände der unteren Residenz der Familie Yamauchi) verlegt. Das angrenzende „Ehemalige Reihenhaus der Yamauchi-Residenz“ (Kyū Yamauchi-ke Shimoyashiki Nagaya) ist als Nationales Wichtiges Kulturgut ausgewiesen und bewahrt bis heute das Erscheinungsbild einer Samurai-Residenz aus jener Zeit.
Mysterium und Höhepunkte: Ryōmas Erinnerungen ruhen im Kagami-Fluss
Der Kagami-Fluss, der unmittelbar südlich des jinja fließt, ist auch als der Ort bekannt, an dem Sakamoto Ryōma in seiner Kindheit Schwimmen übte. Man kann nicht umhin, die Ironie und Romantik der Geschichte zu spüren, dass Ryōma, der später zur treibenden Kraft hinter dem Sturz des Shogunats wurde, direkt neben dem jinja aufwuchs, das den „Lehnsherrn“ der Familie Yamauchi ehrt. Wenn man am Abend das Schreingelände entlangschlendert und dem Plätschern des Kagami-Flusses lauscht, umhüllt einen ein mysteriöses Gefühl, als würde die turbulente Geschichte von Tosa leise zu einem sprechen.
