Die „Wiege der Restauration“, wo die Bakumatsu-Shishi wirkten: Die Geheimnisse und Geschichte des Yamaguni jinja in Keihoku erkunden

Grundlegende Informationen

Name: Yamakuni jinja (Yamakuni-Schrein)
Standort: 1 Miyanomae, Tōchō, Keihoku, Ukyo-ku, Kyoto-shi, Kyoto-fu
Verehrte Kami: Ōyamakui no Mikoto, Nakatsutsuo no Mikoto und andere
Gründung: Traditionell in der Heian-Zeit (Ära Enryaku)
Anreise: Vom JR-Bahnhof Kyoto nehmen Sie den West Japan JR Bus (Takao/Keihoku-Linie) bis zur Haltestelle „Shūzan“. Steigen Sie dort in den Keihoku Furusato Bus um und fahren Sie bis zur Haltestelle „Yamakuni Goryōmae“, die sich direkt vor dem Schrein befindet.

Die Wahrheit über die „Yamakuni-tai“, die dem Jidai Matsuri vorangeht

Kennen Sie die „Ishin Kinnō-tai“ (Loyalistische Truppe der Meiji-Restauration), die den Festzug des Jidai Matsuri, eines der Highlights des Kyotoer Herbstes, anführt und festlich schmückt? Tatsächlich ist ihr Vorbild die „Yamakuni-tai“, eine Bauernmiliz, die von den Gemeindemitgliedern des Yamakuni jinja gegründet wurde.

Während der Bakumatsu-Zeit, der späten Edo-Periode, schworen die Bauern von Yamakuni im Kuwata-Distrikt der Provinz Tanba dem damaligen Kaiser ihre Treue. Sie beschafften auf eigene Kosten Gewehre und Ausrüstung und schlossen sich der Kaiserlichen Armee an. Sie kämpften bis in die Tohoku-Region und erzielten beträchtliche Erfolge. Doch nach dem Krieg erhielten sie tragischerweise oft nicht die verdiente Anerkennung, weil sie „nur Bauern“ waren. Auf dem Gelände des Yamakuni jinja befinden sich eine Bronzestatue, die ihren Mut ehrt, und das „Yamakuni-tai Militärgeschichtsmuseum“, das historische Dokumente aus dieser Zeit ausstellt. Bei Geschichtsfans ist der Schrein als „versteckte Pilgerstätte der Restauration“ bekannt.

Das Geheimnis des „versteckten Dorfes“, das der Kaiser des Nordhofs liebte

Die Region Keihoku, in der sich der Yamakuni jinja befindet, hatte seit alters her eine tiefe Verbindung zum Kaiserhaus als kaiserliches Direktlehensgebiet (Kinri Goryōchi). Insbesondere während der Zeit der Nord- und Südhof-Dynastien zog sich der erste Kaiser des Nordhofs, der abgedankte Kaiser Kōgon, hierher zurück, um den Wirren des Krieges zu entgehen.

Ganz in der Nähe des Schreins liegt der Jōshōkō-ji-Tempel, wo Kaiser Kōgon seine späteren Jahre verbrachte und vermutlich starb. Auch der Yamakuni jinja selbst genoss Berichten zufolge die tiefe Verehrung des abgedankten Kaisers. Warum diese abgelegene Berggegend zu einer „Quelle des Trostes“ für das Kaiserhaus wurde, ist ein Geheimnis. Eine Theorie besagt, dass dieser Ort ein hervorragender „Ryūketsu“ (ein kraftvoller Ort im Feng Shui) war, eine andere, dass er seit der Antike als „Holzlieferant“ die wirtschaftliche Grundlage des Hofes stützte.

Zwei Arten von Blüten an einem einzigen Ast? Die wundersame „Sakiwakezakura“

Auf dem Gelände des Yamakuni jinja steht eine sehr seltene, legendäre Kirsche namens „Sakiwakezakura“. Diese besitzt die ungewöhnliche Eigenschaft, dass an einem einzigen Ast sowohl einfache (Hitoe) als auch gefüllte (Yae) Blüten gemischt blühen.

Eine Legende besagt, dass der abgedankte Kaiser Kōgon diesen Baum pflanzte, als er diesen Ort verließ, um seinen Abschiedsschmerz auszudrücken. Man vermutet, dass die komplexen Gefühle des Kaisers (zwischen dem Nord- und Südhof, oder zwischen weltlichem und buddhistischem Weg) sich in den zwei verschiedenen Blüten widerspiegeln – ein versteckter berühmter Baum, der zu romantischen Spekulationen anregt.

Das Geheimnis des „Mikami-yama“, eines verbotenen Berges

Der Mikami-yama, der sich hinter dem Schrein erhebt, wird seit alters her als Shintai-zan (ein heiliger Berg, auf dem Kami herabsteigen) verehrt. Früher gab es strenge Zugangsbeschränkungen, und auch heute noch hat er seine mystische Atmosphäre nicht verloren.

In der lokalen Bevölkerung gibt es Legenden, wonach „Tengu auf diesem Berg leben“ und „des Nachts seltsame Lichter vom Gipfel ausstrahlen“. Auch das Training der Yamakuni-tai soll am Fuße dieses Berges stattgefunden haben, und es wird vermutet, dass ihre starke mentale Kraft von der Energie dieses heiligen Berges genährt wurde.

Hinter den Kulissen: Die „wahre“ Hingabe an das Jidai Matsuri

Heutzutage werden die Ishin Kinnō-tai im Jidai Matsuri von Bürgern der Heian Kōsha dargestellt. Doch von der Meiji-Zeit bis in die frühen Shōwa-Jahre nahmen tatsächlich Überlebende der Yamakuni-tai und ihre Nachkommen am Festzug teil, indem sie vom Yamakuni jinja bis zum Kaiserpalast in Kyoto marschierten.

Ihr Stolz, „die wahren Loyalisten“ zu sein, war immens. Es gibt Anekdoten, wonach einst selbst bei der Kleidung oder der Art des Gehens streng auf die Treue zur Yamakuni-Tradition geachtet und bei Abweichungen hart eingegriffen wurde. Noch heute kann man jedes Jahr am zweiten Sonntag im Oktober beim Kankōsai (Yamakuni Matsuri) den Marsch der originalen Yamakuni-tai sehen, dessen Wucht eine „Resonanz der Seele“ vermittelt, die sich vom Jidai Matsuri unterscheidet.

Verwandte Links und Referenzen

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Von ando