Der Furogu Jinja (風浪宮), gelegen in der Stadt Okawa in der Präfektur Fukuoka, ist vor Ort liebevoll als „Ofuro-san“ bekannt und zählt zu den geschichtsträchtigsten alten Schreinen in der Region Chikugo. Dieses Mal tauchen wir tief ein in die mysteriösen Legenden, die sich um diesen Jinja ranken, unbekannte Geheimnisse und seine überraschende Verbindung zu einem Anime.
Grundlegende Informationen
Standort: Sakemi 726-1, Okawa, Präfektur Fukuoka
Verehrte Kami: Watatsumi no Mikoto, Tsukushi Jiro (Wasserkami), Okinagatarashihime no Mikoto (Kaiserin Jingu)
Kulturgüter: Honden (Haupthalle), Steinerne fünfstöckige Pagode (national wichtiges Kulturgut)
Legende: Die Führung des „Weißen Reihers“, der Kaiserin Jingu geleitete
Die Gründung des Furogu Jinja ist mit einer Legende verbunden, die sich um Kaiserin Jingu vor etwa 1800 Jahren rankt.
Auf dem Rückweg von ihrer Kampagne in den Drei Königreichen Koreas, als Kaiserin Jingu sich der Mündung des Chikugo-Flusses näherte, wurde ihr Schiff von heftigen Winden und Wellen behindert. In diesem Moment betete die Kaiserin zum Seekami, woraufhin plötzlich ein „Weißer Reiher“ erschien und das Schiff wie ein Wegweiser davonflog.
Der Weiße Reiher landete auf einem großen Kiefernbaum auf dem heutigen Schreingelände. Die Kaiserin erkannte: „Dies ist die Lehre der Kami“, und es wird gesagt, dass die Errichtung eines Schreins an diesem Ort zur Verehrung des Seekami der Beginn des Furogu Jinja war. Im Einklang mit dieser Legende wird der Weiße Reiher noch heute als Bote der Kami verehrt.
Mysterien und Hintergrundgeschichten: Die 2000 Jahre alte „Furo no Matsu“-Kiefer und das Geheimnis der Umkehrung
Auf dem Schreingelände thront die heilige Kiefer „Furo no Matsu“, die auch in der Legende vorkommt. Ihr Alter wird auf etwa 2000 Jahre geschätzt, und ihre überwältigende Präsenz macht sie zu einem berühmten Kraftort.
Diese Kiefer weist eine eigentümliche Besonderheit auf: Ihre Äste haben eine einzigartige Form, die sich zum Boden hin neigt, weshalb sie seit alters her auch als „Umgekehrte Kiefer“ bekannt ist. Gerüchte besagen, dass die Kraft der Kami so stark ist, dass sie der Schwerkraft trotzt, oder dass der Baum die Drachenlinien (Geomantie) in der Erde unterdrückt. Solche mysteriösen Geschichten halten sich hartnäckig.
Beachtung verdient auch die „Steinerne fünfstöckige Pagode“ hinter dem Honden. Obwohl ihr Bau auf die Muromachi-Zeit datiert wird, existiert die Legende, dass sie „über Nacht erschienen“ ist. Aufgrund ihrer für die damalige Zeit undenkbar filigranen Bauweise wird gemunkelt, dass hier etwas Übermenschliches im Spiel war.
Sehenswerte Architektur: Das Gebet des Sengoku-Warlords Kamachi Akimori
Die heutige Haupthalle (Honden) wurde im dritten Jahr der Eiroku-Ära (1560) der Sengoku-Zeit vom Burgherrn von Yanagawa, Kamachi Akimori, wiederaufgebaut. Sie ist im „Sangensha Nagarezukuri“-Stil erbaut, der noch starke Einflüsse der Muromachi-Zeit zeigt, und ihr Dach ist mit Zypressenrinde (Hiwadabuki) gedeckt. Ihre anmutigen Kurven und kraftvollen Schnitzereien sind von solchem Wert, dass sie als national wichtiges Kulturgut eingestuft wurde. In diesem Gebäude sind die inständigen Gebete der Kriegsherren, die die Wirren der Sengoku-Zeit überlebten, um den Sieg eingeschlossen.
Pilgerinformationen: Die Heimat von „Nodame Cantabile“
Die Stadt Okawa, in der sich der Furogu Jinja befindet, ist als Heimatort von Noda Megumi (Nodame), der Hauptfigur des beliebten Musikmangas und Animes „Nodame Cantabile“, bekannt.
In der Serie sind überall Szenen aus Okawa zu sehen, weshalb die Stadt unter Fans als „heilige Stätte“ bekannt ist. Obwohl der Furogu Jinja selbst nicht direkt als Hauptschauplatz wiederholt auftaucht, ist er als symbolträchtiger Ort Okawas ein obligatorischer Anlaufpunkt für Fans, die die Stadt im Rahmen ihrer Pilgerreise besuchen. Um die Atmosphäre des Chikugo-Flusses, an dem Nodame aufgewachsen ist, zu spüren, ist das Gelände des Furogu Jinja der wohl am besten geeignete Ort.
Abschluss
Beim „Furogu Taisai (Ofuro-san Matsuri)“, das jedes Jahr im Februar stattfindet, werden Rituale wie der „Hadaka Mairi“ (Nackt-Pilgergang) und der „Shirasagi no Mai“ (Reiher-Tanz) dargebracht, und die ganze Stadt ist von Begeisterung erfüllt. Der Furogu Jinja zieht als Kami des Wettbewerbs und der sicheren Seefahrt viele Gläubige an. Warum besuchen Sie nicht diesen Ort und spüren das Gewicht seiner Geschichte, während Sie über die Legende des Weißen Reihers nachdenken?
Weiterführende Links und Referenzen
Es liegen keine Quellen vor.
