Basisinformationen
Name: Watatsumi Jinja
Standort: 5-1 Miyamoto-cho, Tarumi-ku, Kobe-shi, Hyogo-ken
Verehrte Kami: Sokotsu Watatsumi no Kami, Nakatsu Watatsumi no Kami, Uwatsu Watatsumi no Kami
Wohltaten: Sicherheit auf See, Wohlstand in der Fischerei, Verkehrssicherheit, Glück und Schutz vor Unglück
Blieb das Schiff von Kaiserin Jingu stehen? Die Legende vom „unbeweglichen Schiff“
Die Gründung des Watatsumi Jinja ist mit einer dramatischen Legende über die Heldin der japanischen Mythologie, Kaiserin Jingu, verbunden.
Auf ihrer Rückreise nach der Eroberung der Drei Königreiche Koreas blieb das Schiff, auf dem Kaiserin Jingu reiste, plötzlich vor der Küste von Tarumi stehen. Als die Kaiserin sich darüber wunderte und zu den Meeresgöttern (Watatsumi Sanjin) betete, die sie verehrte, beruhigte sich das Meer augenblicklich, und sie konnte ihre Reise sicher fortsetzen. Dies gilt als der Ursprung des Watatsumi Jinja, das seit alter Zeit als wichtiger Ort für den „Schutz der Seefahrt“ verehrt wird.
Das Mysterium des riesigen Torii: War einst ein „Kiefernbaum“ das Wahrzeichen?
Wenn Sie die Nationalstraße 2 entlangfahren, fällt Ihnen ein 12 Meter hohes, zinnoberrotes „Großes Torii“ ins Auge, das majestätisch in Richtung Meer aufragt. Tatsächlich ist dieses Torii relativ neu und wurde im Jahr Showa 32 (1957) errichtet.
Zuvor gab es die Anekdote, dass ein prächtiger „Kiefernwald“ auf dem Schreingelände den Seeleuten, die auf dem Meer fuhren, als Orientierungspunkt diente. Da die Kiefern jedoch im Laufe der Zeit verwelkten, wurde an ihrer Stelle dieses riesige Torii errichtet. Auch heute noch dient dieses Torii den Schiffen, die die Akashi-Straße befahren, als eine Art „Leuchtturm“ und geistige Stütze, die ihre Sicherheit gewährleistet.
Eine Verbindung zu antiken Machthabern? Die Beziehung zum Goshikizuka Kofun
Ganz in der Nähe des Watatsumi Jinja befindet sich das Goshikizuka Kofun, das größte Schlüsselloch-Kofun in der Präfektur Hyogo.
Es wird angenommen, dass die in diesem Kofun beigesetzte Person ein mächtiger lokaler Fürst war, der in der Antike die Meeresleute (Ama) dieser Region vereinigte. Da Watatsumi no Kami, der im Watatsumi Jinja verehrt wird, der Kami der Meeresleute ist, wird das historische Mysterium gemunkelt, dass dieser lokale Fürst das Watatsumi Jinja als seinen Klan-Kami (Ujigami) verehrte und die Kontrolle über die Akashi-Straße innehatte. Wenn Sie sowohl das Jinja als auch das Kofun besuchen, könnten Sie einen Einblick in die dynamische Machtverteilung im antiken Kobe erhalten.
Wurde es in der Edo-Zeit „Hyuga“ genannt?
Tatsächlich wurde dieses Jinja bis zur Meiji-Zeit „Hyuga Daimyojin“ genannt. Es gibt verschiedene Theorien, warum der Name „Hyuga“ aus Kyushu in Kobe verwendet wurde; eine besagt, dass die verehrten Kami von Hyuga in Kyushu hierher übertragen wurden.
Der heutige Name „Watatsumi Jinja“ wurde in der Meiji-Zeit basierend auf der Theorie des Edo-zeitlichen Kokugakusha (Nationalgelehrten) Motoori Norinaga geändert. Schon der Name allein ist eine Episode, die den Wandel der Geschichte widerspiegelt.
Informationen zur Pilgerreise zu heiligen Stätten: Landschaften aus dem Anime „Fate/stay night“
Das Gebiet Tarumi-Maiko, in dem sich das Watatsumi Jinja befindet, ist als eines der Modelle für „Fuyuki City“, den Schauplatz der beliebten Anime-Serie „Fate/stay night“, bekannt.
Insbesondere die Küstenlinie um den „Maiko Park“ und die „Akashi Kaikyo Brücke“ westlich des Watatsumi Jinja, entspricht genau der Atmosphäre des im Werk vorkommenden „Fuyuki Seaside Park“. Der Blick auf die Seto-Inlandsee durch das Große Torii, das Symbol des Watatsumi Jinja, erinnert an die Welt des Animes. Fans können, während sie vom Großen Torii aus das Meer betrachten, die Atmosphäre der „Küstenstadt“ spüren, in der die Charaktere des Werkes lebten.
Die Begeisterung des Festivals: „Futon Daiko“
Beim jährlichen Herbst-Reitaisai (Hauptfest), das im Oktober stattfindet, ziehen „Futon Daiko“ (tragbare Trommel-Schreine, die an Futons erinnern) durch die Straßen von Tarumi.
Der Anblick, wie die Träger die luxuriösen, fast 2 Tonnen schweren Trommelwagen energisch in die Höhe stemmen, ist beeindruckend. Dieses Fest, bei dem der Kami des Watatsumi Jinja einmal im Jahr zum Otabisho (provisorischer Schreinschrein) geht, um das Meer zu betrachten, ist auch ein Moment, in dem die „Dankbarkeit für das Meer“ der Einheimischen zum Ausdruck kommt. Obwohl das ruhige Schreingelände reizvoll ist, wird auch ein Besuch während dieser energiegeladenen Zeit empfohlen.
Verwandte Links und Referenzen
[1] https://ja.wikipedia.org/wiki/%E3%82%A4%E3%82%B6%E3%83%8A%E3%83%9F
[2] https://log.deep-exp.com/ja/media/847
[3] https://jinjanews.com/ja/%E7%A5%9E%E6%88%B8%E3%81%AE%E6%B5%B7%E3%82%92%E5%AE%88%E3%82%8B%EF%BC%81%E6%B5%B7%E7%A5%9E%E7%A4%BE%EF%BC%88%E3%82%8F%E3%81%9F%E3%81%A4%E3%81%BF%E3%81%98%E3%82%93%E3%81%98%E3%82%83%EF%BC%89%E3%81%AE/
