Nagoyajinja: Das Geheimnis seiner ‚Unversetzbarkeit‘, das der Schutzgott von Schloss Nagoya standhaft bewahrte, und die Spuren Nobunagas.

Im Herzen von Marunouchi, einem Geschäftsviertel in Nagoya, das von Hochhäusern dominiert wird, liegt der Nagoyano Jinja (那古野神社) in stiller Ruhe. Zusammen mit dem angrenzenden Nagoya Toshogu ist er als urbane Oase beliebt, doch tatsächlich ist dieser Ort ein ultimativer Kraftort, der tief in der Entstehungsgeschichte der Stadt Nagoya verwurzelt ist.

Diesmal stellen wir Ihnen Mysterien und interessante Hintergrundgeschichten rund um den Nagoyano Jinja vor, die nicht nur Geschichtsfans überraschen werden.

Grundlegende Informationen
Standort: 2-3-17 Marunouchi, Naka-ku, Nagoya-shi, Aichi. Verehrte kami: Susanoo-no-kami, Kushinada-hime-no-kami. Gründung: Enji 11 (911 n. Chr.). Ehemaliger Schreinstatus: Ken-sha (Präfekturschrein).

Sogar Tokugawa Ieyasu konnte nicht widersprechen? Das göttliche Orakel der ‚Unbeweglichkeit‘
Die wohl berühmteste Episode in der Geschichte des Nagoyano Jinja reicht zurück in die Zeit des Baus der Burg Nagoya im Jahr Keicho 15 (1610).

Zu jener Zeit befand sich der jinja an der Stelle des heutigen San-no-maru Bereichs der Burg Nagoya. Ieyasu beabsichtigte, den jinja für den Burgbau zu verlegen, doch als er vorsichtshalber die göttliche Absicht mittels Omikuji (Orakelzettel) befragte, erhielt er überraschend das Ergebnis „Senkaku Fuka“ (keine Verlegung erlaubt).

Selbst Ieyasu, der Herrscher des Landes, konnte dem Wort der kami nicht widersprechen. Letztendlich baute er die Burg Nagoya, während der jinja an seinem ursprünglichen Ort verblieb. So wurde das Nagoyano Jinja zum „Gesamtschutzschrein der Burg“ und verblieb während der gesamten Edo-Zeit im Bereich San-no-maru.

Oda Nobunaga und die tiefe Verbindung zu ‚Nagoyano‘
Das Nagoyano Jinja hat auch eine sehr tiefe Verbindung zum Oda-Klan.

Im Jahr Tenbun 1 (1532), als Oda Nobuhides, der Vater von Oda Nobunaga, die Burg Nagoyano (in der Nähe des heutigen Ni-no-maru der Burg Nagoya) von den Imagawa eroberte, wurde der Schrein durch Kriegsfeuer zerstört. Nobuhide ließ den jinja jedoch umgehend wiederaufbauen. Es wird überliefert, dass der junge Nobunaga auch im Betsuto-ji (zugehöriger Tempel) „Tennobo“ auf dem Schreingelände fleißig studierte.

Dass das Familienwappen des Oda-Klans, das „Oda Mokko“, noch heute überall auf dem Gelände zu sehen ist, ist ein Beweis dieser historischen Verbindung.

‚Nagoyano‘ oder ‚Nagoya‘? Das Geheimnis des Ortsnamens
Der Name des jinja ist „Nagoyano“ (那古野), aber tatsächlich wurden diese Kanji früher als „Nagoya“ gelesen.

Es gibt verschiedene Theorien über den Ursprung des Ortsnamens Nagoya, aber es besteht kein Zweifel, dass die Schreibweise „Nagoyano“ eine seiner Wurzeln ist. Es gibt die interessante Anekdote, dass der Name zur Unterscheidung vom Ortsnamen „Nagoya“ erst in der Meiji-Zeit, als der jinja an seinen heutigen Standort verlegt wurde, als „Nagoyano“ ausgesprochen wurde.

Der Ginkgo-Baum für ein langes Leben und Glück, der ein wundersames Comeback erlebte
Auf dem Schreingelände steht ein Ginkgo-Baum, der die Kriegswirren der Großen Luftangriffe auf Nagoya überstanden hat.

Er war einst völlig verkohlt und galt als abgestorben, doch nach einigen Jahren trieb er wieder Knospen aus und erlebte eine spektakuläre Wiederauferstehung. Aufgrund dieser starken Lebenskraft wird er heute als „Ginkgo-Baum zur Abwehr von Unglück und für ein langes Leben und Glück“ verehrt, und viele Besucher kommen, um sich seine Kraft zunutze zu machen.

Informationen zur Anime-Pilgerstätte: ‚Medalist‘
Für Fans von ‚Medalist‘, einem authentischen Eiskunstlauf-Anime (und Manga), der in Nagoya spielt, ist das Nagoyano Jinja eine unumgängliche Pilgerstätte.

Im dritten Anime-Promovideo und in der Serie selbst diente der jinja als Vorlage für eine beeindruckende Szene, in der eine der Hauptfiguren, Ema Yamato, auf dem Gelände von zahlreichen Tauben umgeben ist. Tatsächlich ist das Nagoyano Jinja seit langem als „Schrein mit vielen Tauben“ bekannt, und Fans sollten diese Gelegenheit nutzen, um ein Foto in derselben Komposition wie Ema-chan zu machen.

Besonderheiten des Besuchs
Das Nagoyano Jinja weist eine ungewöhnliche Anordnung auf, da sein Gelände mit dem angrenzenden „Nagoya Toshogu“ verbunden ist.

Dies liegt daran, dass die beiden Schreine, die einst nebeneinander im San-no-maru der Burg Nagoya standen, in der Meiji-Zeit gemeinsam an ihren heutigen Standort verlegt wurden. So können Geschichtsliebhaber bei einem einzigen Besuch sowohl einen jinja besuchen, der mit dem Oda-Klan verbunden ist, als auch einen, der mit dem Tokugawa-Klan in Verbindung steht – ein wahrhaft luxuriöser Ort.

Vergessen Sie die Hektik der Stadt und besuchen Sie diesen Ort, um den „Ursprung Nagoyas“ zu spüren, den Nobunaga und Ieyasu zu schützen versuchten.

Nützliche Links und Referenzen

Von ando