Grundlegende Informationen
Standort: 1273-1 Ninocho, Nakatsu-shi, Oita-ken (im Nakatsu-jo Park).
Verehrte Kami: Susanoo-no-Mikoto, Kaiser Ojin, Kaiser Nintoku und dreizehn weitere Kami.
Geschichte: Der jinja wurde im 16. Jahr der Meiji-Zeit (1883) an der Stelle des ehemaligen „Matsu-no-Goten“ unterhalb des Nakatsu-jo-Hauptturms gegründet. Fünf jinja – Rokushogu, Gishisha, Inarisha, Ebisu-sha und Oe Hachiman Jinja, die sich früher in der Burgstadt Nakatsu befanden – wurden hier zusammengeführt. Er fungiert als Gesamtschutz-jinja (Soja) der ehemaligen Nakatsu-Han.
Episoden, Legenden, Mysterien
1. Der jinja auf den Ruinen einer Tragödie: Erinnerungen an den „Matsu-no-Goten“
Der Standort des Nakatsu Jinja war einst der Ort eines prächtigen Gebäudes namens „Matsu-no-Goten“ (Kiefernpalast). Es wurde 1863, im Bakumatsu-Zeitalter, als Residenz für die Ehefrauen und Kinder des Han-Herrn errichtet, die nach der Lockerung der Sankin-kotai-Regelungen aus Edo zurückkehrten. Im Jahr 1877 jedoch, während des Seinan-Krieges, griff die „Nakatsu-tai“ unter Masuda Sotaro, die auf Saigo Takamoris Armee reagierte, die Nakatsu-jo an. Bei diesem Angriff wurde der wunderschöne Palast niedergebrannt. Der Nakatsu Jinja wurde errichtet, um diesen vom Krieg gezeichneten Ort zu reinigen und für den Frieden der Stadt zu beten.
2. Kyushus älteste Steinmauer und das Geheimnis der „Y-förmigen Grenzlinie“
Direkt neben dem jinja ragt die ikonische Steinmauer der Nakatsu-jo empor. Hier verbirgt sich ein „Geheimnis“, das Geschichtsfans in seinen Bann zieht.
Wenn man die Steinmauer auf der Nordseite des Hauptturms genau betrachtet, kann man eine klare Grenzlinie erkennen, an der die Bauweise der Steine völlig unterschiedlich ist. Die rechte Seite ist die Nozurazumi-Methode (Verwendung von unbearbeiteten Natursteinen), die als die älteste in Kyushu gilt und von Kuroda Kanbei, bekannt als der „Militärstratege Kanbei“, errichtet wurde. Die linke Seite ist die Uchikomi-hagi-Methode (Verwendung von bearbeiteten Steinen), die später von Hosokawa Tadaoki, dem nachfolgenden Burgherrn, zur Erweiterung angewandt wurde.
Der Pilgerweg zum jinja führt genau entlang dieser „Grenze zwischen den Epochen der beiden großen Daimyo und Militärstrategen, Kuroda und Hosokawa“. Er ist bekannt als ein Ort, an dem spirituelle Kraft und die Schwere der Geschichte aufeinandertreffen.
3. Der Nakatsu Gion, ein Fest mit 580 Jahren Geschichte, und seine beweglichen Kulturgüter
Der „Nakatsu Gion“, das jährliche Hauptfest des Nakatsu Jinja, ist das größte Ereignis, das den Sommer in der Burgstadt Nakatsu einläutet. Das Shimogion (Yamihamajinja) und das Kamigion (Nakatsu Jinja) zusammen werden als „Nakatsu Gion“ bezeichnet und können auf eine Geschichte von über 580 Jahren zurückblicken.
Die „Gion Guruma“ (Gion-Wagen), die hier gezogen werden, sind „bewegliche Kulturgüter“, die mit Lackmalerei und prächtigen Schnitzereien verziert sind. Besonders beeindruckend sind das „Yaritari“, bei dem die Gion Guruma an Kreuzungen mit hoher Geschwindigkeit gedreht werden, und das wilde „Nerikomi“, das nachts auf dem jinja-Gelände stattfindet. Es heißt, das Fest habe seinen Ursprung darin, dass der Herr des Nakatsu-Han einst Festwagen aus Kyoto kommen ließ, und der Stolz der Burgstadt wird bis heute weitergegeben.
4. Die Legende eines rachsüchtigen Geistes im angrenzenden Shiroi Jinja
Direkt neben dem Nakatsu Jinja befindet sich der Shiroi Jinja. Dieser jinja ist mit der Legende vom „Attentat auf Utsunomiya Shigefusa“ verbunden, das als das größte Geheimnis der Nakatsu-jo gilt.
Als Kuroda Kanbei die Nakatsu-jo baute, lud er den mächtigen und feindseligen Clan-Chef Utsunomiya Shigefusa zu einem Bankett ein und ermordete ihn. Danach ereigneten sich im Kuroda-Klan eine Reihe seltsamer Vorkommnisse, und es wird gesagt, dass Kanbei selbst unter dem rachsüchtigen Geist von Shigefusa litt. Dieser jinja wurde errichtet, um diesen Geist zu besänftigen. Beim Besuch des Nakatsu Jinja können Sie die Geschichte von Licht und Schatten der Burgstadt Nakatsu noch tiefer erfahren, indem Sie auch den Shiroi Jinja und den Senjo Jinja besuchen, der die Gefolgsleute von Shigefusa ehrt.
