Imizu-cho liegt in Takashima City, Präfektur Shiga, im Nordwesten des Biwa-Sees. Hier befindet sich eine jinja mit einem ungewöhnlichen Namen: die Ashizumi jinja Yukisugi Tenmangu. An diesem Ort, wo sich die Namen zweier jinja aneinanderreihen, sind eine geheimnisvolle Legende um das Genie der Heian-Zeit, Sugawara no Michizane, und eine tief verwurzelte Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht, eingeprägt.
Grundlegende Informationen
Standort: 1228 Hirokawa, Imazu-cho, Takashima City, Shiga Prefecture
Hauptkami:
Ashizumi jinja: Ashizumi-no-mikoto
Yukisugi Tenmangu: Sugawara no Michizane-ko
Hauptfest: 4. Mai (Imazu Matsuri)
Das Mysterium des Namens „Yukisugi“
Was sofort ins Auge fällt, wenn man diese jinja besucht, ist der seltene Name „Yukisugi“ (vorbeigehen/passieren). Dahinter steckt eine etwas melancholische Legende um Sugawara no Michizane-ko, der als Gott der Gelehrsamkeit bekannt ist.
Sugawara no Michizane-ko, der infolge des Shōtai-Vorfalls in der Heian-Zeit nach Dazaifu verbannt werden sollte, kam auf seiner Reise an diesem Ort vorbei. Seine ehemaligen Schüler und Bewunderer eilten herbei, um Abschied zu nehmen. Doch Michizane-ko, der den Status eines Kriminellen hatte, musste diesen Ort „passieren“ (yukisugiru), ohne anzuhalten, obwohl er sich mit schwerem Herzen trennen musste.
Aus dieser Episode wurde der Ort schließlich „Yukisugi“ genannt, und es wird überliefert, dass dieser Name auch dem Tenmangu gegeben wurde, als es später zur Verehrung Michizane-kos errichtet wurde. Auf dem Gelände befindet sich auch der „Koshikake-ishi“ (Sitzstein), auf dem Michizane-ko geruht haben soll, der noch heute die damals empfundene Trauer Michizane-kos und die Zuneigung der Dorfbewohner zu ihm übermittelt.
Die Ashizumi jinja, die ein antikes Rätsel birgt
Die ebenfalls erwähnte Ashizumi jinja ist eine „Shikinaisha“ (ein im Engishiki Jimmyocho, einem Register aus der Heian-Zeit, aufgeführter Schrein) und besitzt eine sehr alte Geschichte.
Bezüglich des Hauptkami „Ashizumi-no-mikoto“ besteht das Mysterium, dass dessen genaue Identität eigentlich unbekannt ist. Eine Theorie besagt eine Verbindung zum alten einflussreichen Azumi-Clan, der dieses Gebiet beherrschte. Der Azumi-Clan ist als Familie bekannt, die Meeresgötter (kaishin) verehrt. Es wird angenommen, dass er an diesem Ort mit dem riesigen Gewässer des Biwa-Sees wahrscheinlich als Wassergott oder Gott der Seefahrt verehrt wurde.
Nach dem Mittelalter gewann der Tenmangu-Glaube an Stärke, wodurch der Name „Yukisugi Tenmangu“ in den Vordergrund rückte. Doch im Grunde lebt der Glaube an den mysteriösen kami „Ashizumi“, der seit der Antike besteht, still weiter.
Pilgerfahrt zu einem heiligen Ort: Als Kulisse des Animes ‚Chūnibyō demo Koi ga Shitai!‘
Imazu-cho in Takashima City, wo sich diese Ashizumi jinja Yukisugi Tenmangu befindet, ist auch als einer der Orte bekannt, die als Vorbild für den beliebten Anime ‚Chūnibyō demo Koi ga Shitai!‘ dienten.
In der Serie treten zahlreiche Szenen aus der Umgebung des nächstgelegenen Bahnhofs Ōmi-Imazu und Landschaften entlang des Biwa-Sees auf. Obwohl die jinja selbst nicht als Hauptschauplatz dargestellt wird, besuchen viele Fans diese jinja als Teil der „heiligen Stätten“, an denen man die Atmosphäre der Geschichte spüren kann. Die ruhige und friedliche Atmosphäre auf dem Schreingelände strahlt einen etwas fantastischen Reiz aus, der mit der Welt des Animes harmoniert, und macht sie zu einem unübersehbaren Ort für Fans des Werks.
Sehenswürdigkeiten bei einem Besuch
Das Schreingelände ist sehr ruhig und von einer feierlichen Atmosphäre umgeben, die von alten Bäumen herrührt. Besonders bemerkenswert sind die kunstvollen Schnitzereien des Hauptgebäudes (honden). Des Weiteren ziehen beim jährlich im Mai stattfindenden „Imazu Matsuri“ prächtige Festwagen (hikiyama/dashi) durch die Straßen und tauchen den Ort in eine lebhafte Atmosphäre, die im Kontrast zur gewohnten Ruhe steht.
Der Weg, den Michizane-ko passierte, und der Ort, an dem ein antiker kami ruht. Erleben auch Sie eine zeitlose Romantik in der Ashizumi jinja Yukisugi Tenmangu, wo sich die vorder- und hintergründigen Bühnen der Geschichte kreuzen.
Verwandte Links / Referenzen
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