Shimogamo Jinja, Kyotos ältester Schrein: Ein heiliger Ort für die „Sieben Mysterien“, die in einem uralten Wald schlummern, und für ausgelassene Tanuki.

Der Shimogamo Jinja ist einer der bedeutendsten Kraftorte Kyotos und gehört auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sein offizieller Name ist Kamo Mioya Jinja (Kamomioya Jinja). Es ist einer der ältesten Jinja Kyotos, der sich schon lange vor dem Bau der Hauptstadt Heian-kyo an diesem Ort befindet.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen nicht nur seine Geschichte, sondern auch faszinierende Episoden und Geheimnisse dieses Jinja vor, der vom weitläufigen Tadasu no Mori (Tadasu no Mori) umgeben ist, sowie Informationen zu Pilgerreisen zu Anime-Schauplätzen, die Anime-Fans begeistern werden.

Basisinformationen

Offizieller Name: Kamo Mioya Jinja (Kamomioya Jinja)
Verehrte Kami: Kamo Taketsunumi no Mikoto (Kamotaketsunumi no Mikoto), Schutzgott, der das alte Kyoto gründete. Tamayori Hime no Mikoto (Tamayorihime no Mikoto), Kami der Partnerschaft, sicheren Geburt und Kindererziehung.
Sehenswürdigkeiten: Das Honden (Hauptgebäude), ein Nationalschatz; Tadasu no Mori; Mitarashi Ike; Aioi-sha und mehr.

Legenden und Geheimnisse: Die „Sieben Wunder“ des Shimogamo Jinja

Im Shimogamo Jinja gibt es die „Sieben Wunder“, die seit langer Zeit überliefert sind. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige der besonders faszinierenden Episoden vor.

1. „Mitarashi Dango“ – Das Geheimnis seiner Entstehung

Im Mitarashi Ike (Mitarashi Ike) auf dem Schreingelände sprudelt am Tag des Tsuchi no Ushi frisches Wasser aus dem Teichboden. Es wird gesagt, dass die Form der dabei aufsteigenden Wasserblasen als Inspiration für die Entstehung der Mitarashi Dango diente.

Es gibt die Theorie, dass die fünf Dango-Bällchen am Spieß, wobei das oberste etwas abseits liegt, die Form der Blasen oder die fünf Körperteile des Menschen (Kopf und vier Gliedmaßen) darstellen, und dass ihnen auch eine Bedeutung der Unheilabwehr innewohnt.

2. Wunder der Partnerschaft: Renri no Sakaki (Der weise Baum der Verbundenheit)

Neben dem Aioi-sha (Aioi no Yashiro) vor dem Ro-mon (Tor) steht ein wundersamer Shimboku (heiliger Baum), bei dem zwei Bäume auf halbem Weg miteinander verbunden sind und so einen Baum bilden. Der Legende nach ist die Kraft der Kami der Partnerschaft so stark, dass selbst die Bäume miteinander verbunden wurden.

Erstaunlicherweise heißt es, dass, wenn dieser Baum verdorrt, irgendwo im Tadasu no Mori ein weiterer auf dieselbe Weise verbundener Baum gefunden wird, und die derzeitige vierte Generation des Shimboku trägt dieses Geheimnis weiter.

3. Yata Karasu (Yatagarasu) – Die wahre Identität des Kami der Führung

Es gibt die Überlieferung, dass Kamo Taketsunumi no Mikoto (Kamotaketsunumi no Mikoto), einer der verehrten Kami, die Inkarnation von Yata Karasu (Yatagarasu) ist, dem legendären dreibeinigen Raben, der Kaiser Jinmu führte. Er wird als Kami des Sieges und der Führung verehrt und ist auch als Symbol des japanischen Fußballverbands bekannt. Eine seiner Wurzeln liegt hier im Shimogamo Jinja.

4. Tadasu no Mori – Der Ort der Gerechtigkeit

Das Wort „Tadasu“ (Tadasu) bedeutet „Lügen richtigstellen“. Es gibt die Theorie, dass dieser Ort seinen Namen erhielt, weil hier in der Antike Streitigkeiten der Menschen vor den Kami entschieden wurden. Auch heute noch spürt man beim Betreten dieses Waldes, wie sich die Atmosphäre verändert und eine reine Stimmung, die einen aufrecht stehen lässt – vielleicht ist das auf seine Geschichte zurückzuführen.

Anime-Pilgerreise: Die Bühne, auf der Tanuki und Studenten unterwegs sind

Der Shimogamo Jinja und seine Umgebung sind auch als wichtige Schauplätze beliebter Anime bekannt, die in Kyoto spielen.

Uchouten Kazoku

Im Anime Uchouten Kazoku, basierend auf der Originalgeschichte von Tomihiko Morimi, leben die Tanuki der Protagonistenfamilie „Shimogamo-ke“ (Familie Shimogamo) genau in diesem Tadasu no Mori.

Tadasu no Mori: Die Heimatbasis der Familie Shimogamo.
Umfeld des Mitarashi Ike: Häufiger Schauplatz von Szenen, in denen die Tanuki sich verwandeln oder Unruhe stiften.
Jedes Jahr finden hier begeisterte Pilgerreisen zu Anime-Schauplätzen statt, darunter Kollaborationsveranstaltungen mit dem Werk und die Nachbildung des „Fake Eizan-Densha“ durch Fans.

Yojouhan Shinwa Taikei und Yoru wa Mijikashi Arukeyo Otome

Auch in anderen Werken von Tomihiko Morimi ist der Shimogamo Jinja ein wichtiger Ort. Besonders in Yojouhan Shinwa Taikei wird der Flohmarkt für alte Bücher (Shimogamo Noryo Furuhon Matsuri) des Shimogamo Jinja als Schlüsselszene der Geschichte dargestellt.

K-ON!

Der Shimogamo Jinja diente als Modell für den Jinja, den die Mitglieder von Hokago Tea Time in der 7. Folge der ersten Staffel des Anime zum Hatsumode (ersten Schreinbesuch im neuen Jahr) besuchten. Fans folgen immer noch den Sando (Zugangswegen), die sie gingen, und den Orten, an denen sie Omikuji (Glücksbringer-Lose) zogen.

Der Shimogamo Jinja ist ein Ort, an dem man den Atem der Antike spüren kann, sobald man ihn betritt. Mitarashi Dango genießen, über die im Wald verborgenen Geheimnisse nachdenken, nach den Landschaften suchen, in denen die Anime-Charaktere verweilten… Die Möglichkeit, diesen Ort auf so vielfältige Weisen zu genießen, ist der größte Reiz dieses Jinja.

Von ando