Spiegelbildliche Zwillings-Jinja!? Ein überraschendes Mysterium verborgen im Fukuyama Hachimangu, dem Hauptschutz-Jinja von Bingo Fukuyama.

Fukuyama Hachimangu, ein jinja in Fukuyama City, Präfektur Hiroshima, liegt nördlich des Schlosses Fukuyama. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein prächtiger Schrein, doch sobald man das Gelände betritt, breitet sich ein Anblick aus, der jeden „Oh!?“ staunen lässt. Dort verbirgt sich ein landesweit äußerst seltenes „Geheimnis“.

Grundlegende Informationen:
Adresse: 1-2-16 Kitayoshizu-cho, Fukuyama City, Präfektur Hiroshima
Verehrte kami: Ojin Tenno, Jingu Kogo, Hime Okami
Gründung: Tenna 3 (1683)
Segnungen: Schutz vor Unglück, Glück, Gebet für den Sieg, Familiensicherheit und andere.

1. Landesweit einzigartig?! Zwei Schreinhallen spiegelbildlich nebeneinander
Das größte Merkmal des Fukuyama Hachimangu ist, dass sich auf dem Gelände „zwei Schreinhallen exakt gleicher Größe und Bauart nebeneinander befinden“.
Es gibt zwei Zugangswege, zwei Torii, zwei Steintreppen, und von den Zuishinmon-Toren über die Haiden (Gebetshallen) bis zu den Honden (Hauptheiligtümern) ist alles spiegelbildlich angeordnet, als ob es sich in einem Spiegel widerspiegeln würde.
Die rechte Seite ist der Higashi-onomiya und die linke Seite der Nishi-onomiya.
Normalerweise werden bei der Verehrung mehrerer jinja an einem Ort diese im Rahmen von Goshi (Zusammenlegung von kami) in einem einzigen Gebäude untergebracht. Warum wurden hier absichtlich zwei Schreinhallen unabhängig voneinander nebeneinander gebaut?

2. Die Hintergrundgeschichte: Die Weisheit eines weisen Fürsten, der den Stolz von Samurai und Stadtbewohnern wahrte
Diese ungewöhnliche Struktur ist eng mit der Geschichte des Fukuyama-han (Lehens) in der Edo-Zeit verbunden.
Ursprünglich gab es an diesem Ort zwei verschiedene Hachimangu.
Nobuhiro Hachimangu: ein jinja, das die Verehrung der Stadtbewohner (Kaufleute) anzog.
Nogami Hachimangu: ein jinja, das die Verehrung der Samurai (Lehensherren) anzog.
Die aufeinanderfolgenden Fürsten des Fukuyama-han waren der Meinung, dass keines der beiden jinja bevorzugt werden durfte. Unter einer gleichberechtigten Regierungspolitik, die besagte, dass „sowohl Samurai als auch Stadtbewohner gleichermaßen von den kami beschützt werden sollten“, ließ der vierte Fürst, Mizuno Katsutane, beide Schreine nebeneinander mit genau dem gleichen Status errichten.
Diese Form, die als „Ryosha Hachiman“ (zwei Hachiman-Schreine) bekannt ist, kann als eine kluge Geste angesehen werden, die typisch für das Fukuyama-han war, das trotz des damals existierenden Klassensystems den Frieden unter seinen Untertanen schätzte.

3. Legende und Mysterium: Ein Ort, der einst das Meer war
Auf dem Matsunoo-yama, dem Berg, auf dem der jinja steht, gibt es eine alte Legende.
Einst war die gesamte Burgstadt Fukuyama ein Binnenmeer, das „Ana-no-Umi“ genannt wurde. Es wird überliefert, dass der Ort, an dem sich heute das Schloss Fukuyama und der Hachimangu befinden, eine Insel oder ein Kap war, das im Meer schwamm.
Es heißt, dass der Higashi-onomiya vom Usa Hachimangu und der Nishi-onomiya vom Tsurugaoka Hachimangu als Kanjo (Einladung eines kami) hierher gebracht wurden. Es gibt jedoch auch die Theorie, dass an diesem Ort bereits seit der Antike eine Form der Verehrung existierte, was die starke Energie des Landes Fukuyama selbst spüren lässt.

4. Der stärkste Kraftort: Sobin Jinja
Der Sobin Jinja, der sich zwischen den beiden Schreinhallen befindet (und derzeit hinter dem Nishi-onomiya liegt), ist ebenfalls sehenswert.
Hier wird Mizuno Katsunari, der erste Fürst des Fukuyama-han und einer der stärksten Feldherren der Sengoku-Zeit, verehrt.
Katsunari war ein Cousin von Tokugawa Ieyasu und hat zahlreiche militärische Erfolge errungen. Aufgrund seiner mächtigen göttlichen Tugend ist dieser Ort als verborgener Kraftort bekannt, der von Pilgern in entscheidenden Momenten oder wenn sie Schwierigkeiten überwinden wollen, stets besucht wird.

5. Besichtigungstipp: Die Existenz der zentralen Haiden
Im Jahr 1969 fusionierten die beiden jinja juristisch und wurden zum heutigen Fukuyama Hachimangu.
1984 wurde eine Chuo Haiden (zentrale Gebetshalle) neu gebaut, die die beiden Schreinhallen verbindet. Dies hat zu einem noch spektakuläreren Anblick geführt, mit den drei Schreinhallen – Ost, Mitte und West – nebeneinander.
Die Schönheit des Nishi-onomiya, dessen leuchtende Farbenpracht im Zuge der Heisei-Restauration wiederhergestellt wurde, ist beeindruckend.

Wenn Sie das Schloss Fukuyama besuchen, machen Sie unbedingt einen Abstecher zu diesem „Zwillingsschrein“ im Norden.
Gehen Sie einen der beiden Zugangswege entlang oder betrachten Sie das Ganze von der Mitte aus. Erleben Sie diesen landesweit einzigartigen, faszinierenden Ort, während Sie über die Geschichte der Samurai und Stadtbewohner nachdenken.

Verwandte Links und Referenzen:
1. Go-Yusho | Bingo Fukuyama Sochinju Fukuyama Hachimangu (https://www.fukuyamahachimangu.or.jp/goyuisho)
2. Hiroshima no Kenchiku arch-hiroshima | Fukuyama Hachimangu (http://arch-hiroshima.info/arch/hiroshima/fh_shrine.html)
3. Tsurebashi 『Soukyuu no Fafner EXODUS』 Butaitanhō (Seichi Junrei) ~Tomonoura・Onomichi~ (http://tsurebashi.blog123.fc2.com/blog-entry-394.html)
4. Bingo Fukuyama Sochinju Fukuyama Hachimangu | Binnami (https://bin-navi.com/goshuincho/2182/)
5. Fukuyama・Kyōdo no Ijin-tachi – FM Fukuyama (https://fm777.co.jp/historical/)
6. Fukuyama Hachimangu – Wikipedia (https://ja.wikipedia.org/wiki/%E7%A6%8F%E5%B1%B1%E5%85%AB%E5%B9%A2%E5%AE%AE)
7. Präfektur Hiroshima, Fukuyama City, Fukuyama Hachimangu, ein jinja mit drei wunderschönen Schreinhallen (*’▽‘) | Hareta-ri, Kumotta-ri, Ame datta-ri, Arashi datta-ri… (https://ameblo.jp/turn-over-a-new-leaf/entry-12913722884.html)
8. Fukuyama Hachimangu (http://www.komainu.org/hirosima/fukuyamasi/fukuyamahachimangu/fukuyamahachimangu.html)

Von ando