Grundlegende Informationen
Standort: 1690 Oaza Osaki, Hofu-shi, Präfektur Yamaguchi
Verehrter Kami: Tamanooya-no-mikoto
Schreinrang: Ichinomiya der Provinz Suo, Shikinai-sha, Ehemaliger Kokuhei-Chusha, Beppyo-jinja
Zugang: Vom JR Sanyo Main Line „Hofu Station“ ca. 12 Minuten mit dem Bus. Steigen Sie an der Haltestelle „Iryo Center“ aus und gehen Sie ca. 20 Minuten zu Fuß. Ca. 10 Minuten mit dem Auto von der Sanyo Autobahn „Hofu-Higashi IC“.
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Japans einziges Sōhonsha, das den Kami verehrt, der das Magatama, eines der Drei Heiligen Schätze, erschaffen hat
Das Tamanooya Jinja in Hofu City, Präfektur Yamaguchi, ist als „Ichinomiya“ – der prestigeträchtigste Schrein – der Provinz Suo (heute östliche Präfektur Yamaguchi) bekannt. Seine Geschichte ist so alt, dass das genaue Gründungsdatum unbekannt ist, aber sein Name taucht bereits in Aufzeichnungen aus der Nara-Zeit (738 n. Chr.) auf.
Das größte Geheimnis liegt bei dem verehrten Kami, Tamanooya-no-mikoto. Dieser Kami soll das „Yasakani no Magatama“, einen der Drei Heiligen Schätze, während der Episode der „Ama-no-Iwato Hideaway“ in der japanischen Mythologie erschaffen haben. Er wird als der Ahnherr der Edelsteinbearbeitung (tamatsukuri) verehrt. Als Sōhonsha (Hauptschrein) aller Tamanooya Jinja landesweit ist es keine Übertreibung zu sagen, dass die Wurzeln der Schätze Japans hier liegen.
Die Schreie der „Langkrähenden Hühner“ im Schreingelände und die Legende von Ama-no-Iwato
Wenn Sie durch das Gelände des Tamanooya Jinja gehen, werden Sie seltene Hühner sehen. Dies sind die „Kurokashiwa-kei“, die als Nationales Naturdenkmal ausgewiesen sind.
Der Legende nach, als Amaterasu Omikami sich in der Felsenhöhle (Ama-no-Iwato) versteckte und die Welt in Dunkelheit gehüllt war, versammelte Tamanooya-no-mikoto diese Hühner und ließ sie krähen, um die Sonnengöttin herauszulocken.
Diese Kurokashiwa-kei gelten als Nachfahren der „Tokoyo-no-Naganakidori“ (Immerwährende Langkrähende Vögel). Ihr Krähen ist außergewöhnlich lang und kann manchmal fast 10 Sekunden dauern. Sie werden auch heute noch sorgfältig auf dem Schreingelände gehalten, und ihr göttliches Aussehen und ihre Rufe lassen bei den Besuchern die Welt der Mythen lebendig werden.
Das geheimnisvolle Kami-Grab „Tama no Iwaya“
Etwa 500 Meter nördlich des Schreins liegt eine Megalithruine namens „Tama no Iwaya“. Es hält sich die Legende, dass dies die Grabstätte von Tamanooya-no-mikoto ist, der in dieser Gegend verstarb.
Die Tatsache, dass ein Kami ein „Grab“ hat, ist höchst faszinierend und weckt historischen Romantismus, der darauf hindeutet, dass möglicherweise eine alte Gruppe mit fortschrittlicher Edelsteinbearbeitungstechnologie (die Tamatsukuri-be) hier siedelte und ihr Häuptling später vergöttlicht wurde.
Die verborgene Seite: Ein „Heiligtum“ für Fachleute der Brillen-, Uhren- und Schmuckbranche
Als Kami, der über „Tama“ (Edelsteine, Kugeln, Linsen) wacht, zieht Tamanooya-no-mikoto überraschenderweise auch starke Verehrung aus verschiedenen modernen Industrien an.
– Schmuck und Edelmetalle: Weil er der Kami des Magatama ist.
– Brillen und Linsen: Weil Linsen auch als „Tama“ (Kugeln) bezeichnet werden.
– Uhren: Weil „Tama“ (wie Quarz) einst als Lager in Uhren verwendet wurden.
Jeden April findet das Festival „Tama no Matsuri“ statt, und Fachleute aus der Brillen- und Uhrenindustrie aus dem ganzen Land kommen, um für geschäftlichen Erfolg zu beten. Auf dem Schreingelände befindet sich auch ein „Megane-zuka“ (Brillenhügel), wo gebrauchte Brillen zum Gedenken dargebracht werden, was ihn zu einer versteckten heiligen Stätte für Techniker macht.
Informationen zur Pilgerreise für Anime- und Gaming-Fans
Das Tamanooya Jinja hat unter Fans des beliebten „Touhou Project“ (bekannt als Touhou-zei) als eine ihrer Pilgerstätten Aufmerksamkeit erregt.
Die Figur „Tamatsukuri Misumaru“, die in dem Werk erscheint, basiert auf einem Kami, der Magatama erschafft, und die ursprüngliche Inspiration für diese Figur ist kein anderer als Tamanooya-no-mikoto, der verehrte Kami dieses Tamanooya Jinja. Viele Fans besuchen diesen alten Schrein auf der Suche nach den Wurzeln von Charakteren, die Magatama als Waffen oder Werkzeuge verwenden.
Darüber hinaus diente Hofu City insgesamt als Schauplatz des Anime-Films „Mai Mai Miracle“, und die Landschaft um diesen Schrein, den Ichinomiya der Provinz Suo, ist ein kostbarer Ort, der noch heute die Atmosphäre der in dem Film dargestellten Heian-Zeit-Provinzhauptstadt vermittelt.
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Der Glanz des Magatama, der seit mythologischen Zeiten währt, und die Stille, bewacht von Hühnern, die Naturdenkmäler sind. Das Tamanooya Jinja ist ein Kraftort voller mysteriösem Charme, der nicht nur Geschichtsliebhaber, sondern auch Techniker und Fans der Subkultur anzieht.
Verwandte Links / Referenzen
