Die Yatsushiro jinja, die in Yatsushiro-shi, Präfektur Kumamoto, liegt, ist seit der Antike unter dem Spitznamen „Myōken-san“ (sprich: Myoken-san) bekannt und gilt als heiliger Ort des Myōken-Glaubens, der den Polarstern und den Großen Wagen als Kami (Gottheiten) verehrt. Diese jinja, die neben der Sōma Myōken in der Präfektur Fukushima und der Chichibu Myōken in der Präfektur Saitama zu den „Drei Großen Myōken Japans“ zählt, ist nicht nur reich an Geschichte, sondern auch erfüllt von geheimnisvollen Legenden und Mysterien.
Grundlegende Informationen
Name: Yatsushiro jinja (ehemals Myōken-gū).
Standort: 405 Myōkenmachi, Yatsushiro-shi, Präfektur Kumamoto.
Verehrte Kami (Gottheiten): Ame no Minakanushi no kami, Kuni no Tokotachi no Mikoto.
Gründung: Hakuho 9 (680 n. Chr.).
Wichtigstes Fest: Yatsushiro Myōken Matsuri (22. und 23. November), ein immaterielles Kulturerbe der UNESCO.
Die Legende des mysteriösen Monsters „Kida“, das über das Meer kam
Die Existenz des Fabeltiers „Kida“ ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Geschichte der Yatsushiro jinja. Vor Ort wird es liebevoll „Game“ genannt.
Der Legende nach kam im Jahr Hakuho 9 (680 n. Chr.) die Myōken no kami (Gottheit Myōken) von China (damals Mingzhou) über das Meer nach Japan. Es wird erzählt, dass sie auf dem Rücken eines „Kida“ reiste, einem Wesen mit dem Körper einer Schildkröte sowie dem Kopf und Schwanz einer Schlange. Nachdem die Myōken no kami in „Takewara no Tsu“ in Yatsushiro-shi an Land gegangen war, wurde sie später an dem Ort der heutigen Yatsushiro jinja verankert.
Dieses Kida soll seine Wurzeln in „Genbu“ haben, einem der Vier Himmlischen Tiere Chinas. In Yatsushiro jedoch hat es eine einzigartige Entwicklung durchgemacht, und während der Feste kann man es in einem humorvollen und doch tapferen Tanz erleben.
Das „Yatsushiro Myōken Matsuri“, eines der drei großen Feste Kyūshūs, und seine Mysterien
Das „Yatsushiro Myōken Matsuri“, das jedes Jahr im November stattfindet, ist ein prächtiges und farbenfrohes Fest, das auch als immaterielles Kulturerbe der UNESCO registriert ist.
Dazu gehören:
Bewegliche Kunstwerke „Kasaboko“: Die neun Kasaboko, die den Prozessionszug begleiten, sind prunkvoll verziert und zeugen von der geballten Handwerkskunst der Edo-Zeit.
Die drei Kami „Mebuka, Tenaga, Ashihaya“: Es gibt eine wundersame Überlieferung, dass die Myōken no kami bei ihrer Ankunft von drei Gefolgsleuten begleitet wurde, die Mebuka (tiefäugig), Tenaga (langarmig) und Ashihaya (schnellfüßig) genannt wurden. Es wird gesagt, dass diese entweder übernatürlich begabte Individuen oder Symbole für Einwanderer waren, was ein Mysterium des antiken internationalen Austauschs erahnen lässt.
Informationen zur Pilgerreise an heilige Stätten: Yatsushiros Landschaften in Anime dargestellt
Die Yatsushiro jinja und ihre Umgebung ziehen auch als Kulisse oder Modell für beliebte Anime-Werke Aufmerksamkeit auf sich.
Dazu zählen:
„Natsume Yūjin-chō“: Obwohl diese Serie hauptsächlich die Regionen Hitoyoshi und Kuma in der Präfektur Kumamoto darstellt, ist Yatsushiro-shi ebenfalls einer der wichtigen Modellorte. Im Anime verschmelzen die festliche Atmosphäre, die an das Yatsushiro Myōken Matsuri erinnert, und die feierliche Stimmung der jinja mit der Weltanschauung des Werkes, weshalb viele Fans zur Pilgerreise an diese heiligen Stätten kommen.
„Pole Princess!!“: Yatsushiro-shi ist der Schauplatz dieser Serie, und im Werk erscheinen der Torii der Yatsushiro jinja und Szenen aus dem Schreingelände. Die Geschichte und Kultur des Myōken Matsuri beeinflussen auch den Hintergrund der Handlung, was es zu einem unverzichtbaren Ort für Fans macht.
Hintergrundinformationen zur Verehrung: Das Drei-Schrein-System von Jōgū, Chūgū und Gegū
Die Yatsushiro jinja, die wir heute gemeinhin besuchen, entspricht dem „Gegū“ (unterer Schrein). Tatsächlich gibt es auf dem Gipfel des dahinterliegenden Berges Mimuro-yama (Yokodake) die Spuren des „Jōgū“ (oberer Schrein) und am Fuße des Berges die Spuren des „Chūgū“ (mittlerer Schrein). Einst wurde der Glaube in einem Drei-Schrein-System praktiziert.
Zum Jōgū muss man einen steilen Bergpfad erklimmen, doch dort weht eine heilige Aura als „Ort, an dem die Sterne herabkamen“. Wer sich körperlich fit fühlt, für den könnte es eine besondere Art der Verehrung sein, die Stätte des Jōgū, den Ursprung des Myōken-Glaubens, anzustreben.
Die Yatsushiro jinja, die die Kraft der Sterne in sich trägt und in der die über das Meer gekommene Legende noch immer lebendig ist. Erleben Sie diese mystische Geschichte zusammen mit dem UNESCO-immateriellen Kulturerbe-Fest.
Verwandte Links und Referenzen
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