Der Geburtsort von Kaiser Keitai!? Die Geheimnisse und die Legende der sicheren Geburt des Mizuo Jinja, verborgen in Takashima, Shiga.

Das Mizuo Jinja (みずおじんじゃ) liegt in Takashima City, Präfektur Shiga, an der Westseite des Biwa-Sees. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Chinjusha, ein ruhiger Schutzschrein eines Dorfes. Doch tatsächlich ist dieser alte jinja ein Ort, der immense Energie birgt, die mit der Geburt des 26. Kaisers Keitai verbunden ist, der die japanische Geschichte maßgeblich veränderte.

Dieses Mal stellen wir Ihnen die Mysterien und Hintergrundgeschichten des Mizuo Jinja vor, die für Fans der alten Geschichte und Liebhaber von Kraftorten unwiderstehlich sind.

War das Haiden eine „Geburtskammer“? Das Mysterium der Geburt von Kaiser Keitai

Die größte Attraktion und das größte Mysterium dieses jinja ist die „Geburtslegende von Kaiser Keitai“.

Furihime no Mikoto (ふりひめのみこと), eine der hier verehrten Kami, war die Mutter von Kaiser Keitai. Der Legende nach brachte Furihime den späteren Kaiser Keitai im „Haiden“ (Gebetshalle) dieses jinja zur Welt, das ihr als Geburtsort diente.

Noch überraschender ist die „Drillings-Theorie“, die in einigen Überlieferungen existiert. Eine geheimnisvolle Hintergrundgeschichte, die nicht in den Kiki (Kojiki und Nihon Shoki) verzeichnet ist, lebt hier weiter: dass Furihime hier drei kaiserliche Prinzen zur Welt brachte und einer von ihnen der spätere Kaiser Keitai (Ootato no Ō) wurde. Der Grund, warum sie bis heute als Kami für sichere Geburten und Kindersegen verehrt wird, liegt in dieser kraftvollen Geburtslegende.

Der Mizuo-Garten, wo gigantische „Yin-Yang-Steine“ thronen

Der „Mizuo-Garten“, der sich auf der linken Seite des Schreingeländes erstreckt, wurde in der Heisei-Ära angelegt, doch hier gibt es einen „Geheimtipp“, den man nicht verpassen sollte.

Das ist der gigantische „Yin-Yang-Stein“, der im Garten platziert ist. Dieser Stein, eine Kombination aus natürlichen Megalithen, symbolisiert Nachkommenschaft und Lebensenergie und ist ein mächtiger Kraftort, der Insidern bekannt ist.

Des Weiteren ist dieses Gebiet auch der Stammsitz des alten mächtigen Clans „Mio-uji“ (みおうじ). Obwohl der Name des jinja „Mizuo“ (みずお) lautet, wurde dieses gesamte Gebiet einst „Mio“ (みお) genannt und war ein so malerischer Ort, dass er sogar im Manyoshu besungen wurde. Der gesamte Berg, einschließlich des hinter dem jinja aufragenden Berges Mio, ist von einer einzigartigen Atmosphäre wie einem shin’iki (heiligen Bereich) umhüllt.

Unerwartete Verbindung zum Tokugawa-Shogunat

Es ist nicht nur die Romantik des Altertums. Das Mizuo Jinja erhielt während der Edo-Zeit auch besondere Verehrung vom Tokugawa-Shogunat.

Es gibt Aufzeichnungen, dass der 8. Shogun Tokugawa Yoshimune einen Mikoshi (tragbarer Schrein) stiftete und der 9. Shogun Ieshige das Honden (Haupthalle) wiederaufbaute. Warum wurde ein regionaler jinja von der Spitze des Shogunats so hoch geschätzt? Es könnte daran liegen, dass dieser Ort als heilige Stätte zur Verehrung der „Mutter des Kaisers“ anerkannt und daher als unverzichtbar für Gebete um die Stabilität der Nation angesehen wurde.

Verbindung zum alten Dokument ‚Hotsuma Tsutae‘

Unter Geschichtsfans wird heimlich über die Verbindung zum alten Geschichtstext ‚Hotsuma Tsutae‘ gesprochen. In diesem Dokument wird die Gegend um das Mizuo Jinja als ein sehr wichtiger Stützpunkt beschrieben, und es heißt, dass hier Hinweise auf Japans Wurzeln verborgen sind, die eine andere Perspektive als die Kiki bieten. Beim Betrachten der verstreuten Megalithen auf dem Schreingelände wird man dazu angeregt, sich vorzustellen, dass „eine andere japanische Geschichte“, die nicht in Schulbüchern zu finden ist, tatsächlich existiert haben könnte…

Grundlegende Informationen
Name: Mizuo Jinja (みずおじんじゃ)
Standort: Haido 716, Takashima City, Shiga Prefecture
Verehrte Kami:
Iwakutsukuwakenomikoto (いわつくわけのみこと): Der zehnte kaiserliche Prinz von Kaiser Suinin. Kami des beruflichen Aufstiegs und des Glücks.
Furihimenomikoto (ふりひめのみこと): Mutter von Kaiser Keitai. Kami der sicheren Geburt und des Kindersegens.
Anfahrt: Von der JR Kosei Line „Ōmi-Takashima Station“ ca. 8 Minuten mit dem Bus (Hata Line), Ausstieg „Shimo-Haido“, dann ca. 3 Minuten zu Fuß.
Höhepunkte: Das von Tokugawa Ieshige wiederaufgebaute Honden, der Yin-Yang-Stein im Mizuo-Garten, die Haido-Kofun-Gräbergruppe (Umgebung)

Wenn Sie den Atem des Altertums und die mystische Kraft der Geburt des Lebens spüren möchten, sollten Sie diesen Ort unbedingt einmal besuchen. In der Stille werden Sie sicherlich den deutlichen „Puls der Geschichte“ hören.

Von ando