Grundlegende Informationen
Standort: 1-30-2 Motogou, Kawaguchi-shi, Saitama-ken
Verehrte kami: Susanoo-no-mikoto, Ichikishima-hime-no-mikoto
Anreise: Etwa 5 Gehminuten vom Bahnhof Kawaguchi-Motogo der Saitama Rapid Railway.
Der „Schrein des Glücks“, entstanden aus einer Traumbotschaft
Die Geschichte des Motogo Hikawa Jinja reicht bis in die späte Muromachi-Zeit zurück. Eines Nachts hatte der damalige Kriegsherr Hirayanagi Kurando, der diese Gegend regierte, einen mysteriösen Traum. Es wird überliefert, dass der jinja gegründet wurde, indem die kami des Omiya Hikawa Jinja, des Ichinomiya (ersten jinja) der Provinz Musashi, gemäß dieser „Traumbotschaft“ hierher berufen und der jinja errichtet wurde.
Einst am Deich des Flusses Arakawa gelegen, wurde der jinja im Jahr 1622 (Genna 8) an seinen heutigen Standort verlegt, um seine Haupthalle (shaden) vor wiederholten Überschwemmungen zu schützen. Da er sowohl einen Vater-kami (Susanoo-no-mikoto) als auch eine Tochter-kami (Ichikishima-hime-no-mikoto) beherbergt, wird er von den Einheimischen seit langem als „Shiawase no Miya“ (Schrein des Glücks) geschätzt, wo sie für Fruchtbarkeit, den Wohlstand der Nachkommen und das Familienglück beten.
Reiben Sie und erfüllen Sie Ihre Wünsche! Die Statue „Shiawase no Nadeshiko“
Besucher des jinja-Geländes werden von der entzückenden Kinderstatue aus Stein, genannt „Shiawase no Nadeshiko“ (Glücks-Nadeshiko), herzlich empfangen. Diese Statue, die die Lehre symbolisiert, dass „Kinder Schätze sind, die alle anderen Schätze übertreffen“, soll Segen für Fruchtbarkeit, eine sichere Geburt und die gesunde Entwicklung von Kindern bringen, wenn man ihren Kopf streichelt. Ihr Kopf, glänzend poliert von unzähligen Besuchern, spiegelt die tief empfundenen Wünsche und Zuneigung der Menschen wider.
Fudo Myoo in einem jinja? Ein Mysterium des Shinbutsu-shugo, das im jinja-Büro schlummert
Das Motogo Hikawa Jinja birgt ein Mysterium: Eine Fudo Myoo Statue, was für einen Shinto-jinja äußerst ungewöhnlich ist, ist hier aufgestellt. Ursprünglich ist Fudo Myoo eine Schutzgottheit des Buddhismus, und die genauen Umstände, warum sie in diesem jinja verehrt wird, bleiben bis heute ein Rätsel.
Einer Theorie zufolge nahmen die Einheimischen während der Shinbutsu-bunri (Trennung von Shinto und Buddhismus) in der Meiji-Zeit Mitleid mit der Statue, die ihren Platz verloren hatte, und schützten sie heimlich hier. Lange Zeit wurde sie im hinteren Bereich des alten jinja-Büros aufbewahrt und konnte nur von einer begrenzten Anzahl von Personen gesehen werden. Heute ist sie jedoch in der Nähe des Eingangs des neuen jinja-Büros aufgestellt und für jedermann zugänglich. Ein goshuin (Siegelstempel des jinja), das Fudo Myoo und das Kusanagi-no-tsurugi (göttliche Schwert) als Motiv zeigt, ist aufgrund dieser rätselhaften Verbindung ebenfalls sehr beliebt.
Eine unerwartete Verbindung zu den Olympischen Spielen 1964 in Tokio
Beachten Sie auch den „Tensuioke“ (Regenwassersammelbehälter) in der temizuya (Reinigungsstätte mit Wasser) des jinja. Dieses Fass wurde tatsächlich von dem berühmten Kawaguchi-Handwerker Suzuki Mannosuke und seinen Mitarbeitern gestiftet, die weltweit dafür bekannt sind, den Kessel für die olympische Fackel bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio gegossen zu haben. Die Geschichte Kawaguchis als blühende Gussstadt und die Erinnerung an ein nationales Ereignis leben in einer stillen Ecke des jinja-Geländes weiter.
Die Vergangenheit als „Shinomiya“ und die moderne „Magatama Meguri“
Gemäß Aufzeichnungen aus der Edo-Zeit wurde dieser jinja einst „Musashi-koku Shinomiya Hikawa Daimyojin“ oder „Shiro no Miya“ genannt. Eine jinja-Namensplakette aus dem Jahr 1707 (Hoei 4) mit der Inschrift „Shinomiya“ ist noch immer auf dem Gelände erhalten und weist auf seinen einst angesehenen Status hin.
Heute ist er auch als einer der neun jinja der „Kawaguchi Kyusha Meguri Magatama Meguri“ (Neun-Schreine-Magatama-Tour von Kawaguchi) innerhalb der Stadt Kawaguchi bekannt. Der Besuch aller neun jinja und das Erreichen des mangan (Abschluss) mit einem speziellen goshuin-cho (Sammelbuch für Siegelstempel) bringt ein besonderes Erinnerungsgeschenk ein, was es ideal für einen Spaziergang macht, bei dem man Geschichte und Kraft erlebt.
Künstlerische goshuin, die die Jahreszeiten färben
Das Motogo Hikawa Jinja ist auch sehr bekannt für seine monatlichen „goshuin, die die Jahreszeiten spüren lassen“. Mit zarten Blumenstempeln und limitierten Designs, die auf die 24 Solarperioden abgestimmt sind, ist ihre Schönheit wahrhaft künstlerisch. Es ist ein jinja, dessen Charme in seiner herzlichen Gastfreundschaft liegt, die es Besuchern ermöglicht, bei jedem Besuch die Ankunft einer neuen Jahreszeit zu spüren.
Weiterführende Links und Referenzen
