Am Fuße des Fuji: „Oarashi Tenjin Jinja“, der kami der Gelehrsamkeit, der Stürme besänftigt – Entdecken Sie die Geschichte, die mit der Familie Takeda verbunden ist, und einen Anime-Wallfahrtsort.

In einem stillen Wald, etwas abseits des Trubels am wunderschönen Seeufer in Fujikawaguchiko, Präfektur Yamanashi, liegt der Oarashi Tenjinsha (おおあらしてんじんしゃ). Wie der Name schon andeutet, ist dieser jinja ein wahrer Geheimtipp unter Kennern, der Legenden über einen „Sturm“, der einst diese Gegend heimsuchte, tiefe Verbindungen zum Takeda-Clan, der als der stärkste der Sengoku-Zeit galt, und sogar als Schauplatz eines beliebten Anime Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Basisinformationen

Standort: 71 Oarashi, Fujikawaguchiko-machi, Minamitsuru-gun, Präfektur Yamanashi
Verehrte kami: Onamuchi-no-mikoto, Sukunahikona-no-mikoto, Sugawara Michizane-ko
Wichtigste Segnungen: Erfolg in Studium und Ausbildung, Glück in der Liebe und Partnerschaft, eine reiche Ernte und Abwehr von Unglück

1200 Jahre Geschichte und die Legende vom „Sturm“

Die Gründung des Oarashi Tenjinsha geht zurück auf das Jahr Daido 2 (807 n. Chr.) in der frühen Heian-Zeit. Es wird angenommen, dass er ursprünglich von den Dorfbewohnern von Oarashi gegründet wurde, die Onamuchi-no-mikoto und Sukunahikona-no-mikoto, die kami des Landesbaus, als Schutzgötter einluden.

Der prägnante Ortsname „Oarashi“ (Großer Sturm) weist darauf hin, dass dies ein Ort war, an dem starke Winde vom Fuji herabfegten. Der jinja hatte die Aufgabe, diese heftige Naturgewalt (den Sturm) zu besänftigen und diente als Beschützer, der die Grenzen des Dorfes schützte.

Später, um das Tenryaku-Jahr (ca. 950 n. Chr.) in der mittleren Heian-Zeit, wurde Sugawara Michizane-ko, bekannt als der kami der Gelehrsamkeit, zusammen mit den anderen kami verehrt, und der jinja wurde als Tenmangu bekannt und zog Gläubige an.

Die Insider-Geschichte: Wie die Vorfahren von Takeda Shingen den jinja verehrten

Dieser jinja hat eine tiefe Verbindung zum Takeda-Clan, den Shugo-Daimyo von Kai.

Es wird berichtet, dass Shinra Saburo Yoshimitsu (Minamoto Yoshimitsu), einer der Ahnen des Takeda-Clans, ihn in der späten Heian-Zeit stark unterstützte. Des Weiteren, im Eikyo 12. Jahr (1440 n. Chr.) der Muromachi-Zeit, ließ Takeda Nobushige, ein Vorfahre von Takeda Shingen, das Hauptgebäude (Honden) errichten.

Obwohl es einmal durch ein Großfeuer am Ende der Edo-Zeit zerstört wurde, ist das heutige Honden, das im Koka 2. Jahr (1845 n. Chr.) wieder aufgebaut wurde, aufgrund seiner kunstvollen Bauweise als materielles Kulturgut von Fujikawaguchiko-machi ausgewiesen.

Das Geheimnis der „Dazaifu-Pflaumenbäume“ im jinja-Gelände

Wenn man an Tenjin-sama denkt, denkt man an „Ume“ (Pflaumenbäume), aber die Ume-Bäume im Oarashi Tenjinsha haben eine besondere Geschichte.

Es wird überliefert, dass die Pflaumenbäume, die auf dem Gelände des jinja gepflanzt wurden, einst von einem Bewohner dieser Gegend direkt vom Shinto-Priester des Dazaifu Tenmangu in der Präfektur Fukuoka übergeben und hierher gebracht und gepflanzt wurden. Diese Pflaumenbäume, die aus der fernen Region Kyushu zum Fuße des Fuji gebracht wurden, erfreuen noch heute im Frühling die Augen von Studenten und Besuchern.

Pilgerreise zu den Anime-Schauplätzen von Super Cub

Der Oarashi Tenjinsha ist auch als einer der heiligen Orte bekannt, die in dem beliebten Anime Super Cub vorkommen, der den Alltag von motorradbegeisterten Oberschülerinnen darstellt.

In der 12. (und letzten) Folge erscheinen die Umgebung dieses jinja und der nahegelegene „Oarashi-Tunnel“ (Tenjin-Tunnel) auf der „Frühlingsreise“, auf der die Protagonistinnen Koguma und ihre Freundinnen auf der Suche nach dem Frühling nach Kyushu fahren.

Die Atmosphäre des jinja, umgeben von einem stillen Wald, spiegelt genau die Stimmung der Anime-Welt wider. Zahlreiche Fans, darunter „Cub-Meister“ (Besitzer von Super Cub-Motorrädern), besuchen diesen Ort, um ihre Reise nachzuempfinden.

Hinweise für den Besuch

Der jinja liegt auf einem Bergrücken (Tenjin-toge), eingebettet zwischen den Bergen Hanego-yama und Ashiwada-yama, und die Umgebung ist von sehr klarer Luft erfüllt.

Es ist kein auffällig touristisch erschlossener Ort, und gerade deshalb ein Kraftort, an dem man die feierliche Atmosphäre einer göttlichen Präsenz spüren kann. Wenn Sie Fujikawaguchiko besuchen, machen Sie doch einen kleinen Abstecher und spüren Sie den stillen Hauch des kami, der die Stürme besänftigt.

Verwandte Links und Referenzen

Von ando