Aomori-ken, Sannohe-gun, Nanbu-cho. Dies ist der Ort, an dem die Geschichte des angesehenen Nambu-Clans begann, der einst weite Teile des nördlichen Tohoku regierte. Der Nambu-Clan verehrte die Nambu Suwa jinja (Nanbu Suwa jinja), die wir Ihnen heute vorstellen, als ihre ‚Soshin‘ (Stamm- und Schutzgottheit) am meisten und machte sie zum spirituellen Rückgrat der Familie.
Diese jinja, eingebettet in den stillen ‚Suwa-no-mori‘ (Suwa-Wald), atmet den tiefen Glauben der Samurai und die geheimnisvollen Legenden, die noch heute weitererzählt werden.
Grundlegende Informationen
Standort: Aomori-ken, Sannohe-gun, Nanbu-cho, Oaza Kengyoji, Aza Kamimachi 22
Verehrte kami: Takeminakata-no-kami, Yasakatome-no-kami
Hauptfest (Reisai): 4. Sonntag im August (Kengyoji Suwa jinja Reitaisai)
Geschichte: Man sagt, dass die Ursprünge der jinja auf das Jahr Bunji 5 (1189) zurückgehen. Damals wurde Nambu Mitsuyuki-ko, der Gründer des Nambu-Clans, dieses Land für seine Verdienste im Ōshū-Feldzug unter Minamoto no Yoritomo verliehen. Er lud daraufhin den Suwa Daimyojin aus seiner Heimat, der Provinz Kai (heute Präfektur Yamanashi), hierher ein, was den Anfang der jinja markierte.
Die Ursprünge des Nambu-Clans: Warum „Suwa“?
Nambu Mitsuyuki-ko, der Ahnherr des Nambu-Clans, gehörte ursprünglich dem Kai Genji-Clan an. Sie waren somit verwandt mit dem Takeda-Clan, der durch Takeda Shingen bekannt ist. Für die Samurai jener Zeit genoss die Suwa Taisha in Shinshu als ‚Kriegsgott‘ höchsten Respekt und wurde immens verehrt.
Als Mitsuyuki-ko nach Ōshū zog, wünschte er sich langanhaltendes Kriegsglück und den Wohlstand seines Clans. Die Übertragung eines Zweiges des Suwa-Kami an diesen Ort kann als Zeichen der Entschlossenheit des Nambu-Clans gewertet werden, dieses Land als ihre ‚zweite Heimat‘ zu betrachten und sich dort niederzulassen.
Legenden und Episoden: Das Geheimnis des von einem weißen Fuchs geführten „Goshintai“
In der Nambu Suwa jinja gibt es eine geheimnisvolle Legende über ihre Gründung.
Es heißt, dass während Mitsuyuki-kos Reise von Kai nach Ōshū ein ‚weißer Fuchs‘ auftauchte und seinen Zug anführte. Der weiße Fuchs rannte weiter, als würde er das Goshintai des Suwa Daimyojin beschützen, das Mitsuyuki-ko bei sich trug, und verschwand, als sie den heutigen Ort Nanbu-cho erreichten. Mitsuyuki-ko erkannte darin den ‚Willen der kami‘ und soll daraufhin an dieser Stelle die Schreinhalle errichtet haben.
Zudem existiert in dieser jinja die Überlieferung: ‚Wenn man versucht, sie zu versetzen, regnet es.‘ Es wird erzählt, dass bei einem früheren Versuch, die Schreinhalle an einen anderen Ort zu verlegen, der bis dahin klare Himmel plötzlich umschlug und ein heftiges Gewitter hereinbrach, woraufhin die Umsiedlung aufgegeben wurde. Eine mysteriöse Geschichte, die zeigt, wie sehr die kami diesen Ort im ‚Suwa-no-mori‘ schätzen.
Mysterium: Der „lächelnde Komainu“ auf dem Schreingelände
Ein Geheimtipp unter den Besuchern sind die Komainu (Löwenhunde), die auf dem Schreingelände thronen.
Während die Komainu vieler jinja mit würdevollen oder furchterregenden Ausdrücken versehen sind, gibt es unter denen der Nambu Suwa jinja Exemplare, die aus bestimmten Blickwinkeln ’schmunzelnd‘ oder ‚lächelnd‘ wirken.
Dieser ‚lächelnde Komainu‘ verleiht der jinja aus der strengen Samurai-Zeit eine irgendwie humorvolle und herzliche Atmosphäre. Suchen Sie bei Ihrem Besuch unbedingt Ihren persönlichen besten Blickwinkel.
Hinter den Kulissen: Die bis heute gepflegte Verbindung des Oberhaupts der Familie Nambu
Die Nambu Suwa jinja ist nicht nur eine lokale Ujigami (Schutzgottheit). Sie ist bekannt für ihre sehr starke Verbindung zum Nambu-Clan. Auch heute noch nimmt das Oberhaupt der Hauptlinie der Familie Nambu am Hauptfest teil und bringt zu wichtigen Anlässen Opfergaben dar.
Beim Betrachten der ‚Gegenstände aus dem Besitz der Familie Nambu‘ und der gestifteten Steinstelen auf dem Schreingelände werden Sie sicherlich den ‚Stolz des Clans‘ spüren, der über 800 Jahre hinweg bis heute Bestand hat.
Höhepunkte Ihres Besuchs
Der ‚Suwa-no-mori‘, der die jinja umgibt, ist ein Kraftort, an dem jahrhundertealte Bäume stehen und man schon beim Betreten spürt, wie sich die Atmosphäre verändert. Besonders in der Herbstlaubzeit taucht sich das Schreingelände in leuchtendes Purpur, und der Kontrast zur feierlichen Schreinhalle ist atemberaubend schön.
Ein Muss für Geschichts- und Schreinfreunde, der Ursprung der Samurai-Kultur im nördlichen Tohoku. Erleben Sie in der Nambu Suwa jinja die stille Zeit, in der die alten Samurai ihre Gebete darbrachten.
Verwandte Links / Referenzen
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