Nationaler Schatz Kamosu Jinja: Das „älteste Schreingebäude Japans“, das älter ist als Izumo Taisha, und die Legende der fliegenden Wolken.

Basisinformationen
Name: Kamosu Jinja (Kamosu Jinja)
Ort: 563 Ōbachō, Matsue-shi, Shimane-ken
Hauptkami: Izanami-no-Ōkami (Izanami-no-Mikoto), eine wichtige Gottheit der japanischen Mythologie
Beigestellter kami: Izanagi-no-Ōkami (Izanagi-no-Mikoto), eine wichtige Gottheit der japanischen Mythologie
Kulturgüter: Hauptschrein (Honden, Nationalschatz), Kifune Inari Ryō Jinja (Wichtiges Kulturgut)

Wenn man von der Präfektur Shimane spricht, ist der Izumo Taisha berühmt. Doch in einem stillen Wald in Matsue-shi befindet sich ein Jinja (Shinto-Schrein), das noch älter ist als der Izumo Taisha und den „ältesten Taisha-Zukuri-Baustil Japans“ bis heute bewahrt. Das ist der Kamosu Jinja. Dieser Jinja, dessen Name bereits geheimnisvoll klingt, birgt zahlreiche faszinierende Episoden, die Geschichtsfans und Mystery-Liebhaber gleichermaßen in ihren Bann ziehen.

Sind „Wolken“ vom Izumo Taisha herübergeflogen? Das Geheimnis des Deckenbildes
An der Decke des Honden des Kamosu Jinja ist ein farbenprächtiges Bild der „Acht Wolken“ (Yakumo-no-zu) gemalt. Doch hier verbirgt sich ein seltsames Rätsel.
Normalerweise sind auch an der Decke des Izumo Taisha „Acht Wolken“ (Yakumo) abgebildet, doch dort gibt es aus irgendeinem Grund nur „sieben“ Wolken. Andererseits sind an der Decke des Kamosu Jinja „neun“ Wolken zu sehen.
Einer lokalen Legende zufolge soll „eine der acht Wolken des Izumo Taisha den Kamosu Jinja so sehr bewundert haben, dass sie dorthin flog. Daher gibt es dort sieben und hier neun Wolken“. Warum es nicht „acht“ sind, ist eines jener romantischen Geheimnisse, das bis heute ungelöst bleibt.

Die Legende des „Eisernen Kessels“, der vom Himmel herabstieg
Auch die Legende zur Gründung des Kamosu Jinja ist sehr einzigartig. Es wird überliefert, dass Amenohohi-no-Mikoto, der Ahnengott des Izumo Kuni-no-Miyatsuko, auf einem „eisernen Kessel“ vom Himmel (Takamagahara) herabstieg, als er diesen Ort erreichte.
Dieser „Himmlische Kessel“ (Ame-no-Okama) wird auch heute noch als wertvoller Schatz des Schreins (sha-hō) aufbewahrt, und jedes Jahr am 13. Dezember findet das „Okama Shinji“ (Kesselritual) statt. Die Szene, in der der Shinto-Priester (shinshoku) um den Kessel herumgeht und Gebete spricht, erinnert an antike Rituale, und manche Fans spekulieren sogar, dass es sich um eine „antike UFO-Legende“ handeln könnte.

Das Geheimnis des „leeren Raumes“, ausgelöscht aus antiken Aufzeichnungen
Obwohl dieser Jinja einen so hohen Rang besitzt und einen Nationalschatz als Honden vorweisen kann, taucht sein Name weder im „Engishiki Jinmyōchō“, einer Schreinsliste aus der Heian-Zeit, noch im „Izumo Fudoki“, einem geografischen Werk jener Zeit, auf.
Es gibt die Theorie, dass es sich um einen privaten Kultplatz innerhalb der Residenz des Izumo Kuni-no-Miyatsuko handelte. Doch die Tatsache, dass er sich in „Ōba“ befindet, dem politischen Zentrum des alten Izumo, und dennoch nicht in den Aufzeichnungen erscheint, lässt vermuten, dass dieser Jinja eine besondere oder verborgene Rolle spielte.

Wallfahrtsinformationen: Mystische Landschaften in Anime dargestellt
Der Kamosu Jinja ist aufgrund seiner beeindruckenden Atmosphäre auch als Schauplatz oder Vorbild für Anime-Werke bekannt.

Zu diesen Werken gehören:
BLUE SEED (Blue Seed): Ein Meisterwerk des Suspense-Action-Anime aus den 90er Jahren. In diesem Werk, das auf der Izumo-Mythologie basiert, wurde der Kamosu Jinja als einer der wichtigen Schauplätze dargestellt.
Kind des Kamiari-Monats (Kamiari no Kodomo): Ein Kinofilm, der in Shimane spielt. Während die Protagonistin verschiedene Orte in Shimane besucht, erscheinen die majestätischen Steinstufen und die Schreingebäude des Kamosu Jinja eindrucksvoll als Orte, die den Atem des Altertums spüren lassen.

Auch für Fans des Touhou Project ist dieser Ort aufgrund des Schlüsselworts „Yakumo“ und der Tatsache, dass Izanagi und Izanami hier als Gottheiten verehrt werden, ein beliebtes Ziel für eine Art Pilgerreise.
Wenn man die moosbewachsenen, steilen Steinstufen hinaufsteigt und den ältesten erhaltenen Taisha-Zukuri-Baustil vor sich sieht, wird man von einer feierlichen Stille umfangen, die sich von der Pracht des Izumo Taisha unterscheidet und in der die „Seele der kami“ zu wohnen scheint. Wenn Sie Shimane besuchen, sollten Sie unbedingt diesen mysteriösen alten Jinja besuchen.

Verwandte Links und Referenzen

Von ando