Grundlegende Informationen
– Name: Iwatsuta Jinja
– Standort: 4-12-7 Hamaderaishizuchonaka, Nishi-ku, Sakai-shi, Osaka
– Verehrte Kami: Hiruko-no-Mikoto, Yaekotoshiro-nushi-no-Mikoto, Ame-no-Hohi-no-Mikoto
– Anreise: Etwa 5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Ishizugawa der Nankai-Hauptlinie oder etwa 5 Minuten zu Fuß von der Haltestelle Ishizu der Hankai-Linie
Die Legende der Ankunft des ältesten „Ebessan“ Japans
Das Iwatsuta Jinja blickt auf eine erstaunliche Geschichte zurück: Laut Schreinüberlieferung wurde es im Jahr 469 v. Chr. (7. Jahr der Regentschaft von Kaiser Kōshō) gegründet und beansprucht, der „älteste Ebisu-Schrein Japans“ zu sein.
Seine Ursprünge liegen in einer herzzerreißenden Episode der japanischen Mythologie. Hiruko-no-Mikoto (Hiruko), der erste Kami, der von Izanagi-no-Mikoto und Izanami-no-Mikoto geboren wurde, war missgebildet und wurde daher in ein Schilfboot gesetzt und dem Meer überlassen. Es heißt, dass dieses Boot hier in Ishizu an Land trieb, einem Ort, der einst eine Küstenlinie war.
Das Mysterium der „Fünffarbigen göttlichen Steine“ als Ursprung des Ortsnamens
Es gibt eine Legende, dass, als Hiruko-no-Mikoto hier an Land trieb, sein Boot mit „fünffarbigen göttlichen Steinen (Juwelen)“ beladen war. Aus der Tatsache, dass diese Steine hier abgelegt wurden, soll der Ortsname „Ishizu“ (石津, wörtlich „Stein-Küste“ oder „Stein-Hafen“) entstanden sein.
Tatsächlich sollen diese fünffarbigen Steine noch heute unter der Kishu Kaido-Straße vergraben sein, die vor dem Torii des jinja verläuft. Es wird eine schreckliche Geschichte erzählt, dass einst ein Dorfbeamter versuchte, die Steine auszugraben, weil er sie als Hindernis empfand. Doch das von den Steinen ausgehende gleißende Licht blendete die Augen der Arbeiter. Seitdem soll niemand mehr die Steine berühren.
Rivalität zwischen „Oberem“ und „Unterem“? Die zwei Ishizu Jinja
In Sakai City existieren zwei jinja: das „Iwatsuta Jinja“ (石津太神社) im Nishi-ku, das wir hier vorstellen, und das „Ishizu Jinja“ (石津神社) im Sakai-ku, das einige hundert Meter weiter nördlich liegt.
Beide beanspruchen, als Shikinaisha (ein in der Engishiki der Heian-Zeit verzeichneter Schrein) geführt zu sein, und seit jeher gab es eine Debatte darüber, welches das „Original“ sei. Das Iwatsuta Jinja im Nishi-ku wird auch „Shimo-Ishizu-sha“ (unterer Ishizu jinja) genannt, während das Ishizu Jinja im Sakai-ku als „Kami-Ishizu-sha“ (oberer Ishizu jinja) bekannt ist. In der Meiji-Zeit spitzte sich dieser Streit um die Vorherrschaft zu, und die damalige Regierung (Sakai-ken) konnte keine Entscheidung treffen. Es kam zu einer ungewöhnlichen Lösung, bei der beide als Shikinaisha anerkannt wurden – ein unwiderstehliches Mysterium für Geschichtsfans.
Das wundersame Fest von Senshu: „Yassai Hossai“
Das „Yassai Hossai“, das jedes Jahr am 14. Dezember stattfindet, ist ein beeindruckendes Feuerfest und als immaterielles Volkskulturgut der Stadt Sakai ausgewiesen.
Dieses Fest hat seinen Ursprung in der Geschichte, dass die Dorfbewohner Hiruko-no-Mikoto, der hier an Land trieb und vor Kälte zitterte, wärmten, indem sie 108 Bündel Brennholz verbrannten. Es ist ein atemberaubender Anblick, wenn Männer in weißen Gewändern mit dem einzigartigen Ruf „Yassai Hossai“ durch die lodernden Flammen rennen und dabei einen „Toshio-otoko“ (Glücksbringer des Jahres), der die Rolle des Kami Ebisu spielt, auf den Schultern tragen.
Übrigens gibt es verschiedene Theorien über den Ursprung dieses rätselhaften Rufs: Eine besagt, dass er eine Verballhornung der Anzahl der Holzscheite ist, nämlich „Yaosoku“ (achthundert Bündel) oder „Hassoku“ (acht Bündel).
Der versteckte Kraftort: „O-koshikake-ishi“
Auf dem Schreingelände befindet sich der „Ishin-no-O-koshikake-ishi“ (Sitzstein des Ebisu-kami), auf dem Hiruko-no-Mikoto nach seiner Ankunft gerastet haben soll. Dieser Stein, den der Kami des Glücks direkt berührt haben soll, ist ein versteckter Kraftort für Besucher, die um geschäftlichen Erfolg und Glück beten.
Das Iwatsuta Jinja ist weniger eine schillernde Touristenattraktion als vielmehr ein Ort voller geheimnisvoller Atmosphäre, wo alte Mythen noch heute in der Stadtlandschaft lebendig sind. Besuchen Sie unbedingt den „ältesten Ebessan“, der ruhig, aber kraftvoll entlang der Kishu Kaido-Straße thront.
Verwandte Links und Referenzen
