Obwohl die Tsuruo Jinja (Tsuruo-Schrein) in unmittelbarer Nähe des Zentrums von Takamatsu in der Präfektur Kagawa liegt, taucht man beim Betreten des Geländes sofort in eine ruhige, friedliche Atmosphäre ein. Dieser Jinja, der vor Ort liebevoll „Doi no Miya“ genannt wird, birgt eine wunderschöne Legende, die den Ursprung seines Namens erklärt, sowie ein Geheimnis, das Archäologie-Fans in seinen Bann ziehen wird.
Basisinformationen
Ort: 1066 Nishikasuga-cho, Takamatsu, Präfektur Kagawa
Verehrte Kami: Kaiser Ojin, Uji no Waki Iratsuko no Mikoto, Kinagatarashihime no Mikoto (Kaiserin Jingu)
Gründung: Daido-Ära (806-809 n. Chr.)
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Legenden und Episoden: Der Name stammt von einem „heiligen Kranich, der durch den Himmel tanzt“
Die Geschichte der Tsuruo Jinja reicht bis in die frühe Heian-Zeit zurück. Der Überlieferung des Jinja zufolge ereignete sich im Jahr Gangyo 3 (879 n. Chr.) ein wundersames Ereignis: ein „Reikaku no Kizui“, bei dem ein heiliger Kranich vom Himmel herabstieg. Daraufhin wurde der Jinja „Tsuruo Hachimangu“ genannt.
Eine andere Theorie besagt, dass die Form des Berges Mineyama, auf dem sich der Jinja befindet, aussieht wie „ein Kranich mit ausgebreiteten Flügeln“. Es wird angenommen, dass der Jinja, der sich am „Schwanz“ dieses Kranichs befindet, daher den Namen „Tsuruo“ erhielt.
Geschichtlicher Hintergrund: Eine tiefe Verbindung zu Sugawara no Michizane
Tatsächlich hat dieser Jinja eine tiefe Verbindung zu Sugawara no Michizane, dem verehrten Kami der Gelehrsamkeit. Während der Ninna-Ära (885-888 n. Chr.), als Michizane als Sanuki no Kami (Provinzgouverneur) in dieser Region tätig war, verlegte er das Schreingebäude etwa 1,2 km südöstlich vom heutigen Standort nach „Doi no Hara“. Dies ist der Grund, warum der Jinja als „Doi no Miya“ bekannt wurde.
Später, im Jahr Genroku 4 (1691 n. Chr.) während der Edo-Zeit, wurde der Bewässerungsteich „Oku no Ike“ gebaut. Da das frühere Schreingelände dadurch unter Wasser gesetzt wurde, kehrte der Jinja an seinen heutigen Standort zurück. Die Tatsache, dass der Zugangsweg mit dem Damm des Teiches verbunden ist, ist ein Überbleibsel dieser Geschichte.
Mysterium: Kagawas ältester Kofun, der auf einer Klippe steht
Hinter dem Gelände der Tsuruo Jinja befindet sich ein mysteriöser Ort, der für Geschichtsliebhaber unwiderstehlich ist: der Kofun Nr. 4 der Tsuruo Jinja. Er ist Teil der „Iwaseoyama Kofun-Gruppe“, einer nationalen historischen Stätte.
Der Kofun am Rande der Klippe: Da in der Umgebung einst Steinbrüche betrieben wurden, befindet sich direkt neben dem Kofun eine über 50 Meter hohe Steilwand. Obwohl der Bereich heute eingezäunt und der Zutritt verboten ist, vermittelt sein Anblick, wie er „am Rande der Klippe verharrt“, die Stärke eines Schutzgottes der Region.
Ein Spiegel, der Jahrhunderte reiste: Aus diesem Kofun wurde ein „Jutai Hokaku Kiku Shijin-kyo“ (Spiegel mit Tier-, Quadrat- und Viergötter-Motiven) ausgegraben, der auf das späte 3. Jahrhundert datiert wird. Überraschenderweise wurde festgestellt, dass dieser Spiegel ein „Denseikyo“ (erbstückhafter Spiegel) ist, der Hunderte von Jahren, bevor er im Kofun begraben wurde, in China hergestellt wurde. Warum ein so alter Spiegel in die Hände einer mächtigen lokalen Persönlichkeit gelangte und dort begraben wurde – dies ist eines der Rätsel, die die Romantik der Antike befeuern.
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Informationen zur Pilgerreise: Schauplatz des Anime „Udon no Kuni no Kin’iro Kemari“
Der Tsuruo-Distrikt in Takamatsu, in dem sich die Tsuruo Jinja befindet, ist ein wichtiger Schauplatz des beliebten Anime „Udon no Kuni no Kin’iro Kemari“, der in der Präfektur Kagawa spielt. Die Gegend um den Tsuruo-Distrikt gilt als Vorbild für das Elternhaus der Hauptfigur Sota Tawara, und in der Serie werden Straßenbilder mit einem nostalgischen Showa-Ära-Flair detailreich dargestellt. Obwohl der Jinja selbst nicht die Hauptrolle spielt, ist die Tsuruo Jinja als Schutz-Kami (Ujigami) des Distrikts zu einem beliebten Ort für viele Fans geworden, die hierher pilgern, um die Atmosphäre des Werkes zu erleben.
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Höhepunkte Ihres Besuchs
Wenn Sie vor der Haupthalle (Haiden) stehen und sich umblicken, erwartet Sie eine herrliche Aussicht, die einen Panoramablick auf die Stadt Takamatsu bietet. Dieses Gefühl der Weite, das nur diejenigen erleben können, die die lange Steintreppe erklommen haben, vermittelt ein Gefühl, als würde man die Stadt vom „Schwanz des Kranichs“ aus überblicken.
Wenn Sie einen Goshuin (roten Stempel) erhalten möchten, empfiehlt es sich, im Voraus anzufragen, da das Schreinsbüro (Shamusho) oft geschlossen ist. Die Tsuruo Jinja ist ein Ort, an dem sich Geschichte, Legenden und die Welt des Anime überschneiden. Wenn Sie Takamatsu besuchen, sollten Sie unbedingt in seine Mystik eintauchen.
Weiterführende Links und Referenzen
