Ube Jinja, der Ichinomiya (Hauptschrein) der Provinz Inaba: Der legendäre Kami, der 360 Jahre alt wurde, und das Geheimnis eines Ofuda, das finanzielle Sorgen vertreibt.

Der Ube jinja ist ein alter Shinto-Schrein, der in Tottori City, Präfektur Tottori, liegt und als der ranghöchste Ichinomiya der Provinz Inaba (Inaba no Kuni) bekannt ist. Der Legende nach wurde dieser Schrein im Jahr 648 (Daika 4) gegründet und birgt erstaunliche Legenden sowie wundersame Segnungen (goriyaku), die Geschichtsfans und Liebhaber von Kraftorten gleichermaßen in ihren Bann ziehen.

Basisinformationen
Adresse: 651 Kokufucho Miyashita, Tottori City, Präfektur Tottori
Hauptgottheit (kami): Takenouchi no Sukune no Mikoto
Segnungen (goriyaku): Geschäftlicher Erfolg, finanzielles Glück, Langlebigkeit, leichte Geburt

Er lebte 360 Jahre!? Das Mysterium des am längsten lebenden kami Japans
Takenouchi no Sukune no Mikoto, die Hauptgottheit des Ube jinja, ist ein legendärer, loyaler Diener, der fünf Generationen von Kaisern diente: Keikō, Seimu, Chūai, Ōjin und Nintoku. Erstaunlich ist sein Alter: Es wird überliefert, dass er über 360 Jahre alt wurde.

Auf dem Kamegane no Oka hinter dem Schrein gibt es eine wundersame Legende über sein Ende. Es heißt, dass Takenouchi no Sukune im 55. Jahr der Herrschaft von Kaiser Nintoku diesen Ort besuchte, nur seine Sandalen (Sōri) zurückließ und plötzlich verschwand. Auch heute noch wird an dieser Stelle ein Stein namens Sōriseki (Sōri-Stein) verehrt und als heiliger Ort verehrt, an dem er in den Himmel aufstieg.

Die verborgene Geschichte des Reichtums: Der Schrein auf Japans erster Banknote
Es gibt einen klaren Grund, warum der Ube jinja als „heiliger Ort des finanziellen Glücks“ landesweit unzählige Besucher anzieht. Tatsächlich war der Ube jinja im 32. Jahr der Meiji-Ära (1899) der erste Schrein, der auf einer japanischen Banknote (dem 5-Yen-Schein) abgebildet wurde.

Später, während der Taisho- und Showa-Perioden, wurde die Haupthalle (Haiden) des Schreins mehrmals zusammen mit einem Porträt von Takenouchi no Sukune auf den Banknoten abgebildet. Dadurch verbreitete sich der Glaube, dass dieser Schrein eine besondere Verbindung zum Geld hat. Auch heute noch kommen unzählige Menschen hierher, um für geschäftlichen Erfolg oder für Glück bei der Lotterie zu beten. Im Juyosho (Schreinbüro) sind auch sogenannte „Geld sammelnde Amulette“, die den damaligen Banknoten nachempfunden sind, sehr beliebt.

Wallfahrtsort für den Anime „Free!“
Der Ube jinja ist auch als Pilgerort für den beliebten Schwimmanime „Free!“ bekannt.

Im Anime erscheint der Schrein in eindrucksvollen Szenen als lokaler Schrein der Iwatobi High School, die von den Hauptfiguren besucht wird. Insbesondere die langen Steintreppen, die zum Schreingelände führen, und die Darstellung des Kirin Shishi Mai, einer traditionellen Kunstform aus Tottori, sind für Fans auf den ersten Blick erkennbar. An den Festtagen strömen viele Fans herbei, um die Atmosphäre der Anime-Welt hautnah zu erleben.

Eine überraschende Verbindung zum Monsterkönig Godzilla
Als weitere erstaunliche Hintergrundgeschichte gibt es eine Verbindung zu Akira Ifukube, dem Komponisten des berühmten Titelthemas für den Film „Godzilla“.

Die Familie Ifukube ist eine alteingesessene Familie (Ifukube-shi), deren Mitglieder über Generationen die Priester (shinshoku) des Ube jinja stellten. Auf dem Schreingelände befindet sich auch eine Gedenktafel, die Akira Ifukubes Errungenschaften würdigt, was diesen Ort zu einem unübersehbaren Highlight für Musik- und Tokusatsu-Fans macht.

Der Kirin Shishi Mai: Tanz des goldenen Kirin
Der Kirin Shishi Mai, der jedes Jahr am 21. April während des Reitaisai (Hauptfestes) aufgeführt wird, ist eine einzigartige traditionelle Darbietung aus dem östlichen Teil der Präfektur Tottori. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Löwentänzen ist der Anblick des goldenen „Kirin“ (einer Fabelkreatur mit einem Horn auf dem Kopf), der sanft und anmutig tanzt, absolut beeindruckend. Diese Darbietung ist als wichtiges immaterielles Volkskulturgut des Landes anerkannt, und seine mystischen Bewegungen entführen die Zuschauer in die Romantik der Antike.

Legenden über Langlebigkeit, Segnungen für finanzielles Glück und tiefe Verbindungen zu Anime und Filmen. Der Ube jinja ist ein Ort, der bei jedem Besuch neue Entdeckungen bereithält und wahrlich als der Schatz von Inaba bezeichnet werden kann.

Weiterführende Links und Referenzen

Von ando