Die Geheimnisse und die Faszination des Inano Jinja, des Schutzschreins von Itami – wo Araki Murashiges Ambitionen und die Geschichte der Sake-Herstellung lebendig werden.

Inano-jinja, gelegen am nördlichen Ende der ehemaligen Arioka-jo (auch als Itami-jo bekannt) in Itami-shi, Präfektur Hyogo, ist weit mehr als nur die lokale Schutzgottheit eines Gebiets. Es ist ein Ort voller historischer Geheimnisse, wo die Turbulenzen der Sengoku-Zeit, der Wohlstand der Edo-Zeit und die Romantik der Antike in vielen Schichten übereinander liegen.

Grundlegende Informationen

Standort: 3-6-1 Miyanomae, Itami-shi, Präfektur Hyogo
Verehrte Kami: Inano ni Masu Okami, Susanoo-no-Mikoto
Segnungen: Abwehr von Unglück, gute Beziehungen (Enmusubi), Geschäftserfolg, Glück in Wettkämpfen

Sengoku-Geheimnis: Das Gesicht als „Kishi no Toride“ der Burg Arioka

Wenn Sie über das Gelände des Inano-jinja schreiten, spüren Sie vielleicht eine gewisse „Wehrhaftigkeit“. Das ist kein Zufall, denn hier befand sich die „Kishi no Toride“, die nördliche Verteidigungsanlage der Arioka-jo, die vom Sengoku-Kriegsherrn Araki Murashige erbaut wurde.

Die Arioka-jo ist als die älteste „Sogamae“-Burg (eine umfassende Befestigungsanlage, die die gesamte Stadt mit Gräben und Erdwällen umgab) Japans bekannt. Das jinja spielte als strategisch wichtiger Punkt am nördlichsten Ende eine militärische Rolle. Mit welchen Gedanken Murashige, der sich gegen Oda Nobunaga erhob, diesen Ort bis zum Tod verteidigen wollte… In der Stille des Schreingeländes ist der Atem vergangener Kriege noch spürbar. Es gibt sogar die Theorie, dass hinter dem jinja noch heute Geländeformen erhalten sind, die an die damaligen Erdwälle erinnern, was es zu einem unwiderstehlichen Geheimtipp für Burgenfans macht.

Beeindruckende Hintergrundgeschichte: Über 90 Steinlaternen und die „Macht des Sake“

Die Anzahl der Steinlaternen, die den Sanpo (Zugangsweg) säumen, ist überwältigend. Tatsächlich sind sie ein wertvolles Zeugnis des Wohlstands von Itami in der Edo-Zeit.

Damals war Itami als „Geburtsort des Sake“ bekannt und die Heimat des „Itami-zake“, der in Edo sehr beliebt war. Viele dieser Laternen wurden von den Sake-Brauern gestiftet, die immensen Reichtum angehäuft hatten. Ihre Anzahl übersteigt 90, und es wird gesagt, dass ein jinja mit so vielen prächtigen Laternen landesweit selten ist. Verfolgt man die Namen der Stifter, die in die Laternen gemeißelt sind, eröffnet sich ein faszinierendes Bild der damaligen Wirtschaftslandschaft – eine unwiderstehliche Anekdote für Geschichtsfans.

Legendärer Dohyo: Warum gibt es eine „Sumo-Arena“ auf dem Schreingelände?

Auf dem Gelände des Inano-jinja befindet sich ein prächtiger, überdachter Dohyo (Sumo-Ring). Tatsächlich war Itami in der Edo-Zeit ein Ort, an dem Kanjin-Sumo (der Vorläufer des Profi-Sumo) florierte.

Insbesondere die Sumo-Arena des Inano-jinja hat eine Geschichte, in der berühmte Rikishi (Sumo-Ringer) der damaligen Zeit den Ring betraten. Auch heute noch wird beim jährlichen Reitaisai (Hauptfest) im Oktober Kindersumo und Ähnliches als Darbietung dargebracht. Dass ein so authentischer Dohyo auf dem Gelände eines jinja erhalten geblieben ist, ist ein Beweis dafür, dass dieser Ort einst ein Zentrum für Kultur und Unterhaltung war.

Manyo-Romantik: Das verschwundene „Inano no Sasahara“

Die Umgebung des jinja wurde einst „Inano no Mori“ (Wald von Inano) genannt und war ein Utamakura, ein Ort, der bereits in alten Gedichtsammlungen wie dem „Manyoshu“ und „Kokin Wakashu“ besungen wurde.

Es ist auch bekannt durch das Hyakunin Isshu-Gedicht (von Daini no Sanmi): „Arima-yama Inano no Sasahara kaze fukeba…“ (Wenn der Wind über das Sasa-Feld von Inano am Berg Arima weht…). Doch die einst weiten Sasa-Felder (Bambusgrasfelder) sind heute zu einem Wohngebiet geworden. Nur das Gelände des jinja ist noch von tiefem Grün umgeben, das an die damalige Zeit erinnert. Das seltsame Gefühl, mitten in der Stadt ein „Tor zur Antike“ zu betreten, ist der verborgene Reiz dieses jinja.

Inano-jinja hat die Stürme der Geschichte überstanden und wacht auch heute noch über die Stadt Itami. Wenn Sie es besuchen, achten Sie auf die Spuren der Erdwälle unter Ihren Füßen und die in die Laternen gemeißelten Zeichen – Sie werden sicherlich interessante Entdeckungen machen, die in keinem Lehrbuch stehen.

Verwandte Links und Referenzen
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Von ando