Den Geheimnissen und Legenden des Ichinomiya der Provinz Mutsu auf der Spur! Das Mysterium des Yatsurugi Tutsukowake Jinja in der Präfektur Fukushima

Die Yatsuki Tsutsukowake Jinja (yatsuki tsutsukowake jinja) befindet sich in der Stadt Tanagura in der Präfektur Fukushima. Sie wird seit alters her als „Oshu Ichinomiya“ (Hauptschrein der Provinz Oshu) verehrt und ist ein bedeutender Schrein, der auch im Engishiki Jinmyocho (einem alten Register von Shinto-Schreinen) aufgeführt ist. Doch dieser Schrein birgt zahlreiche Legenden und Geheimnisse, die Geschichtsfans und Liebhaber des Mysteriösen gleichermaßen faszinieren.

Grundlegende Informationen

Standort: 224 Omiya, Aza Yatsuki, Oaza Yatsuki, Tanagura-machi, Higashishirakawa-gun, Fukushima-ken
Hauptgottheiten (Gosaishin): Ajisukitakahikone no Mikoto, Yamato Takeru no Mikoto
Hauptfest: Das Otaue-Ritual der Yatsuki Tsutsukowake Jinja (nationales wichtiges immaterielles Volkskulturgut)

Der Ursprung des Namens ‚Yatsuki‘ und die Legende der ‚acht Pfeile‘ von Yamato Takeru

Der Ortsname ‚Yatsuki‘, der im Namen dieses Schreins enthalten ist, birgt eine heldenhafte Legende, die mit Yamato Takeru in Verbindung steht.

Während der Herrschaft von Kaiser Keiko, als Yamato Takeru auf seiner Ostexpedition war, traf er auf ‚acht Tsuchigumo‘ (wörtlich ‚Erdspinnen‘, Bezeichnung für alte Volksgruppen, die sich dem Kaiserhof widersetzten), die dieses Land beherrschten. Sie waren äußerst mächtig, und die kaiserliche Armee geriet in Bedrängnis. Daraufhin betete Yamato Takeru zu den Himmels- und Erdgottheiten und schoss acht ‚Tsuki‘-Pfeile (aus dem Holz der japanischen Zelkove).

Es heißt, die Pfeile flogen mit einem Donnern und trafen die acht Banditen alle. Der Ort, an dem die Pfeile einschlugen, wurde ‚Yatsuki‘ (Pfeil-Landung) genannt, und später wurden die Kanji-Zeichen 八槻 dafür verwendet. Noch wundersamer ist die Überlieferung, dass die im Boden steckenden Pfeile keimten und zu riesigen Keyaki-Bäumen (japanische Zelkoven) heranwuchsen.

Das Geheimnis der ‚zwei Ichinomiya‘

Tatsächlich gibt es in der Stadt Tanagura einen weiteren Schrein, der ebenfalls den Namen ‚Tsutsukowake Jinja‘ trägt. Dies ist die Baba Tsutsukowake Jinja.

Beide Schreine beanspruchen den Titel ‚Ichinomiya der Provinz Mutsu‘ und liegen nur etwa zehn Autominuten voneinander entfernt. Warum gibt es zwei Ichinomiya in derselben Stadt?

Eine Theorie besagt, dass es ursprünglich ein einziger Schrein war, der sich teilte, oder dass sich das Zentrum im Laufe der Zeit verlagerte. Der genaue Grund bleibt jedoch bis heute ein Rätsel. Eine weitere Besonderheit dieser Region ist die einzigartige Form des Glaubens, bei der die drei Schreine entlang des Kuji-Flusses – Baba (Kami no Miya, ‚Oberer Schrein‘), Yatsuki (Naka no Miya, ‚Mittlerer Schrein‘) und Chikatsu (Shimo no Miya, ‚Unterer Schrein‘) – zusammenfassend als ‚Chikatsu Sansha‘ bezeichnet werden und die heiligen Bereiche entlang des Flusslaufs gebildet wurden.

Eine über 500 Jahre währende ‚lebendige Geschichte‘: Das Yatsuki-Haus

Direkt neben dem Schrein befindet sich das ‚Yatsuki-ke Jutaku‘ (Yatsuki-Haus), der Wohnsitz der Familie Yatsuki, die seit Generationen als Oberpriester (Guji) dient. Dieses Gebäude ist ein äußerst wertvolles Bauwerk (wichtiges Kulturgut der Präfektur Fukushima), das den Architekturstil des späten Muromachi-Zeitalters von vor über 500 Jahren bis heute bewahrt hat.

Es war einst auch eine Basis für Praktizierende des Kumano Shugendo (einer synkretistischen Religion, die Shinto, Buddhismus und asketische Praktiken verbindet), und Spuren von Speeren, die für den Fall eines Angriffs bereitgehalten wurden, lassen die Geschichte des Hauses als ‚Festung‘ erkennen, die über ein bloßes Wohnhaus hinausgeht. Auch heute noch wird es von der Familie des Oberpriesters gepflegt, und sein Garten sowie sein Erscheinungsbild vermitteln die Bedeutung einer Linie, die bis in die mythische Zeit zurückreicht.

Das Yoshuku-Ritual ‚Yatsuki no Otaue‘

Das ‚Otaue Matsuri‘ (Reispflanzungsfest), das jährlich am Neujahrstag des Lunisolarkalenders stattfindet, ist ein ‚Yoshuku‘-Ritual (ein Vorhersage- und Bittritual für eine gute Ernte), das um eine reiche Ernte im kommenden Jahr betet.

Bei diesem Shinto-Ritual wird die Gebetshalle (Haiden) als Reisfeld inszeniert und der Prozess des Reisanbaus mit hölzernen Ochsen und landwirtschaftlichen Geräten aus Mochi (Reiskuchen) nachgestellt. Inmitten humorvoller Darbietungen lebt hier eine altehrwürdige Tradition weiter. Es ist als nationales wichtiges immaterielles Volkskulturgut ausgewiesen und gilt als ein Vorbote des Frühlings im strengen Tohoku-Winter.

Die Yatsuki Tsutsukowake Jinja ist ein Ort, der eine überwältigende ‚Tiefe der Geschichte‘ spüren lässt und nicht einfach als ‚Kraftort‘ abgetan werden kann. Warum schlendern Sie nicht durch das von Stille umgebene Schreingelände (Keidai) und denken dabei über das Schicksal der Pfeile nach, die Yamato Takeru einst verschoss?

Verwandte Links und Referenzen

Von ando