Grundlegende Informationen
Name: Ikasuri Jinja (坐摩神社) *Umgangssprachlich: Zama Jinja
Ort: 3 Watanabe, Kyutaro-machi 4-chome, Chuo-ku, Osaka-shi, Osaka-fu
Verehrte Gottheiten (Kami): Satomasa Okami (Sammelbegriff für die fünf kami: Ikuigami, Fukuigami, Tsunanagaigami, Hahikigami, Asuhagami)
Zugang: 3 Gehminuten von den Ausgängen 15 oder 21 des Bahnhofs Honmachi (Osaka Metro Midosuji-Linie, Chuo-Linie, Yotsubashi-Linie)
Warum wurde „Ikasuri“ zu „Zama“? Das Geheimnis eines schwer zu lesenden Schreinnamens
Das Ikasuri Jinja (坐摩神社), das sich still und leise im Geschäftsviertel Honmachi in Osaka befindet. Sein offizieller Name ist „Ikasuri Jinja“, doch bei den Einheimischen ist es seit langem unter dem Spitznamen „Zama-san“ beliebt. Das Wort „Ikasuri“ leitet sich angeblich von „Idokoro wo kasuri (mamoru)“ ab, was „den Wohnort schützen“ bedeutet.
Warum also wird es „Zama“ genannt? Eine Theorie besagt, dass sich dieses Gebiet einst nahe der Mündung des Yodo-Flusses befand und das Land ein „Za“ (Sitz, Ort) und „Ma“ (Rand, Grenze) war, oder dass „Ikasuri“ durch Lautwandel zu „Zama“ wurde. Es gibt verschiedene Theorien. Mitten in einer Großstadt lässt allein schon der Name ein Gefühl von historischem Geheimnis aufkommen.
Heiliger Ort für alle „Watanabe-sans“ landesweit! Die Wurzeln von Watanabe no Tsuna, dem Helden, der Oni besiegte
Wenn man die Adresse des Ikasuri Jinja genauer betrachtet, findet man „Watanabe, Kyutaro-machi 4-chome, Chuo-ku, Osaka-shi“. Tatsächlich ist dies der Ursprungsort des Nachnamens „Watanabe (渡部)“, der in ganz Japan verbreitet ist.
Es heißt, dass in der Heian-Zeit Minamoto no Tsuna, ein Nachfahre des Saga Genji-Clans, am früheren Standort dieses Schreins (Watanabe no Tsu, nahe dem heutigen Tenmabashi) lebte und den Namen „Watanabe no Tsuna“ annahm, was als Ursprung gilt. Watanabe no Tsuna war der stärkste Krieger und der führende der vier Himmelskönige von Minamoto no Yorimitsu, bekannt für die Legende, dass er am Rashomon in Kyoto den Arm eines Oni abschlug.
Auch heute noch besuchen Watanabes aus dem ganzen Land den Schrein, als würden sie „nach Hause zurückkehren“. Übrigens gibt es der Legende nach, dass der Oni den Namen „Watanabe“ fürchtete, als Watanabe no Tsuna ihn besiegte, noch immer Regionen, in denen Familien mit dem Nachnamen Watanabe am Setsubun kein Mamemaki (Bohnenstreuen) durchführen (weil der Oni dann nicht kommt).
Das Geheimnis des landesweit seltenen „Mitsutorii (Miwa Torii)“
Am Eingang des Schreingeländes empfängt die Besucher ein sehr seltenes „Mitsutorii (三ツ鳥居)“. Dies ist eine einzigartige Form, bei der zwei kleinere Torii auf beiden Seiten eines großen zentralen Torii angebracht sind.
Berühmte Beispiele sind das Omiwa Jinja (大神神社) in Nara, das als einer der ältesten Schreine Japans gilt, doch in der Stadt Osaka ist diese Form äußerst selten zu sehen. Schon beim Durchschreiten dieses Torii werden Sie spüren, wie sich Ihr Rücken streckt, als würden Sie eine besondere, heilige Barriere betreten.
Der von einem weißen Reiher geführte Standort und die Hintergrundgeschichte des „Toki Jinja“
Das Ikasuri Jinja befand sich ursprünglich in der Nähe des heutigen Tenmabashi, wurde aber während des Baus der Burg Osaka durch Toyotomi Hideyoshi an seinen heutigen Standort verlegt. Damals, als man unsicher war, wo es errichtet werden sollte, kam ein weißer Reiher herbeigeflogen und setzte sich auf eine Kiefer auf dem heutigen Schreingelände. So entstand die „Legende vom weißen Reiher“, die besagt, dass dieser Ort daraufhin als heiliger Bereich festgelegt wurde.
Darüber hinaus befindet sich auf dem Schreingelände der Nebenschrein „Hiyoke Toki Jinja (火防陶器神社)“, der an die Zeit erinnert, als sich in dieser Gegend Töpfergroßhändler ansiedelten. Jedes Jahr im Juli findet das „Osaka Setomono Matsuri“ statt, bei dem riesige Figuren aus Keramik ausgestellt werden, was eine lebendige Seite Osakas, der Handelsmetropole, zeigt.
Geburtsort des Kamigata Rakugo Yose
Tatsächlich hat das Ikasuri Jinja auch eine tiefe Verbindung zum Kamigata Rakugo. Es heißt, dass in der Edo-Zeit die erste „Yose“ (Kabarett-Vorstellung) auf dem Schreingelände stattfand, und dort steht ein Steinmonument mit der Aufschrift „Geburtsort des Kamigata Rakugo Yose“. Es ist auch eine interessante Anekdote, dass die Wurzeln Osakas, der Stadt des Lachens, in diesem ehrwürdigen Schrein liegen.
Pilgerreise-Informationen: „Watanabe no Tsuna“ – Ein Muss für Anime- und Game-Fans
Das Ikasuri Jinja ist unter Fans zu einem heimlichen Pilgerort geworden, da es ein Ort ist, der mit „Watanabe no Tsuna“ in Verbindung gebracht wird, der im beliebten Smartphone-Spiel „Fate/Grand Order (FGO)“ und der auch als Anime adaptierten „Onmyoji“-Reihe vorkommt.
Besonders seit der Implementierung von Watanabe no Tsuna in „FGO“ besuchen immer mehr junge Leute den Schrein als „Seichi Junrei“ (Pilgerreise), um den Wurzeln des Charakters nachzuspüren. Wenn man bedenkt, dass die Quelle seiner Stärke, mit der er das Oni-schlachtende Schwert „Higekiri“ führt, in diesem Land Osaka liegt, ist es für Fans zweifellos ein unwiderstehlicher Ort.
Obwohl es sich inmitten des Trubels der Stadt befindet, ist das Ikasuri Jinja, wo Legenden der Heian-Zeit und der Stolz der Samurai lebendig sind, nur einen Schritt entfernt. Ob Sie nun Watanabe heißen oder nicht, warum besuchen Sie nicht diesen Ort und gehen Sie den Geheimnissen der Geschichte auf den Grund?
Verwandte Links / Referenzen
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