Grundlegende Informationen
Standort: Kawakita 13294, Tsuno-cho, Koyu-gun, Präfektur Miyazaki
Verehrter Kami: Ōnamuchi-no-mikoto (ein alternativer Name für Ōkuninushi-no-mikoto)
Schreinstatus: Hyūga-no-kuni Ichinomiya (ehemals Kokuhei-shōsha, Beppyō Jinja)
Göttliche Segnungen: Erfolgreiche Beziehungen, Wohlstand der Nachkommen, Genesung von Krankheiten, Geschäftserfolg
Das Tsuno Jinja, im zentral-östlichen Teil der Präfektur Miyazaki gelegen, ist ein alter Schrein, der als „Ichinomiya“ – der höchstrangige Schrein der ehemaligen Provinz Hyūga – bekannt ist. Es wird gesagt, dass er sechs Jahre vor der Thronbesteigung des ersten Kaisers, Kaiser Jinmu, gegründet wurde und sich einer Geschichte von über 1500 Jahren rühmt. Doch dieser Jinja verbirgt zahlreiche mysteriöse Episoden und Geheimnisse, die nicht einfach mit dem Wort „alter Schrein“ abgetan werden können.
Kaiser Jinmus „Abfahrt per Schiff“ und Gebete für den Sieg
Die berühmteste Legende in der Geschichte des Tsuno Jinja bezieht sich auf Kaiser Jinmus Ostfeldzug (Jinmu Tōsei). Es heißt, Kaiser Jinmu habe auf seinem Weg von seinem Palast in Miyazaki nach Yamato hier Halt gemacht. Er soll selbst den Kami, der hier verehrt wird, geweiht haben, um für den Frieden des Landes, die Sicherheit auf See und den dauerhaften Kriegserfolg zu beten – dies markiert den Beginn des Schreins.
Der nahegelegene „Yatogi no Taki“ (Pfeil-Wetz-Wasserfall) ist der Ort, an dem die Soldaten ihre Pfeilspitzen gewetzt haben sollen. So ist das gesamte Gebiet von Tsuno zu einem heiligen Ort geworden, erfüllt von Kaiser Jinmus Entschlossenheit und Gebeten.
Das Geheimnis der Wunscherfüllung im „Ishi-mochi Shinji“
Wenn Sie das Tsuno Jinja besuchen, sollten Sie unbedingt das „Ishi-mochi Shinji“ (Stein-Trage-Ritual) erleben. Nehmen Sie einen der „Göttlichen Steine“, die sich am Eingang des Pilgerpfades befinden, in die Hand und beten Sie mit ihm. Es heißt, dass sich Ihr Wunsch erfüllt, wenn Sie diesen Stein dann im „Ishi-osame-sho“ (Stein-Depot) hinter dem Hauptschrein niederlegen.
Die Wurzeln dieses Rituals liegen im alten „Hamadori Shinji“ (Strand-Niederlegungs-Ritual). Einst war es Brauch, kleine Steine vom nahegelegenen Strand zu sammeln und sie dem Schrein darzubringen, und diese Tradition hat sich in veränderter Form erhalten. Die Handlung, einen Stein eigenhändig zu tragen und den Kami an diesem Ort darzubringen, an dem Kaiser Jinmu gebetet hat, zieht auch heute noch viele Besucher als mächtiger Kraftort an.
Ein Code zur Versiegelung von Oni? Die Anordnung von „Hase“ und „Maus“
Auf dem Schreingelände befinden sich Statuen von „Nade Usagi“ (Streichel-Hase) und „Nade Nezumi“ (Streichel-Maus), die als Boten von Ōkuninushi-no-mikoto (Ōnamuchi-no-mikoto) gelten. Diese sind nicht nur niedliche Maskottchen.
Tatsächlich gibt es ein mysteriöses Gerücht, eine Art urbane Legende, über ihre Anordnung. Betrachtet man die Himmelsrichtungen der zwölf Tierkreiszeichen, so ist der Norden die „Maus“ (Ne) und der Osten der „Hase“ (U). Die Nordostrichtung, die zwischen diesen beiden Tierkreiszeichen liegt, wird seit alters her „Kimon“ (Dämonentor oder Unglückstor) genannt und gilt als eine unheilvolle Richtung, aus der Unglück eindringen kann.
Der Ortsname Tsuno kann auch als „Horn“ (Tsuno), wie das Horn eines Dämons, interpretiert werden. Es gibt also die Theorie, dass durch die Platzierung von Maus und Hase das Kimon versiegelt und die mächtige Kraft, die in diesem Land ruht, kontrolliert wird.
Die Hintergrundgeschichte des „Mikazuki-ishi“, der den Fürsten zweimal in den Fluss warf
In der Nähe des Schreins befindet sich ein Nebenschrein namens „Mikazuki Jinja“, wo die mysteriöse Legende des „Mikazuki-ishi“ (Halbmondstein) überliefert ist.
In der Edo-Zeit rutschte ein Ashigaru (Fußsoldat) auf Trittsteinen des Nanakawa-Flusses aus, während der Fürst des Takanabe-Han auf dem Weg zur Anbetung am Tsuno Jinja war, wodurch der Fürst in den Fluss geschleudert wurde und durchnässt war. Der nachsichtige Fürst verzieh ihm das erste Mal, aber auf dem Rückweg stürzte er am genau gleichen Stein erneut. Als der Fürst, zornig über das zweimalige Versagen, den Ashigaru hinrichten wollte, flehte dieser: „Bitte untersuchen Sie diesen Stein genauer.“
Bei der Untersuchung zeigte der Stein deutlich ein „Halbmond“-Muster. Man sagt, der Fürst habe den Willen der Kami gespürt, dem Ashigaru verziehen und den Stein verehrt – dies war der Beginn des Mikazuki Jinja.
Informationen zur Pilgerreise
Die Präfektur Miyazaki hat als einer der Schauplätze des Anime-Films „Suzume“ von Regisseur Shinkai Makoto Aufmerksamkeit erregt, obwohl das Tsuno Jinja selbst nicht direkt als Modell dargestellt wird. Für Fans, die die Route von Kaiser Jinmus Ostfeldzug und die Welt der Mythen von Hyūga erkunden, ist das Tsuno Jinja als Ichinomiya jedoch ein wichtiger Ort, um das zugrunde liegende „Gebet an die Götter Japans“ des Werkes zu erleben, und wird oft in die Reisepläne für eine Pilgerreise aufgenommen.
Das Tsuno Jinja grenzt an die „Michi no Eki Tsuno“ (Raststätte Tsuno) und ist sehr gut erreichbar. Spüren Sie den Hauch des Zeitalters der Mythen und legen Sie Ihren Wunsch in einen „Göttlichen Stein“.
Zugehörige Links und Referenzen
