In Iizuna-machi, Kamiminochi-gun, Nagano-ken, umgeben von den Bergen der Hokushin Goka-dake, befindet sich ein alter jinja, der bis heute den Stolz einer mächtigen lokalen Familie widerspiegelt, die einst diese Gegend beherrschte. Dies ist der Imokawa Jinja.
Das Schreingelände, eingebettet in einen ruhigen Wald, ist erfüllt von einem unerschütterlichen Glauben, der die Stürme der Geschichte überdauert hat, und einer Vitalität, die Besucher überwältigt. Dieses Mal tauchen wir ein in die Geschichten der Kriegsfürsten, die in diesem jinja verborgen liegen, und in seine geheimnisvollen Überlieferungen.
Grundlegende Informationen
Standort: 1245 Miyawaki, Imokawa, Iizuna-machi, Kamiminochi-gun, Nagano-ken
Hauptgott (kami): Takeminakata-no-mikoto
Wichtigstes Fest: Reitaisai (jährliches Hauptfest, September)
Kulturgut: Goshimboku des Imokawa Jinja (Heiliger Baum des Imokawa Jinja, von Iizuna-machi ernanntes Naturdenkmal)
Die Beharrlichkeit des kühnen Imokawa-Clans: Die Erinnerung an den „Imokawa-Aufstand“, der die Oda-Armee erschütterte
Um über den Imokawa Jinja zu sprechen, ist die Existenz des Imokawa-Clans unerlässlich, einer mächtigen lokalen Familie des Mittelalters, die hier ihr Stammland hatte. Der Imokawa-Clan war ein einflussreicher regionaler Machthaber in Shinano und hatte dieses Gebiet zwischen so berühmten Sengoku-Daimyo wie Takeda Shingen und Uesugi Kenshin verteidigt.
Die spannendste Episode, die mit diesem jinja verbunden ist, ist der „Imokawa-Aufstand“ im Jahr Tensho 10 (1582). Als der Takeda-Clan untergegangen und Oda Nobunagas Truppen in Shinano eingefallen waren, leisteten lokale Kräfte, angeführt von Imokawa Chikamasa, heftigen Widerstand gegen den kühnen Feldherrn der Oda-Seite, Mori Nagayoshi.
Einer Theorie zufolge beteten die Soldaten des Imokawa-Clans in diesem jinja um den Sieg und nutzten die Geländevorteile, um die Oda-Armee in die Irre zu führen. Obwohl sie schließlich der überwältigenden Militärmacht unterlagen, wurde ihr unbezwingbarer Geist als „göttliche Macht des Imokawa Jinja“ überliefert und wird bis heute als Schutz-kami der Region tief verehrt.
Über 800 Jahre alt! Das Geheimnis der riesigen Sugi-Zeder, von der gemunkelt wird, dass kami darin wohnen
Betritt man das Schreingelände, sticht einem als Erstes der Goshimboku (riesige Sugi-Zeder) des Imokawa Jinja ins Auge, der auch als Naturdenkmal von Iizuna-machi ausgewiesen ist.
Um diese riesige Sugi-Zeder ranken sich seit alters her wundersame Überlieferungen.
„Vorhersage von Kriegsanzeichen“: Es gibt die Legende, dass früher, bevor Ungewöhnliches im Dorf geschah oder große Kriege begannen, die Blätter dieser Sugi-Zeder unnatürlich rauschten, als würde sie eine Weissagung verkünden.
„Heiliger Baum, der Blitze abwehrt“: Obwohl hohe Bäume ihn umgeben, heißt es, dass nur dieser Goshimboku tödliche Blitzeinschläge immer wieder vermieden hat. Vor Ort wird er als mächtiger „Power Spot“ zur „Abwehr von Unglück“ verehrt.
Wenn man den Stamm tatsächlich berührt, wird man zweifellos seine überwältigende Vitalität und die Last spüren, dieses Land über lange Jahre hinweg bewacht zu haben.
Hintergrund: Warum der Name „Imokawa“?
Viele mögen den Namen „Imokawa“ mit Kartoffeln oder Taro assoziieren. Sein Ursprung ist jedoch überraschend geheimnisvoll.
Einer Theorie zufolge könnte der Name von der Form des Flusses, der durch dieses Gebiet fließt, oder von einem Wort in alter Sprache abstammen, das „heiliger Ort“ bedeutet und sich wandelte. Es heißt auch, dass der Imokawa-Clan ursprünglich ein Zweig des „Inoue-Clans“ war und den Namen Imokawa nach dem lokalen Ortsnamen annahm, als sie sich hier niederließen. Dass der Name „Imokawa“ nicht nur ein landwirtschaftliches Produkt war, sondern ein Markenname, der den Stolz der Krieger von Kita-Shinano symbolisierte, ist eine bekannte Anekdote unter Geschichtsliebhabern.
Besuchs-Highlights
Der Imokawa Jinja ist kein touristisch aufbereiteter oder prunkvoller jinja. Doch er besitzt eine würdevolle und ruhige Atmosphäre, wie sie nur ein „echter alter jinja“ hat.
Seine Schönheit ist besonders in den nebligen Morgenstunden oder während der schneebedeckten Wintermonate außergewöhnlich. An den kunstvollen Schnitzereien der Haiden (Gebetshalle) lassen sich kräftige Verzierungen erkennen, die vermutlich vom Takeda- und Uesugi-Stil beeinflusst sind und die hohe Kunstfertigkeit der Handwerker jener Zeit bezeugen.
Warum nicht den Hauch der Geschichte spüren, während Sie die reiche Natur von Iizuna-machi genießen und diesen heiligen Ort besuchen, den Samurai einst mit ihrem Leben verteidigten?
Weiterführende Links / Referenzen
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