Der Karasawayama Jinja (Karasawayama-jinja) befindet sich in Sano, Präfektur Tochigi, auf dem Gipfel des 240 Meter hohen Berges Karasawayama. Dieser Ort ist die ehemalige Hauptburg des Karasawayama-jō, einst als die „beste Bergburg des Kanto-Gebietes“ gefeiert, und strahlt eine besondere historische Bedeutung und mystische Atmosphäre aus. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die zahlreichen Legenden vor, die sich um diesen jinja ranken, sowie seine überraschenden Reize, die moderne Besucher anziehen und entspannen.
Grundlegende Informationen
Standort: 1409 Fujichō, Sano, Präfektur Tochigi
Verehrter kami (Göttlichkeit): Fujiwara no Hidesato (Fujiwara no Hidesato-kō)
Geschichte: Im Meiji-Jahr 16 (1883) auf dem Gelände der ehemaligen Hauptburg des Karasawayama-jō gegründet. Errichtet von Nachfahren von Hidesato-kō und ehemaligen Vasallen des Sano-Clans, um den Helden ihrer Heimat zu verehren.
Der legendäre Held Fujiwara no Hidesato und die „Beseitigung des Riesen-Tausendfüßlers“
Der verehrte kami, Fujiwara no Hidesato, ist ein Samurai-General aus der Heian-Zeit, auch bekannt als Tawara Tōta (Tawara Tōta). Es gibt eine sehr berühmte Legende über ihn.
Die Geschichte besagt, dass er dem Wunsch einer riesigen Schlange (Inkarnation eines Drachengottes) folgte, die auf der Seta no Karahashi-Brücke in der Präfektur Shiga lag. Er schoss einen riesigen „Ōmukade“ (Riesen-Tausendfüßler), der sich siebeneinhalb Mal um den Berg Mikami wickelte, mit einem Speichel-benetzten Pfeil gekonnt nieder und besiegte ihn. Für diese Leistung erhielt Hidesato Schätze vom Drachengott und unterdrückte später die Rebellion von Taira no Masakado, wodurch er als Vorfahre der Samurai Berühmtheit erlangte.
Übrigens gibt es die Theorie, dass der Ursprung des Namens „Satō“, einer der häufigsten Nachnamen in Japan, bei diesem Fujiwara no Hidesato liegt (Sano no Fujiwara = Satō). Es ist also auch ein heiliger Ort für alle Satō in ganz Japan.
Mysterien und Hintergrundgeschichten, die in den Burgruinen schlummern
Auf dem Gelände der Burgruine Karasawayama-jō, auf der der jinja steht, gibt es noch immer unerklärliche, geheimnisvolle Orte.
Ōi no Ido (Ōi no Ido): Ein mysteriöser Brunnen, der sich in der Nähe des Gipfels befindet und dessen Wasser seit über 1000 Jahren nie versiegt ist. Es wird gesagt, dass er beim Bau der Burg nach Gebeten an Itsukushima Daimyōjin durch einen göttlichen Traum entdeckt wurde.
Kagami Iwa (Kagami Iwa): Eine riesige Felswand, über die die Anekdote besagt, dass ihre Oberfläche einst wie ein Spiegel glänzte. Da sie so weit reflektierte, dass die Feinde einen Blick auf die Burg erhaschen konnten, wurde sie absichtlich mit Fackeln angekokelt, um sie zu trüben.
Hiraishi no Yoroi (Hiraishi no Yoroi): Eine legendäre Rüstung, die Hidesato vom Drachengott erhalten haben soll. Ihr Name bedeutet „Pfeile abwehren“, und es wird angenommen, dass sie die magische Kraft hatte, „herannahende Pfeile abzuwehren“. Heute wird sie als kostbarer Schatz des jinja sorgfältig aufbewahrt (national bedeutsames Kulturgut).
Heiliger Ort für Katzenliebhaber! Das Gesicht als „Neko jinja“ (Katzenschrein)
In den letzten Jahren hat der Karasawayama Jinja auch als „Katzenparadies“ große Aufmerksamkeit erregt. Dutzende von Katzen leben auf dem Gelände und begrüßen die Besucher in aller Ruhe.
Tatsächlich hängt dies mit einer alten Legende zusammen. Es gibt die „Neko-gami Densetsu“ (Katzengott-Legende), die besagt, dass einst, als Monster in der Burgstadt wüteten, eine „weiße Katze“, die in der Burg lebte, sich heldenhaft in den Kampf stürzte und das Dorf beschützte. Die Katzen, die auch heute noch von Freiwilligen liebevoll betreut werden, könnten tatsächlich als moderne Schutzgötter bezeichnet werden.
Anime-Pilgerreise: Kantai Collection -KanColle-
Für Fans des beliebten Anime- und Spiels ‚Kantai Collection -KanColle-‚ ist dies ein unverzichtbarer Pilgerort.
Der Schiffsschrein des schweren Kreuzers „Chōkai“ der ehemaligen Kaiserlich Japanischen Marine war eine Zweiggründung (bunrei) dieses Karasawayama Jinja. Aus diesem Grund kommen auch heute noch viele „Admirale“ (Fans), um dem Schiffsmädchen Chōkai ihre Reverenz zu erweisen. Auf dem Gelände gibt es auch Votivgaben und Informationen über die Chōkai, sodass man eine einzigartige Atmosphäre erleben kann, in der Geschichte und Subkultur aufeinandertreffen.
Highlights des Besuchs
Von der Haupthalle (haiden) auf dem Berggipfel aus bietet sich bei gutem Wetter ein atemberaubender Blick über die Kanto-Ebene, der bis zu den Wolkenkratzern von Shinjuku und dem Skytree reicht.
Man kann die prächtigen hohen Steinmauern aus der Sengoku-Zeit betrachten, den legendären Helden gedenken und sich von den Katzen bezaubern lassen. Der Karasawayama Jinja ist ein wahrer „Kraftort im Himmel“, an dem man bei einem einzigen Besuch vielen Geschichten begegnen kann.
Verwandte Links und Referenzen
