Die Sumiyoshi jinja, gelegen in Uozumi-cho, Akashi-shi, Präfektur Hyogo. Diese malerische Gegend mit Blick auf die Harima-nada beherbergt seit der Antike eine wunderschöne Landschaft, die als „Sumiyoshi-san no Matsu“ bekannt ist, und zahlreiche geheimnisvolle Legenden. Dieses Mal tauchen wir ein in die tiefgreifende Geschichte und unerwartete Hintergrundgeschichten dieses Schreins, der von den Einheimischen liebevoll „Uozumi no Sumiyoshi-san“ genannt wird.
Grundlegende Informationen
Standort: 1031 Nakao, Uozumi-cho, Akashi-shi, Präfektur Hyogo
Verehrte Kami: Sokotsutsunoo no Mikoto, Nakatsutsunoo no Mikoto, Uwatsutsunoo no Mikoto, Okinagatarashihime no Mikoto (Kaiserin Jingū)
Wichtige Feste: Erster Sonntag im Mai (Reitaisai, jährliches Hauptfest), Mitte Juni (Ajisai Matsuri, Hortensienfest)
Die Legende hinter dem Namen „Uozumi“
Wie kam es, dass dieser Ort den Namen „Uozumi“ (Fisch-Wohnung) erhielt? Eine mystische Episode, die mit Kaiserin Jingū verbunden ist, ist hier überliefert.
Der Legende nach suchte Kaiserin Jingū auf ihrer Rückreise von der Sankan-Expedition einen Ort, um Sumiyoshi Ōkami zu verehren, und bemerkte dabei die schönen Kiefernwälder dieser Gegend. Als ihr Schiff sich dem Ufer näherte, sollen die Fische im Meer von göttlicher Kraft ergriffen worden sein, versammelten sich um das Boot und bewegten sich nicht mehr (uo ga sumitsuita, „Fische ließen sich nieder“). Es heißt, dass aus diesem Ereignis, bei dem die „Fische anhielten“, der Ortsname „Uozumi“ entstand.
Der älteste Sumiyoshi Japans? Das Mysterium von „Moto Sumiyoshi“
Wenn man von Sumiyoshi jinja spricht, denkt man vielleicht zuerst an die berühmte Sumiyoshi Taisha in Osaka. Doch tatsächlich gibt es in der Sumiyoshi jinja von Akashi die sogenannte „Moto Sumiyoshi“-Legende (wörtlich: „ursprüngliche Sumiyoshi“), die besagt: „Hier begann der Sumiyoshi-Glaube.“
Der Überlieferung des Schreins zufolge war es dieser Ort in Uozumi, an dem Kaiserin Jingū Sumiyoshi Ōkami zuerst verehrte, und erst später sei der Schrein nach Osaka umgesiedelt worden. Ob dies der Wahrheit entspricht, bleibt im Nebel der Geschichte verborgen, doch wenn man das Schreingelände betritt, kann man eine primitive, mächtige Präsenz eines Meeres-Kami spüren, die sich von der Pracht Osakas unterscheidet.
Schauplatz des Genji Monogatari: Wo Hikaru Genji betete
Für Liebhaber klassischer Literatur ist dies ein unverzichtbarer Pilgerort. Im „Akashi“-Kapitel des „Genji Monogatari“ wird eine Szene beschrieben, in der Hikaru Genji, nachdem er von Suma nach Akashi gezogen ist, Sumiyoshi Ōkami tief verehrt und Gebete darbringt.
Bekannt ist die Episode, in der Sumiyoshi Ōkami während eines heftigen Sturms in Genjis Traum erscheint und ihn rettet. Die Darstellung im Werk, wie Genji dem Kami von Sumiyoshi dankt und später ein prächtiges Schreingebäude errichten lässt, zeigt, wie sehr die Menschen jener Zeit die Sumiyoshi jinja an diesem Ort verehrten.
Unverzichtbare Geheimtipps: Das „Ichi no Torii“, das zum Meer führt, und die Nō-Bühne
Ein besonderes Merkmal der Sumiyoshi jinja ist der gerade Sandō (Schreinweg), der vom Schreingelände direkt zum Meer führt. Früher stand ein „Ichi no Torii“ (erstes Torii) im Meer und empfing Gläubige, die mit dem Schiff kamen. Auch heute noch ist der Sonnenuntergang über der Harima-nada, gesehen durch das Torii am Küstenrand, ein atemberaubender Anblick.
Die Nō-Bühne auf dem Gelände wurde vom Fürsten des Akashi-Han, Ogasawara Tadazane, errichtet und gehört zu den historisch bedeutendsten in der Präfektur Hyogo. Hier werden auch heute noch Nō-Aufführungen im Meereswind dargebracht, die die Welt des Yūgen bis heute lebendig halten.
Spuren einer Anime-Pilgerreise: Die Verbindung zu „Fate/stay night“
Die Stadt Akashi ist als eines der Vorbilder für Fuyuki City, den Schauplatz der beliebten Anime-Serie „Fate/stay night“, bekannt. Berühmt sind unter anderem das „Oda-ke Nagayamon“ (Tore des Oda-Hauses als Reihenhaus), das als Modell für das Haus des Protagonisten Shirō Emiya diente, und der „Akashi Park“ als Modell für die Kyūdō-Halle. Doch auch diese Sumiyoshi jinja ist bei Fans als wichtiger Ort für die „Akashi-Pilgerreise“ beliebt.
Obwohl das Schreingebäude selbst nicht direkt in der Serie vorkommt, besuchen viele Fans diesen Schrein, um die historische Stadtlandschaft und die Meeresatmosphäre von Akashi zu erleben. Insbesondere die Tatsache, dass hier Legenden über Kaiserin Jingū, eine „kämpfende Frau“, überliefert sind, könnte mit der Weltanschauung des Werkes in Resonanz stehen.
Hinweise für Ihren Besuch
Im Frühsommer ist sie auch als „Ajisai jinja“ (Hortensien-Schrein) bekannt, wo etwa 2.500 Hortensienbüsche in voller Pracht blühen. Hören Sie dem Rauschen der Brandung zu und nehmen Sie sich Zeit für einen Spaziergang durch diesen geheimnisvollen Ort, an dem sich Legenden, Literatur und moderne Popkultur kreuzen.
Weiterführende Links und Referenzen
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